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	<title>Junge Botschafter der MRN</title>
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	<description>Hier berichten die MRN-Botschafter exklusiv über ihre Erlebnisse während ihres Auslandsjahrs</description>
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		<title>Helena, 16.2.2012</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Feb 2012 08:11:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>limbacherp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Helena Brune]]></category>

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		<description><![CDATA[Indien Liebe Leute, die ihr vielleicht mal nach Indien reisen werdet, dies ist für euch. Zur Einstimmung, Vorbereitung und Umgehen der Fettnäpfchen! Stellt euch Indien nicht als Land, sondern als Kontinent vor. Die 28 Bundestaaten sind wie Länder, die sich &#8230; <a href="http://www.botschafter-mrn.de/helena-16-2-2012">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1><strong>Indien</strong></h1>
<h2>Liebe Leute, die ihr vielleicht mal nach Indien reisen werdet, dies ist für euch. Zur Einstimmung, Vorbereitung und Umgehen der Fettnäpfchen!</h2>
<p><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/120216_Helena-1.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-3687" title="120216_Helena (1)" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/120216_Helena-1-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>Stellt euch Indien nicht als Land, sondern als Kontinent vor. Die 28 Bundestaaten sind wie Länder, die sich kulturell voneinander unterscheiden. Ich wohne seit mehr als einem halben Jahr in Maharashtra. Alles was ich hier schreibe, basiert auf meinen Erfahrungen in diesem Bundesstaat.</p>
<p><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/120216_Helena-5.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-3688" title="120216_Helena (5)" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/120216_Helena-5-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>Indien hat mit 1,2 Milliarden Einwohnern ein großes Problem: Überbevölkerung! Man trifft überall auf Menschen. Auf dem Feld, auf Dorfstraßen, auf Autobahnen, in Parks und erst recht in der Nähe von Großstädten. Obwohl es hier so viele Menschen gibt, gibt es sehr wenig Immigranten aus anderen Ländern. Das bedeutet, dass man in Indien hauptsächlich auf Inder trifft und bei etwas weißer Haut sich sofort fragt, was diese Person hier wohl macht und warum. Ausländer werden wie eine Sehenswürdigkeit behandelt und die Leute starren! Selbst ich ertappe mich manchmal dabei aufgeregt  Ausländer zu zählen (in diesem Monat gab es bis jetzt sogar 6 Stück in Nashik!). Manche Inder laufen aus Neugierde weißen Leuten hinterher, andere wollen Fotos machen, wieder andere gucken ungeniert und beobachten, und die ganz Mutigen kommen auf einen zu und fragen vielleicht in gebrochenem Englisch, woher man denn sei und ob man das Essen mag.</p>
<p><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/120216_Helena-6.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-3689" title="120216_Helena (6)" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/120216_Helena-6-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>Trotzdem sind nicht alle Leute, die einem über den Weg laufen nur freundlich. Eine traurige Wahrheit ist, dass Inder weiße Menschen mit Geld in Verbindung setzten und häufig versuchen Profit daraus zu ziehen. Besonders Verkäufer, Bettler, Rikschahfahrer oder Leute, die sich als Heilige ausgeben. Selbstbewusst einfach auf Durchzug schalten und ignorieren, ist sehr oft die beste Entscheidung. Nach ein paar Wochen hat man sich daran gewöhnt und nach ein paar Monaten bekommt man dann auch das Auge dafür, wem man vertrauen kann und wem man besser aus dem Weg geht.</p>
<p><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/120216_Helena-7.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-3690" title="120216_Helena (7)" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/120216_Helena-7-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>Die Art sich zu kleiden unterscheidet sich sehr vom europäischen Stlye. Selbst in der Hitze habe ich immer meine Beine bedeckt und meistens auch die Schultern. Manchmal bedecke ich meine Haare auch mit einem Schal. Das ist nicht vorgeschrieben, sondern allein meine Entscheidung. Der Schal über dem Kopf gibt mir eine Art Sicherheit, da man mich dann von hinten nicht als Ausländer erkennen kann.<br />
An sich ist es durchaus möglich kurze Hosen und ausgeschnittene Tops zu tragen, voraus gesetzt man fühlt sich wohl dabei. Das Starren der Leute ist sogar in voller Montur unangenehm genug und wird schlimmer je mehr Haut man zeigt. Die weiblichen Reize &#8220;zur Schau zu stellen&#8221; ist sowieso nahe zu skandalös. Die Inder sind ein sehr traditionelles Volk. Auf Tradition wird immer sehr geachtet! Dazu gehört auch, dass man als Frau nicht aufreizend in der Öffentlichkeit auftritt, keine Beziehungen hat bevor man heiratet, dass die Eltern nach einem Ehepartner suchen, Ältere mit höchstem Respekt behandelt werden, man das heimische Essen isst, man keine Schuhe im Haus trägt, dass Frauen den Haushalt regeln etc.</p>
<p><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/120216_Helena-8.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-3691" title="120216_Helena (8)" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/120216_Helena-8-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>Die Vorstellungen von Moral sind in Indien ganz anders als bei uns. Es ist falsch, in der Öffentlichkeit Zärtlichkeiten auszutauschen oder als Frau die Beine zu zeigen! Dass das ganze Land total verschmutzt und mit Müll überflutet ist, wird allerdings akzeptiert. Dass man bis zur Hochzeit zu Hause lebt, dass es viel Kinderarbeit und unzählbare Obachdachlose gibt, dass frau (auch wenn sie studiert hat) nach der Heirat zur Hausfrau wird, dass Korruption das Land regiert und man nicht mal (erst recht nicht) Polizisten oder Politikern vertrauen kann, all das und noch mehr wird bis zu einem gewissen Grad einfach so hingenommen.</p>
<p><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/120216_Helena-9.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-3692" title="120216_Helena (9)" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/120216_Helena-9-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>Das ist der eigentliche Kulturschock, das Denken und das Handeln der Menschen zu verstehen und zu akzeptieren! Jedoch variiert das stark zwischen dem Standort (Großstadt, Kleinstadt, Dorf) und erst recht den Klassen (gebildet, studiert, arranged marriage, love marriage, reich, arm, Hindus, Christen, Moslems, Großstädtler, Dörfler, Städtler, Mittelschicht, Mann, Frau etc). Das alles kann einem manchmal die Kehle zuschnüren. Nach ein paar Monaten bekommt man einen eigenen Blick für Dinge, Meinungen zu gewissen Themen und es gibt definitiv Phasen, in denen man aufgrund all dieser Ungerechtigkeit fast am Verzweifeln ist. Aber deshalb sind wir doch hier oder nicht? Wir helfen die Wissenslücken zwischen unseren Kulturen zu füllen, unsere Gedanken und Einflüsse so gut wie möglich hier einzubringen und auch etwas mit nach Hause zu nehmen. Nach 8 Monaten hier finde ich, dass das das Einzige ist, was wir wirklich tun können.</p>
<p><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/120216_Helena-10.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-3693" title="120216_Helena (10)" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/120216_Helena-10-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a>Die Inder sind sehr patriotisch, sie lieben ihr Land! Dennoch ist es jedem bekannt, dass Indiens Wirtschaft Probleme hat, dass es zu viel Armut gibt und manche beschweren sich auch lautstark darüber. Doch auch wenn man Inder über das Land und die Probleme hier fluchen hört, sollte man es selber lieber nicht tun. Wenn Ausländer etwas Negatives über ihr Land sagen, können sie ganz schön unangenehm werden. Im Großen und Ganzen geht es um Respekt. Als Neuankömmling in ein Land kommen und schimpfen ist ja überall nicht gern gesehen. Respekt spielt insgesamt eine sehr große Rolle. Älteren muss sehr respektvoll gegenüber getreten werden. Die Geste des Füßeberührens ist definitiv noch vorhanden, aber kann heutzutage auch oft ausgelassen werden. Um euch einen guten Tipp zu geben: nennt Leute, die älter sind als ihr nie beim Vornamen. Männer werden mit Uncle angesprochen und Frauen mit Aunty. Das hat nichts mit Verwandtschaft zu tun, sondern ist eine Regel der Höflichkeit.</p>
<p><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/120216_Helena-3.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-3694" title="120216_Helena (3)" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/120216_Helena-3-300x189.jpg" alt="" width="300" height="189" /></a>Ich glaube, dass Respekt hier eine solch große Rolle spielt, weil es sehr viele verschiedene Klassen gibt. Zum Beispiel kommen viele Leute aus den Dörfern in die Städte um Arbeit zu finden, Geld zu verdienen und dieses dann ins Dorf zur Familie zu schicken. Diese Leute sind oft sehr arm, da sie in ihrem Dorf kein Geld verdienen mussten, sondern allein von Eigenanbau und Landwirtschaft leben konnten. Wenn sie dann hier in den Städten ankommen, finden sie Berufe als Haushilfen (Maids), Bauarbeiter, Gemüseverkäufer, oder arbeiten in Großfirmen. Und das alles für sehr wenig Geld! Umrechnen von Rupees in Euro sollte man definitiv nicht tun, da es einem schwer fällt das nachzuvollziehen. Was man aber nie vergessen darf ist, dass diese Leute nie mehr als die Grundschule besucht haben, ungebildet sind und neben diesen Jobs keine weiteren Berufsaussichten haben. Wenn sie keine Arbeit als Maid finden, enden sie auf der Straße, bettelnd. Haushilfen gibt es in fast jedem Haushalt der Ober &#8211; und manchmal auch Mittelschicht.</p>
<p><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/120216_Helena-2.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-3695" title="120216_Helena (2)" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/120216_Helena-2-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>Unsere Haushälterin kommt zweimal am Tag. Sie macht die Chapatis (Brotfladen), putzt, wischt, staubt ab und räumt auf. In einem Monat bekommt sie 2000 Rs. plus das Geld einer zweiten Familie , in der sie auch noch kocht. Das ist ein normaler und vergleichsweise guter Preis für eine Maid. Natürlich ist es unmöglich mit diesem Geld ein prunkvolles Leben zu führen, aber dennoch reicht es in Indien aus, um nicht im Slum oder auf der Straße zu landen.</p>
<p><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/120216_Helena-4.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-3696" title="120216_Helena (4)" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/120216_Helena-4.jpg" alt="" width="180" height="120" /></a>Manchmal lese ich im Internet wie sich Kampagnen gegen „Billigkonzerne“ wie H&amp;M einsetzen, aufgrund des niedrigen Lohns der Arbeiter. Ich selbst bin auch der Meinung, dass es zu wenig Geld ist für solch harte Arbeit. Doch ich bin mir auch sicher, dass der Geruch nach Ungerechtigkeit nur aus europäischer/westlicher Sicht so unerträglich stinkt. Diese Leute sind oft einfach nur froh überhaupt Arbeit zu haben, ganz ohne jeglichen Bildungsabschluss oder anderen Qualifikationen. Die Frage um Geld in Indien wird man als Europäer vielleicht nie ganz verstehen. Unser System läuft eben vollkommen anders! Hier sehe ich jeden Tag und besonders am frühen Morgen, Menschen auf den Straßen unter einer dünnen Decke schlafend, oder andere, die sich mit Backsteinen und Plastikplanen einfach irgendwo ein kleines Hüttchen aufbauen. Es ist nicht leicht vorstellbar und erst recht nicht leicht zu verstehen, aber es passiert. Genau jetzt. Genau in diesem Moment. Es ist nicht alles atemberaubend und bezaubernd hier, manchmal muss man suchen, um etwas zu finden. Denn Indien hat viele Seiten und Eine zeigt es mir jeden Tag!</p>
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		<title>Sophie, 31.1.2012</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 16:37:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>limbacherp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sophie Schmoetten]]></category>

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		<description><![CDATA[Merry Christmas and a happy new year, Selamat hari krismas dan selamat tahun baru, Frohe Weihnachten und ein frohes Neues Jahr Als erstes möchte ich noch verspätet über meine Advents- und Weihnachtszeit hier in Malaysia berichten. Vom Advent habe ich &#8230; <a href="http://www.botschafter-mrn.de/sophie-31-1-2012">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Merry Christmas and a happy new year,</h2>
<h2>Selamat hari krismas dan selamat tahun baru,</h2>
<h2>Frohe Weihnachten und ein frohes Neues Jahr <img src='http://www.botschafter-mrn.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </h2>
<p>Als erstes möchte ich noch verspätet über meine Advents- und Weihnachtszeit hier in Malaysia berichten. Vom Advent habe ich nämlich dieses Jahr nicht  viel gemerkt. Bei schwülen 30 Grad, mit einer muslimischen Familie, keinen Weihnachtsplätzchen, ganz zu schweigen von einem Adventskranz oder ähnlichem, ist es wirklich schwer, in Weihnachtsstimmung zu kommen. Aber ich habe einen lieben Adventskalender aus Deutschland geschickt bekommen, also konnte ich mir immerhin ungefähr vorstellen, dass ich normalerweise jetzt Kerzen anzünden, auf Weihnachtsmärkte gehen, Plätzchen backen und den letzten Schulstress vor den Ferien bewältigen würde. Und ich habe realisiert, wie die Zeit rast, da ich in den ersten 2 Wochen der Adventszeit noch in den Schulferien verreist war (letzter Bericht).</p>
<div id="attachment_3674" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/Foto1-Meine-Gastfamilie.jpg"><img class="size-medium wp-image-3674" title="Foto1-Meine Gastfamilie" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/Foto1-Meine-Gastfamilie-300x211.jpg" alt="" width="300" height="211" /></a><p class="wp-caption-text">Meine Großfamilie und ich (lila Kopftuch vorne links) auf der Hochzeit</p></div>
<p>Schließlich bin ich am 23. Dez. 2011 mit meiner Gastfamilie nach Kuala Lumpur gefahren, da am 24.12. (ja, an Heiligabend) ein Cousin meiner Familie geheiratetet hat und meine Familie eingeladen war. Also saß ich am Weihnachtsmorgen im Baju Kurung (trad. muslimische Kleidung) und mit Kopftuch im Auto, um &#8211; normalerweise zwei, da aber Feiertag war drei Stunden &#8211; nach Negeri Sembilan, einem anderen Bundesland zu fahren. Eigentlich ist es nicht direkt die Hochzeit, sondern eine Art Feier nach der Hochzeit, genannt Kanduri, bei der alle Verwandten und Bekannten zusammenkommen und dort das typische Kanduri Essen genießen: Reis mit Curry (Hühnchen mit Currysoße und Kartoffeln), Rendang (Rindfleisch in Soße) und dieses Mal sogar gegrilltes Rehfleisch. Die Kanduri läuft dann ab wie immer (ich gehe ungefähr alle 2 Wochen auf eine): Zuerst müssen wir das Haus finden, da wir meistens noch nie bei der Familie zu Besuch waren, ist aber kein Problem, da manchmal schon Straßen davor die Autos Schlange stehen. Sind wir dann angekommen, gehen wir zuerst die Elten begrüßen, dann sucht man sich einen Platz unter den Zelten (diese haben meistens sogar Ventilatoren) und geht dann zum Büfett, um sich sein Essen zusammenzustellen. Dann isst man, redet mit Freunden oder anderen Verwandten, nach dem Essen geht man dann ins Haus, um die Braut und den Bräutigam zu sehen, Fotos zu machen und die Geschenke zu bestaunen. Danach bekommt man ein kleines Dankeschön-Geschenk, wie meistens ein paar kleine Schokoladen oder Taschentücher oder Bonbons, in kleinen bunten Schächtelchen.</p>
<div id="attachment_3675" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/Foto2-Nichte-Hochzeit.jpg"><img class="size-medium wp-image-3675" title="Foto2-Nichte-Hochzeit" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/Foto2-Nichte-Hochzeit-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Meine Nichte und ich auf der Hochzeit</p></div>
<p>Danach sind wir dann wieder nach Hause (in diesem Fall die Wohnung eines Schwagers in KL) gefahren, was allerdings alles andere als angenehm war, da meine Familie mit zwei Autos gefahren ist und das andere Auto in einen Unfall verwickelt wurde. Zwei Autos sind auf der Autobahn miteinander kollidiert und alle Beteiligten hatten großes Glück, dass niemand ernsthaft verletzt wurde, obwohl nur der Fahrer angeschnallt war &#8230; Deshalb mussten wir dann erst einmal zur Polizei, um einen Bericht zu erstatten. So etwas dauert normalerweise an Feiertagen ziemlich lange, da wir jedoch gute Kontakte hatten, waren wir nach  &#8216;nur&#8217; zwei Stunden fertig. Anschließend mussten wir dann das Auto in eine Werkstatt bringen  (die natürlich an Weihnachten um 21 Uhr geschlossen war), haben hier dann noch einmal eine Stunde gewartet, anschließend das Weihnachtsessen auf der Raststätte eingenommen und sind dann schließlich um halb zwölf in der Wohnung des Schwagers angekommen, wo wir alle total erschöpft schlafen gegangen sind. Ich hatte mich eigentlich darauf vorbereitet, an Weihnachten richtiges Heimweh zu bekommen und das der Tag wirklich schwer würde, aber überraschenderweise hatte ich keine Probleme, was vielleicht daran liegt, dass es einfach so anders war, dass ich gar keine Chance hatte, an Weihnachten zu denken. Trotzdem habe ich mich sehr gefreut, dass meine Schwestern mir am nächsten Tag kleine Geschenke überreicht haben und wir in eine Shoppingmall gefahren sind, in der eine Weihnachtsausstellung war <img src='http://www.botschafter-mrn.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<div id="attachment_3676" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/Foto3-AFS-Silvester-Langkawi.jpg"><img class="size-medium wp-image-3676" title="Foto3-AFS-Silvester-Langkawi" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/Foto3-AFS-Silvester-Langkawi-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Wir beim Essen im Wohnzimmer (Silvester/Langkawi)</p></div>
<p>Zwei Tage nachdem ich dann wieder Zuhause (Kangar/Perlis) angekommen bin, fuhr ich mit den anderen Austauschschülern noch einmal nach Langkawi (Insel), um dort Silvester zu feiern <img src='http://www.botschafter-mrn.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> . Insgesamt waren wir dann 8 Deutsche, 3 Italiener, 2 Belgier, ein Ungar und die Gastfamilie von einer Belgierin, bei der wir alle gewohnt haben. Es war wirklich toll, wir haben für die Zeit in einem kleinen Haus gelebt, insgesamt ca. 20 Menschen, in der Nacht hat die Hälfte auf dem Boden geschlafen und wir haben das ganze Wohnzimmer gebraucht, um alle zusammen auf dem Boden essen zu können.</p>
<div id="attachment_3677" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/Foto4-Baden-Wasserfall-Langkawi.jpg"><img class="size-medium wp-image-3677" title="Foto4-Baden-Wasserfall-Langkawi" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/Foto4-Baden-Wasserfall-Langkawi-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Baden am Wasserfall (Silvester/Langkawi)</p></div>
<p>Da ist wieder diese unglaubliche Gastfreundschaft, über die ich immer wieder staunen kann! Die Tochter der Gastfamilie, die auch freiwillig bei AFS arbeitet, hat uns dann Langkawi gezeigt. Wir durften zum Beispiel zusammen bei einem Wasserfall schwimmen gehen, neben dem die Familie ein Restaurant hat, sodass wir zuerst bei ihnen gegessen und schließlich im extrem kaltem Wasser gebadet haben.</p>
<p>Und wir haben auf Langkawi auch Silvester in dem Hotel gefeiert, in dem die Gasttochter arbeitet. Dort gab es ein riesiges Buffet mit wirklich allem, was das Herz begehrt. Natürlich Roti Canai (indisches-malayisches „Brot“, ich würde es eher als eine Art gefaltete Crèpe bezeichnen mit Currysoße und Fleisch oder mit einer süßen „Milch“, schmeckt wie ein Milch-Honig-Sirup-Gemisch, aber sehr lecker und süß) und andere malaysische Spezialitäten, aber auch italienisch mit Lasagne und Spaghetti, Fisch-, Wurst-, Brot-  und Käseplatten (es tat unglaublich gut, mal wieder gutes Brot und so weiter zu essen, da es das normalerweise hier nicht gibt), alle Arten von Meeresfrüchten, arabische Spezialitäten und gegrilltes Fleisch. Zusätzlich eine tolle Auswahl an Früchten, als Nachtisch Kuchen und verschiedene kleine süße Teilchen, Eis und so weiter. Nach diesem wunderbaren Essen waren wir dann am Strand und haben den ganzen Abend bei Livemusik getanzt und die letzten Stunden von 2011 genossen. Um Mitternacht standen wir am Strand, haben die Feuerwerke von mehreren Hotels am Strand beobachtet und sind dann wieder tanzen gegangen. Ein „etwas“ anderes Silvester, wie ich es von Deutschland gewohnt bin <img src='http://www.botschafter-mrn.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Nachdem ich dann wieder zurück nach Perlis zu meiner Familie gekommen bin, hat die Schule angefangen. Ich muss wirklich sagen, es ist einfach sehr anstrengend wieder neu anzufangen, da ich ja vor Weihnachten Familie und Schule gewechselt habe. Als ich am ersten Schultag ankam, hatte ich zuerst einmal ein Gespräch mit meinem Direktor, um mich offiziell anzumelden und alles andere Wichtige zu besprechen. Im Anschluss daran war die restliche Schule bereits mitten in der Montagsversammlung und ich platzte einfach hinein. Natürlich fangen gleich alle an zu reden, mich anzustarren und auf mich zu zeigen, in diesen Situationen fühlt man sich wirklich wie ein grüner Alien, der zum ersten Mal von einem Mensch erblickt wird. Wenn die Schüler den ersten Schock hinter sich haben, sind sie dann meistens viel zu schüchtern, um überhaupt mit mir zu sprechen, fangen an zu kichern und sich umzudrehen, bis sich dann irgendwann &#8211; meistens ein „Prefect“ (eine Art nominierte Musterschüler, die auch eine andere Schuluniform tragen) um mich kümmert, mich deren Freunden vorstellt und mich über Deutschland ausfragt. Ab diesem Punkt geht es dann ganz gut, weil man dann eine Clique gefunden hat, mit denen man herumläuft und die mich mögen. Für sie sind wir dann schon beste Freunde, wovon ich eigentlich nach einem Tag noch nicht sprechen kann, aber danach geht es leichter in der Schule.</p>
<p>Und nach einer Woche kann ich dann sagen, dass ich mich in der Schule eingelebt, meine Freunde gefunden und sich die ganzen Malayen einigermaßen an mich gewöhnt haben. Auf meiner jetzigen Schule bin ich die einzige Nicht-Muslimin, was einerseits gut ist, da ich dann vielmehr über die Religion lernen kann, aber andererseits auch nervig ist, da ich zum Beispiel bei der Morgenversammlung und vor dem Unterricht besonders begrüßt werde, da sich nur Muslime mit dem arabischen „As-Salamu Alayku“ begrüßen dürfen, weshalb ich immer mit „Selamat Pagi untuk Sophie“ (wörtl. Guten Morgen für Sophie) begrüßt werde.</p>
<p><strong>Gong xi fa cai &amp; ich wünsche euch ein gesegnetes Neues Jahr</strong></p>
<div id="attachment_3678" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/Foto5-Chin-Gastfamilie-Essen.jpg"><img class="size-medium wp-image-3678" title="Foto5-Chin-Gastfamilie-Essen" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/Foto5-Chin-Gastfamilie-Essen-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Chinesisches Essen</p></div>
<p>Ende Januar fuhr ich dann wieder mit Daniela, einer anderen deutschen Austauschschülerin, mit der ich meistens auf Reisen gehe, nach Kuala Lumpur, um dort Chinese New Year (CNY) zu feiern. CNY wird jedes Jahr ca. Ende Januar bis Anfang Februar gefeiert, je nachdem, wie der Kalender fällt. Dieses Jahr wurde es am 23.1. gefeiert. Für eine Woche sind wir von der chinesischen Familie eingeladen worden, um CNY mit ihnen zu feiern und um ein wenig chinesische Kultur schnuppern zu können. Also wurden wir am 21.1. von der Mutter und Tochter in KL abgeholt und sind natürlich gleich Essen gegangen &#8211; mitten in Chinatown von KL <img src='http://www.botschafter-mrn.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  Und wir haben tatsächlich, wie man es von Filmen und so kennt, Reis aus kleinen Schälchen mit Stäbchen gegessen, dazu verschiedene Beilagen und chinesischen Tee. Früher habe ich mich immer gewundert, wie man von einer kleinen Schale Reis satt werden kann, aber da man so viele Beilagen und verschiedene Fleischarten testet, ist es manchmal sogar schwer, die ganze Schale leer zu essen. Chinesisches Essen find ich persönlich jetzt nicht so lecker, da es aus vielen weichgekochten und zusammengemischten Gemüse- und Fleischarten besteht und die Soßen meistens sehr mächtig und fett sind, was ich nicht so mag.</p>
<div id="attachment_3679" class="wp-caption alignleft" style="width: 243px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/Foto6-Chin-Kleidung-Cheongsam.jpg"><img class="size-medium wp-image-3679" title="Foto6-Chin-Kleidung-Cheongsam" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/Foto6-Chin-Kleidung-Cheongsam-233x300.jpg" alt="" width="233" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Daniela und ich im Cheongsam</p></div>
<p>Am nächsten Tag fuhren wir dann in verschiedene Shoppingcenter, damit Daniela und ich uns einen Cheongsam kaufen konnten. Ein Cheongsam ist ein traditionelles chinesisches Kleidungsstück, was am besten eng anliegend ist, die Traditionellen gehen bis zu den Knöcheln, die Modernen, die wir gekauft haben, allerdings nur bis zu den Knien. Typische Merkmale von einem Cheongsam ist der hochgeschlossene Kragen und und der Knopfverschluss, der entweder frontal oder vor der Schulter  liegt. Ich war wirklich überrascht, dass ich einen Cheongsam in meiner Größe gefunden hab, da ja eigentlich alle Chinesen um einiges kleiner sind, aber ich hatte zum Schluss sogar noch Auswahl <img src='http://www.botschafter-mrn.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> .</p>
<div id="attachment_3680" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/Foto7-Chin-Löwentanz.jpg"><img class="size-medium wp-image-3680" title="Foto7-Chin-Löwentanz" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/Foto7-Chin-Löwentanz-300x253.jpg" alt="" width="300" height="253" /></a><p class="wp-caption-text">Chinesischer Löwentanz</p></div>
<p>In dieser Shoppingmall haben wir dann auch einen Löwentanz gesehen. Hier verstecken sich  Menschen unter Löwenmasken und Kostümen, die diese so bewegen, dass es wie ein Tanz aussieht. Sie verteilen Mandarinen an die kleinen Kinder, mich hat es etwas an Fasching erinnert. Diese Löwen nennt man Glückslöwen.</p>
<p>CNY wird nicht &#8211; wie bei uns Silvester &#8211; um Mitternacht gefeiert, sondern erst am nächsten Morgen, sodass wir dann am 23.1 morgens zur Großfamilie gefahren sind, um den Beginn vom „Jahr des Drachens“ zu feiern. Es ist ein Zwölf-Jahresrhythmus, der  jedem Jahr ein Tier zuordnet und auch oft als Horoskop für die in diesem Jahr geborenen Menschen gilt, der die Tiere bestimmt. Diesen Rhythmus habe ich euch hier aufgeschrieben:</p>
<p>1.    Ratte → angriffslustig<br />
2.    Büffel → sanft<br />
3.    Tiger → verwegen<br />
4.    Hase → gutmütig<br />
5.    Drache → geistreich<br />
6.    Schlange → schlau<br />
7.    Pferd → ungeduldig<br />
8.    Schaf → artig<br />
9.    Affe → wendig<br />
10.    Hahn → stolz<br />
11.    Hund  →  zuverlässig<br />
12.    Schwein → ehrlich</p>
<p>Zu CNY gibt es eine Legende, die uns von unserer chinesischen Gastmutter erzählt wurde. Diese Geschichte erzählt von einem Dorf, das jedes Jahr von einem menschenfressenden Monster heimgesucht wird und die Menschen in Angst und Schrecken versetzt. Irgendwann besucht ein Mann das Dorf und fragt nach einer Unterkunft für ein paar Nächte. Er wird natürlich gastfreundlich aufgenommen, jedoch wird er auch vor dem Monster gewarnt. Der Mann erklärt, dass er weiß, wie man das Monster bekämpfen kann und er deutet den Menschen an, dass sie rote Kleidung tragen sollen und so viel wie möglich rote Farbe für ihre Häuser und Straßen verwenden sollen, da die Farbe Rot das Monster abschrecken soll.  Als dann das Monster in das Dorf kommt, zündet der Mann Feuerwerke an, alle Menschen sind auf den Straßen, machen zusätzlich Lärm und alles ist rot: Das Monster erschreckt sich und hat Angst, sodass es verschwindet und nie wiedergekommen ist. Da dieser Tag dann „Tag des Gehens des Monsters“ genannt wird, was wohl etwas ähnliches wie Neujahr heißt, wird an diesen Tagen Neujahr gefeiert.  Wegen dieser Legende sind auch die traditionellen Farben von CNY rot, aber auch Gold, die Farbe der Feuerwerke, während dunkelblau und schwarz für die Dunkelheit stehen und nicht willkommen sind. Außerdem sieht man überall die chinesischen Lampions.</p>
<div id="attachment_3681" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/Foto8-Chin-Ang-Pow-Umschläge.jpg"><img class="size-medium wp-image-3681" title="Foto8-Chin-Ang-Pow-Umschläge" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/Foto8-Chin-Ang-Pow-Umschläge-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Ang Pow Umschläge </p></div>
<p>Um das Glück, das man über Neujahr bekommt, nicht direkt wieder wegzuwischen, darf man die ersten Tage des Neuen Jahres  nicht putzen. Außerdem sollte man in der Neujahrsnacht die Fenster geöffnet lassen, damit das Glück hereinkommen kann und das Licht anlassen, damit die Monster abgeschreckt werden und nicht hereinkommen wollen. Die ersten Tage des neuen Jahres haben wir verschiedene Verwandte besucht, viel chinesisches Essen gegessen und natürlich Ang Pow gesammelt. Dieses sind bunte Umschläge mit kleinen Geldbeträgen, die an noch nicht verheiratete Gäste und Kinder verteilt werden.</p>
<div id="attachment_3682" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/Foto9-Kerzen-Buddhist-Tempel.jpg"><img class="size-medium wp-image-3682" title="Foto9-Kerzen-Buddhist-Tempel" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/Foto9-Kerzen-Buddhist-Tempel-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Die Kerzen im Tempel</p></div>
<p>Außerdem wird traditionell zum Neuen Jahr Yee Sang gegessen, eine Art Salat, aber auch mit Fisch und Wan Tan, das sind chinesische Teigtaschen, Soßen (Reisessig, Pflaumensoße &amp; Sesamöl) und verschiedenen Nüssen. Das Gericht wird dann von allen anwesenden Leuten mit Stäbchen durchgemischt. Während die älteren Menschen laut ihre Wünsche aussprechen, wünschen sich die Jüngeren etwas im Stillen.</p>
<p>Außerdem haben wir einen schönen buddhistischen Tempel besucht, um Kerzen für die Familie anzuzünden. Auf diese schreibt man dann zuerst die Namen, dann wurden wir mit den Kerzen gesegnet und schließlich werden die Kerzen angezündet.</p>
<h2>Also, ich wünsche euch allen ein gesundes und frohes Jahr des Drachens,</h2>
<h2>Sophie</h2>
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		<title>Laura, 30.1.2012</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 13:10:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>limbacherp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Laura Vollmer]]></category>

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		<description><![CDATA[Vi tenner vårer lykter (Wir zünden unsere Lichter) – Weihnachten in Norwegen Ein wenig verspätet werde ich euch nun von meinem norwegischen Weihnachten berichten. Ich hab mir Stefanies Bericht als Beispiel genommen, und werde diesen Bericht auch zum Teil im &#8230; <a href="http://www.botschafter-mrn.de/laura-30-1-2012">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Vi tenner vårer lykter (Wir zünden unsere Lichter) – Weihnachten in Norwegen</h1>
<p>Ein wenig verspätet werde ich euch nun von meinem norwegischen Weihnachten berichten. Ich hab mir Stefanies Bericht als Beispiel genommen, und werde diesen Bericht auch zum Teil im „Tagebuchformat“ schreiben.</p>
<p><strong>23.12.2012 – Lille Julaften </strong><br />
Dieser Tag wird „Lille Julaften“ genannt, also auf Deutsch etwa „das kleine Weihnachten“. Nachdem ich ausgeschlafen habe, fuhr ich mit meinen Gastbrüdern in die Stadt und wir kauften alle zusammen die letzten Geschenke&#8230; liegt wohl in der Familie: alles auf den letzten Drücker erledigen. Abends haben wir dann traditionell den Weihnachtsbaum hereingeholt und haben diesen dann alle zusammen geschmueckt, dazu wurde Weihnachtsmusik gespielt. Weihnachtsstimmung hoch 2392352!</p>
<p><strong>24.12.2012 – Julaften</strong><br />
Weihnachteeeeen&#8230;der große Tag ist gekommen!</p>
<p>11.30 Uhr:<br />
Alle die Lust haben, schauen (typisch Norwegisch) Aschenputtel im Fernsehen.</p>
<p>12 Uhr:<br />
Wir haben uns auf den Weg zu Freunden gemacht, um ihnen die Geschenke zu bringen.</p>
<div id="attachment_3640" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/1_IMG_0356Meine-norwegische-Familie-.jpg"><img class="size-medium wp-image-3640" title="1_IMG_0356" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/1_IMG_0356Meine-norwegische-Familie--300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Meine norwegische Familie</p></div>
<p>14 Uhr:<br />
Die ganze Familie sammelt sich in der Küche und jetzt wird zusammen Risengrynsgrøt, also Milchreis, gegessen, natürlich mit einer versteckten Mandel. Derjenige, der die Mandel hat, bekommt ein Marzipanschwein, das wir aber vergessen haben zu kaufen, sodass es dieses Jahr einen Milka-Schokonikolaus aus Deutschland gab! Henrik, der Sohn von Solveig, hat diesen bekommen.</p>
<p>15 Uhr:<br />
Das kleine Chaos bricht aus, ein Sack mit Geschenken fehlt, und wird auch nach einer Suchaktion leider nicht mehr gefunden. Aber es ist Weihnachten, da wird sich nicht so sehr geärgert! Die letzten Geschenke werden nun eingepackt und unter den Weihnachtsbaum gelegt.</p>
<p>16 Uhr:<br />
Alle ziehen sich in die Bäder zurück und machen sich schick, da man an Weihnachten hier üblicherweise sehr gut angezogen ist, was ich von Deutschland nicht gewöhnt war.</p>
<p>16.45 Uhr:<br />
Alle bis auf meine Gasteltern müssen ins Büro, da das Wohnzimmer jetzt fertig gemacht wird. Im Büro singen wir amerikanische Weihnachtslieder und warten gespannt&#8230;.</p>
<div id="attachment_3641" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/7_IMG_8056Weihnachtsevangelium-vorlesen.jpg"><img class="size-medium wp-image-3641" title="7_IMG_8056" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/7_IMG_8056Weihnachtsevangelium-vorlesen-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Weihnachtsevangelium vorlesen</p></div>
<p>17 Uhr:<br />
Wir dürfen endlich ins Wohnzimmer, das einfach wunderschön aussieht. Kerzen überall, der Weihnachtsbaum leuchtet und der Kaffee-Tisch ist gedeckt mit unzähligen Weihnachtskuchen und Weihnachtsgebäck. Der Radio ist an und Glocken läuten, denn um 17 Uhr ringt Weihnachten ein. Die jüngste Person der Familie (die lesen kann) liest das Weihnachts-Evangelium vor, und wer war diese Person? Ich! Ich hab das aber ganz gut hinbekommen, denke ich, denn meine Gastmama war sehr gerührt. Anschließend setzen sich alle und essen das Gebäck und trinken Kaffee, dazu erzählen wir über alles Mögliche.</p>
<p>18 Uhr:<br />
Alle stehen auf und bilden einen Kreis um den Weihnachtsbaum. Es dürfen Weihnachtslieder gewünscht werden, die man dann singt und währenddessen um den Baum herumläuft.</p>
<p>18.30 Uhr:<br />
Die ersten Geschenke werden aufgemacht. Immer eine Person holt ein beliebiges Geschenk und bringt es der jeweiligen Person. Es wird immer nur ein Geschenk geöffnet, was jeder dann fleißig kommentiert. Ich finde das echt eine gute Idee, da man irgendwie die ganze Zeit gespannt bleibt und das Geschenkeöffnen dann auch etwa 3h dauert.</p>
<div id="attachment_3642" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/2_IMG_0399Julenissen-und-Henrik-+-Alexander.jpg"><img class="size-medium wp-image-3642" title="2_IMG_0399" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/2_IMG_0399Julenissen-und-Henrik-+-Alexander-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Julenissen und Henrik + Alexander</p></div>
<p>18.45 Uhr:<br />
Julenissen (<a href="http://www.botschafter-mrn.de/stefanie-26-12-2011" target="_blank">Erklärung findet ihr in Stefanies Bericht</a>, sieht aber etwa aus wie der Nikolaus) kommt und bringt ein paar Geschenke für alle. So ein Pech, dass mein Gastbruder Harald so lange auf der Toilette war, da hat er doch glatt Julenissen verpasst! <img src='http://www.botschafter-mrn.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>19.00 Uhr:<br />
Wir machen uns eine Pause von den Geschenken und Essen ‚julemiddag‘ (Weihnachtsessen). Bei uns gab es „pinekjøtt“ mit Kartoffeln und Kohlrabibrei. Ich finde das echt ziemlich gut, auch wenn es nicht<br />
sonderlich appetitlich aussieht. Danach haben wir weiter Geschenke ausgepackt (ich habe einen auf mich angepassten Norwegerpulli bekommen!!!) , und um halb 2 nachts war mein 1. Norwegisches Weihnachten  vorbei&#8230;.</p>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_3643" class="wp-caption alignright" style="width: 235px"><strong><strong><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/3_IMG_0402Ich-und-mein-Norweger-Pullover.jpg"><img class="size-medium wp-image-3643" title="3_IMG_0402" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/3_IMG_0402Ich-und-mein-Norweger-Pullover-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a></strong></strong><p class="wp-caption-text">Ich und mein Norweger-Pullover!</p></div>
<p><strong>25.12.2012 – 1. Juledag und Dagmar</strong><br />
Um 11 Uhr hieß es für alle gemeinsames Frühstück, dass dann auch zwei Stunden ging und richtig lecker war. Anschließend haben wir alle geredet, mit den Kleinen gespielt, Gesellschaftsspiele gespielt, und uns einfach mit einander beschäftigt. Abends stand wieder etwas richtig Spannendes an: Dagmar.<br />
Jaaa, jetzt denken einige vielleicht ‚ Wer ist Dagmar?‘ und die Antwort ist leicht. Dagmar war nicht gerade schön, da sie nur ein Auge hat, sie war unglaublich schnell und mochte es zu zerstören, sie fand moderne Technik doof und legte diese gerne lahm&#8230; Dagmar war ein Hurricane der Stufe 2, der ab etwa 19 Uhr sein Unheil in Norwegen verbreitete. Um genau 19 Uhr, das Essen war wirklich in diesem Moment fertig, fiel zum ersten Mal der Strom aus.</p>
<div id="attachment_3644" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/5_IMG_0481ein-Boot-mitten-in-der-Stadt-das-sieht-man-auch-nicht-oft.jpg"><img class="size-medium wp-image-3644" title="5_IMG_0481" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/5_IMG_0481ein-Boot-mitten-in-der-Stadt-das-sieht-man-auch-nicht-oft-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">...ein Boot mitten in der Stadt, das sieht man auch nicht oft!</p></div>
<p>Wir suchten zuerst alle Kerzen, Teelichter und Kopfleuchten zusammen, bevor wir mit dem Abendessen beginnen konnten. Immer wieder ging das Licht aus, und da wir oberhalb vom Zentrum wohnen, konnten wir immer sehen wie das ganze Dorf dunkel wurde. Es stürmte und stürmte, und wir hörten wie sich die ersten Dachsteine lösten. Im Radio wurde gewarnt raus zu gehen (Dagmar hatte teilweise 230km/h drauf), was sicher gut war, denn wir hatten das Gefuehl, dass sogar unser Haus ein wenig ‚bebte‘. Wir saßen also im Haus und versuchten es möglichst angenehm zu haben, denn erst um 23 Uhr legte sich der Sturm und wie konnten schlafen gehen. Ich muss sagen, dass es sehr spannend aber auch ein wenig lustig war, denn wann sitzt man schon einmal am 1. Weihnachtstag beim Abendessen und isst mit Kopflampen? Oder wann geht man schon einmal mit einer Kerze auf die Toilette&#8230;.</p>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_3645" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><strong><strong><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/6_MG_0495Styropor-eines-Schiffes-+-andere-Strandgueter-wurden-angespuelt.jpg"><img class="size-medium wp-image-3645" title="6_MG_0495" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/6_MG_0495Styropor-eines-Schiffes-+-andere-Strandgueter-wurden-angespuelt-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></strong></strong><p class="wp-caption-text">Styropor eines Schiffes und andere Strandgüter wurden angespuelt</p></div>
<p><strong>26.01.2012 – 2. Juledag und Aufraeumarbeiten</strong><br />
Der 2. Weihnachtstag war auch wieder sehr speziell, da es der Tag nach Dagmar war und wir so das Ausmaß der Katastrophe sehen konnten: Häuser wurden teilweise komplett zerstört, unzählige Bäume sind umgefallen, Dächer wurden abgedeckt, die Innenstadt stand unter Wasser, sodass Strandgut, Algen, Boote und Stämme mitten in der Innenstadt herumlagen. Boothäuser wurden zerstört, Straßen aufgerissen, und zu guter Letzt waren die Stromleitungen immer noch beschädigt, sodass es immer noch keinen richtigen Strom gab, da alles erst einmal repariert wurde und der Strom immer mal wieder abgestellt wurde (das ging noch etwa zwei Tage so). Dazu waren die Telefonleitungen kaputt und man hatte kein Empfang. In einzelnen Teilen unserer „fylke“ (Bundesland) war der Strom fast eine Woche weg, das Telefonnetz kam sogar erst nach zwei Wochen wieder!</p>
<div id="attachment_3646" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/4_IMG_0476Sturmschaeden-reparieren....jpg"><img class="size-medium wp-image-3646" title="4_IMG_0476" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/4_IMG_0476Sturmschaeden-reparieren...-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Sturmschaeden reparieren...</p></div>
<p>Beim Frühstück bemerkten wir, dass das Dach des Arztbuero meiner Gastmama total abgedeckt wurde, was für uns bedeutete: fertig machen und helfen! Wir standen ein wenig unter Zeitdruck, da das nächste Unwetter im Anmarsch war: Emil, der Unmengen an Regen bringen sollte. Mit zehn Personen saßen wir also am 2. Weihnachtszeit auf dem Dach eines Arztbüros und reparierten unter strömendem Regen die Schäden&#8230; Da sieht man einmal, was man alles so in einem Auslandsjahr in Norwegen erleben kann! Wir fuhren zurück nach Hause, duschten und wärmten uns mit Gløgg, norwegischen Glühwein. Das war vielleicht eine Aufregung!</p>
<p>In das neue Jahr 2012 („nyttår“) bin ich zusammen mit meinen Freunden gestartet, bevor ich nach Hause fuhr und meinen Gasteltern noch „Godt nyttår!“ wuenschte.<br />
Das war mein Dezember hier in Norwegen und das wunderbare Jahr 2011 ist zu Ende gegangen. Ich habe unglaublich viel erlebt und so viele neue Leute kennengelernt. Mir geht es hier in Norwegen einfach richtig gut, und ich möchte mich an dieser Stelle einfach noch einmal vielmals bei der MRN GmbH, der SAP AG und AFS bedanken. Natürlich auch bei meiner Familie und Freunden in Deutschland, die mich hier unglaublich unterstützen, und die ich natürlich auch vermisse!</p>
<h2>Ich wünsche der gesamten Metropolregion Rhein-Neckar ein gutes, gesundes und erfolgreiches Jahr 2012!</h2>
<h2>Eure Laura aus Norwegen (deren Deutsch immer schlechter wird, sorry)!</h2>
<p>P.S.: Hier noch zwei Links zu zwei norwegischen Weihnachtsliedern!<br />
<a href="http://www.youtube.com/watch?v=ToFpo4KAz0s " target="_blank">http://www.youtube.com/watch?v=ToFpo4KAz0s </a><br />
<a href="http://www.youtube.com/watch?v=qXhOc0QtjuE" target="_blank">http://www.youtube.com/watch?v=qXhOc0QtjuE</a></p>
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		<title>Laura, 30.1.2012</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 13:36:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>limbacherp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Laura Vollmer]]></category>

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		<description><![CDATA[Hallo aus Norwegen! Nachdem ich mich nun eine lange Zeit nicht mehr gemeldet habe, wollte ich ein wenig verspätet von der Weihnachtszeit an sich, Weihnachtsessen und unserer Weihnachtsshow in der Schule erzählen! Über Weihnachten selbst gibt es aber ein Extra-Bericht, &#8230; <a href="http://www.botschafter-mrn.de/laura-30-1-2012-2">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Hallo aus Norwegen!</h1>
<div>Nachdem ich mich nun eine lange Zeit nicht mehr gemeldet habe, wollte ich ein wenig verspätet von der Weihnachtszeit an sich, Weihnachtsessen und unserer Weihnachtsshow in der Schule erzählen! Über Weihnachten selbst gibt es aber ein Extra-Bericht, da es da echt eine Menge zu erzählen gab.</div>
<div>Norweger, es gibt definitiv keine Ausnahme unter ihnen, lieben Weihnachten. Nein, sie sind weihnachtssüchtig und vergöttern Weihnachten – kein Scherz. Ich wurde sehr oft gefragt, ob ich auch an Weihnachten hier in Norwegen bleiben werde und das Fest miterleben werde, und als ich das natürlich bejahte, waren die Reaktionen immer gleich: Augen aufreissen, ein großes Grinsen bekommen, tief durchatmen und einen kurzen Schrei von sich geben. Dann auf Norwegisch: „Oooooh, das ist sooo cool. Du wirst Weihnachten liiiiiieben!! Es gibt nichts Besseres! Ach, es ist so toll, dann können wir Julebrus trinken und Julemenn essen! Freu dich darauf!“.</div>
<div>
<div id="attachment_3652" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/3_Julebrus.jpg"><img class="size-medium wp-image-3652" title="3_Julebrus" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/3_Julebrus-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Julebrus</p></div>
</div>
<div></div>
<div>Zuerst will ich sagen, dass die Norweger Recht hatten. Weihnachten war unglaublich schön und es war eines meiner besten Ereignisse hier in Norwegen! AFS, unsere Organisation, hatte uns ein wenig ‚gewarnt‘, dass Weihnachten ohne die eigene Familie schwer werden könnte, aber da ich zumindest die ganze Zeit etwas zu tun hatten, dachte ich gar nicht so oft an zu Hause. Dann möchte ich auch noch erklären was ‚Julebrus‘ und ‚Julemenn‘ ist: Ab Mitte November sind die norwegischen Supermärkte ebenfalls in Weihnachtsstimmung. Es gibt ALLES in Verbindung mit Weihnachten! Julebrus ist ein Softgetraenk, das einen sehr eigenen Geschmack hat und ziemlich suess ist, und Julemenn ist eine Art Keks in der Form eines Mannes. Das sind nur zwei von unzähligen Produkten, die es an Weihnachten gibt. Weitere Entdeckungen im Supermarkt: Weihnachtswurst, Weihnachtsmilch, Weihnachtsnüsse, Weihnachtsschinken, Weihnachtsalles.<br />
In Deutschland war ich außerdem nicht gewohnt, dass man sich unter Freunden so viel schenkt, aber die Norweger lieben es Geschenklisten zu machen und Geschenke einzukaufen.</div>
<div></div>
<div></div>
<div>Das Weihnachtsessen hier in Norwegen ist ein wichtiges und spannendes Thema. So oft wurde ich von Leuten gefragt, was wir in Deutschland an Weihnachten essen. Ich war Vegetarierin, also die schlechteste Person, die man zu diesem Thema befragen kann. In Norwegen gibt es aber „festgelegtes  Weihnachtsessen“, das sich nach Region unterscheidet. Typisch Westkueste ist „pinnekjøtt“, ein Teil vom Lamm, dass man eigentlich nicht isst, da es wenig Fleisch, dafuer aber viel Fett hat. Man lässt die Lammrippen mindestens ein Tag lang in Salzwasser stehen, bevor das Fleisch im Dampf gegart wird. Anschließend ist man das „pinnekjøtt“ mit Kartoffeln und Kohlrabibrei. Dann gibt es noch „svineribbe“, was eher im Osten Norwegens gegessen wird. Zur Schweinerippe ist man Kartoffeln, Rotkohl und Preiselbeermarmelade. Zu beiden Gerichten trinkt man dann gerne Wein oder Weihnachtsbier.</div>
<div>
<div id="attachment_3653" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/5_Pinnekjøtt.jpg"><img class="size-medium wp-image-3653" title="5_Pinnekjøtt" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/5_Pinnekjøtt-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Pinnekjøtt</p></div>
</div>
<div></div>
<div>Nicht sehr gewöhnlich ist Lutefisk, ein Trockenfisch (Dorsch), der in einer Lauge aus Ätznatron gewässert wird und dabei eine gelatinöse Konsistenz annimmt. Der Fisch wird serviert mit ausgelassenem Speck, Erbsenpüree und Kartoffeln. Schmeckt okay, ist aber nicht mein Lieblingsessen, da die Konsistenz schon gewöhnungsbedürftig ist. Ganz oft wurde ich dann auch gefragt: „Was wirst du denn hier an Weihnachten essen?“. Meine Gastfamilie ist – typisch Westland – Pinekjøtt, und sobald ich das gesagt habe, kam wieder einmal dieselbe Reaktion  von allen, die mir diese Frage gestellt haben. Augen aufreißen, tief Luft holen und ausrasten: „PIIIIINEEEEKJØTT!!! Oh mein Gott, das ist das BESTE! Weisst du, das schmeckt einfach so unglaublich gut, weil du das dann so nimmst und dann kannst du dann auch so reinbeißen und es muss gesalzen sein, weil dann schmeckt es noch viiiiiiel viel besser, als es sowieso schon schmeckt.“ &#8230; Und so geht das dann fünf Minuten. Norweger ohne Pinekjøtt an Weihnachten ist wie die Südpfalz ohne Wein – unvorstellbar und sowieso nicht möglich.</div>
<div></div>
<div>Dann muss ich natürlich auch von der Weihnachtsshow erzählen, die wir am letzten Schultag hatten! Wie ihr vielleicht wisst, habe ich MDD gewählt (Musikk, dans, drama), aber wir sind nicht nur für das Schulmusical ‚verantwortlich‘, sondern müssen auch in alle anderen großen Shows der Schule aktiv sein. Für die Weihnachtsshow haben wir drei Wochen lang fast dreimal pro Woche geübt, und hatten dann ein zwei-stuendiges Programm mit Gesang, Tanz und Theater.</div>
<div>
<div id="attachment_3654" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/1_A-Christmas-Carol.jpg"><img class="size-medium wp-image-3654" title="1_A Christmas Carol" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/1_A-Christmas-Carol-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" /></a><p class="wp-caption-text">A Christmas Carol</p></div>
</div>
<div></div>
<div>Meine Gruppe hat eine zusammengefasste 15-minuetige Version von Charles Dickens‘ ‚A Christmas Carol‘ vorgetragen. Ich war hauptsächlich für Skript, Organisation und Technik zuständig, hatte aber auch eine kleine Rolle. In der letzten Szene waren wir also auf der Bühne und da geschah es: die Bühne wurden von einem Jungen gestürmt, der gleich ein Mikrophon an sich riss und wütend zu der Schule sprach. Ich war ein wenig im Schockzustand, da ich nicht wusste, was jetzt passierte, aber im Grunde regte er sich über den Egoismus der Norweger auf und wie wenig mitfühlend sie an Weihnachten sind.</div>
<div>
<div id="attachment_3655" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/4_Milchreis-essen-mit-der-ganzen-Schule.jpg"><img class="size-medium wp-image-3655" title="4_Milchreis essen mit der ganzen Schule" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/4_Milchreis-essen-mit-der-ganzen-Schule-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" /></a><p class="wp-caption-text">Milchreis essen mit der ganzen Schule</p></div>
</div>
<div></div>
<div>Ich kannte den Jungen, der aus Afghanistan kommt, und versuchte mit ihm zu reden, dass er aufhört, aber er sagte nur ‚Ich werde euch sagen wer Scrooge ist, ich werde euch sagen wer Scrooge ist.‘  Es war echt gruselig, da er mich angeschaut hat, aber mich irgendwie nicht gesehen hat, wenn ihr versteht was ich meine. Er beschimpfte einen Lehrer und beschwerte sich, dass alle immer ‚Frohe Weihnachten (God Jul)‘ wuenschen, er das doch aber gar nicht feiert, und nicht einmal von jemand eingeladen wurde. Wir hatten alle ein wenig Angst, aber nachdem die Bühne abgedunkelt wurde und immer mehr Lehrer und Schüler zu ihm gegangen sind, ‘wurde er nach etwa 5min von der Bühne gegangen‘&#8230;Das war echt aufregend, aber zum Glück verlief der Rest der Show richtig gut, und wir konnten danach alle zusammen Milchreis (mit Salami und Zimt!) essen und uns in die Weihnachtsferien verabschieden, denn dann war es soweit: Weihnachten stand vor der Tür und meine ganzen Gastgeschwister kamen!</div>
<div></div>
<div></div>
<div>Mein Zeugnis habe ich mittlerweile (Mitte Januar) auch schon bekommen. Ich habe Noten in Sport, T-Mathe, Französisch, Englisch, Naturwissenschaften, Sozialkunde, MDD und Norwegisch (Nynorsk, schriftlich) bekommen. Ich war ziemlich stolz, da ich eine der Besten in der Klasse war.</div>
<div>
<div id="attachment_3656" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/2_Brodder.jpg"><img class="size-medium wp-image-3656" title="2_Brodder" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/2_Brodder-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Brodder</p></div>
</div>
<div></div>
<div>Das war nun ein relativ kurzer Bericht, aber dafuer ist der Weihnachtsbericht umso umfassender!</div>
<div></div>
<div>Helsing frå Norge,</div>
<h2>Laura</h2>
<div></div>
<div>P.S.: Hier ist es so glatt, dass ich für meinen täglichen Schulweg „brodder“ anziehen muss.  Brodder sind Spikes für normale Schuhe, ohne die ich jeden Tag zur Schule fallen oder rutschen würde.</div>
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		<title>Stefanie, 26.1.2012</title>
		<link>http://www.botschafter-mrn.de/stefanie-26-1-2012</link>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 15:14:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>limbacherp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stefanie Hentschel]]></category>

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		<description><![CDATA[Gäbe es das Dunkel nicht, wüssten wir nicht von den Sternen. Original: Var det ikke for mørket, så visste vi ikke om stjernene. Heia, Hier melde ich mich wieder aus Norwegen!! Mittlerweile ist schon Halbzeit meines Auslandsaufenthaltes und ich muss &#8230; <a href="http://www.botschafter-mrn.de/stefanie-26-1-2012">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Gäbe es das Dunkel nicht,<br />
wüssten wir nicht von den Sternen.</p>
<p>Original: Var det ikke for mørket,<br />
så visste vi ikke om stjernene.</p></blockquote>
<h1>Heia,</h1>
<h1>Hier melde ich mich wieder aus Norwegen!!</h1>
<p>Mittlerweile ist schon Halbzeit meines Auslandsaufenthaltes und ich muss sagen, dass ich schon eine richtige Norwegerin geworden bin. Die Sprache klappt sehr gut, ich kann etwas skilanglaufen und esse Rentier, Elch und Wal… Wenn ich so über die letzten 5 Monate nachdenke, bin ich eigentlich erstaunt, wie schnell das ging, wie viele Dinge ich erlebt habe und wie ich das alles gemeistert habe!</p>
<p>Im Januar hat nun endlich der spaß- und erlebnisreiche Winter angefangen. Aber auch mit eiskalten(!) Temperaturen. Die sanken bis –20 Grad und so war es schmerzhaft, jeden Tag in die Schule zu laufen. Durch den Wind, der den ganzen Schnee mit sich reißt, fühlen sich die –20 Grad wie –30 Grad an und ich habe wirklich gelernt, wie gefährlich Kälte sein kann! Man muss immer genug Kleider haben, ich habe jeden Tag mindestens 3 Pullover, Tights und Socken!</p>
<div id="attachment_3629" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/7_Truthahn.jpg"><img class="size-medium wp-image-3629" title="7_Truthahn" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/7_Truthahn-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Truthahn</p></div>
<p>An Silvester waren wir zu Hause mit meinen Großeltern und wir haben Truthahn gegessen. Das war das erste Mal, dass ich Truthahn gegessen habe. Danach haben wir Spiele gespielt und die Zeit mit anderen Dingen verbracht, bis wir dann um 12 Uhr rausgegangen sind und Raketen geschossen haben. Das ist aber sehr unterschiedlich in Deutschland und Norwegen, weil in Norwegen das Meiste schon vor 12 Uhr geschossen wird und um 12 Uhr vielleicht 5 Raketen. Deshalb waren wir schon 12.15 Uhr wieder drinnen und um 12.30 Uhr mussten ich und meine Geschwister schlafen gehen. Sehr früh!</p>
<div id="attachment_3630" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/4_Schneemobil.jpg"><img class="size-medium wp-image-3630" title="4_Schneemobil" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/4_Schneemobil-300x232.jpg" alt="" width="300" height="232" /></a><p class="wp-caption-text">Schneemobil</p></div>
<p>Durch den vielen Schnee, den wir bekommen haben, hatte ich endlich die Chance mit meinen Freunden Schneemobil zu fahren. Das ist so ein Spaß! Ein Tag war ich bei meiner Freundin und wir sind mit dem Schneemobil einen Berg hinaufgefahren. An diesem Tag hat es aber extrem geblasen, was wir total unterschätzt hatten. Wir hatten dicke Skianzüge, Brillen und Fellmützen. In Norwegen gibt es oft so kleine Hütten und Zelte in den Bergen, in den man sich aufhalten kann. Glücklicherweise haben wir so ein Zelt gefunden, in dem wir etwas sein konnten.</p>
<div id="attachment_3631" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/5_Schneemobiltour.jpg"><img class="size-medium wp-image-3631" title="5_Schneemobiltour" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/5_Schneemobiltour-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Schneemobiltour</p></div>
<p>Wir haben Würstchen gegrillt und Kakao getrunken. Es war aber richtig gruselig und wir hatten jede Sekunde Angst, dass das ganze Zelt zusammenbricht, weil der Sturm so stark war! So beeilten wir uns und versuchten so schnell wie möglich, wieder nach Hause zu kommen. Aber das Schneemobil ist erst nicht angesprungen und wir versuchten das Gerät zu zweit anzubekommen. Nach ca. 15 min ist der Motor endlich angesprungen und wir konnten zurückfahren. Huuuh! Also das war eine Situation, in der selbst ICH Angst hatte. <img src='http://www.botschafter-mrn.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
<em><br />
Die Tage kommen, kommen &#8211; sie sehen mich an,<br />
wartend, voller Licht und Hoffnung.<br />
Original: Dagene kommer, kommer- de ser på meg,<br />
ventende, fylt av lys som håper.</em></p>
<p><strong>9. Januar:</strong> Ich hatte an diesem Tag nur bis 2 Uhr Schule und ging nach Hause. Das war das erste Mal nach 2 Monaten, dass ich um 2 Uhr Licht sehen konnte. Das fühlte sich an, als hätte man 2 Monate geschlafen und wacht plötzlich auf. Als hätte man geschlafen und jemand schaltet plötzlich das Licht an. Das blendet und ich war erstaunt, die Berge voller Schnee zu sehen. Erst in diesem Moment realisiert man wieder, wie hoch die Berge sind und wie doch die norwegische Natur so schön ist.</p>
<p>Nächste Woche, also Anfang Februar, werden wir endlich wieder das erste Mal die Sonne sehen können. Es befindet sich schon ein orange-gelbes Licht hinter den Bergspitzen. Richtig komisch, aber man ist total gespannt und ich denke es wird total komisch werden, die Sonne wieder sehen zu können. Im Kindergarten und in der Schule wird das sogennante „Sonnenfest“ gefeiert mit Kakau und „Sonnenbrötchen“. Das ist schon enorm &#8211; das schreibe ich jedes Mal &#8211; wie viel mir die Sonne jetzt bedeutet und wie viel eine Sonne bewirken kann. Menschen, die nie mit mir gesprochen haben, sprechen plötzlich mit mir!! Alle Freunde „kommen aus ihrem Loch rausgekrochen“ und wollen was mit mir machen! Komisch!</p>
<p>Wir haben in Storslett eine Skianlage, in der man skilanglanglaufen kann. Als ich das erste Mal dort war, hat mich das total schockiert. 2-jährige Kleinkinder lernen Ski fahren. Ich glaube Norweger können schneller Ski fahren als laufen. Selbst Kinder trainieren schon hart, haben jeden Tag Training und werden getrimmt, gut zu sein. Na ja, jedenfalls habe ich dieses Langlaufen auch mal versucht. Ich versuchte mich irgendwie auf den Skier zu halten, und die Kleinkinder rasten an mir vorbei wie Profis. Das war schon etwas peinlich, aber in Norwegen gibt es nicht so viele Menschen, die erst mit 16 auf Skier stehen. Jedenfalls denke ich positiv und hoffe, dass ich es irgendwann schaffe, einen kleinen Hügel raufzusteigen und runterzufahren, ohne 5 mal auf den Boden zu fallen.</p>
<div id="attachment_3632" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/2_Nordlicht.jpg"><img class="size-medium wp-image-3632" title="2_Nordlicht" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/2_Nordlicht-300x168.jpg" alt="" width="300" height="168" /></a><p class="wp-caption-text">Nordlicht</p></div>
<p>Was mich eigentlich sehr enttäuscht hat ist, dass man das Nordlicht nie so zu sehen bekommt, wie man das aus Filmen oder Bilder kennt, mit starken und vielen unterschiedliche Farben. Erst im Januar habe ich richtiges starkes Nordlich sehen können und das war nur einige Tage (Das stand auch in Deutschland in der Zeitung, dass in Norwegen sehr starkes Nordlicht war). Klar, siehst du manchmal, wenn du abends raus gehst, einen leicht grünlichen Strahl am Himmel, aber der fällt dir nicht besonders auf! Um wirklich gutes Nordlicht zu sehen, muss es wirklich wolkenfrei sein und am besten ist es auf einem Berg, weil es da sehr dunkel ist.</p>
<div id="attachment_3633" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/3_Ramfjord.jpg"><img class="size-medium wp-image-3633" title="3_Ramfjord" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/3_Ramfjord-300x161.jpg" alt="" width="300" height="161" /></a><p class="wp-caption-text">Ramfjord</p></div>
<p>An einem Wochenende bin ich mit meiner Freundin Sigrid zu ihren Eltern in Ramfjord gefahren. In Norwegen werden alle Plätze nach Fjorden genannt. Oksfjord, Burfjord… Jedenfalls sind wir nach Tromsø gefahren, waren etwas shoppen, in der Kirche (Hier in Nordnorwegen gibt es sogenannte „Kirchenwochenende“, die ca. 5-mal im Jahr in verschieden Städten stattfinden) und ich habe ganz viele neue Leute kennengelernt.</p>
<div id="attachment_3634" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/1_Autounfall.jpg"><img class="size-medium wp-image-3634" title="1_Autounfall" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/1_Autounfall-300x168.jpg" alt="" width="300" height="168" /></a><p class="wp-caption-text">Autounfall</p></div>
<p>Aber dann als wir sonntags abends zurückfuhren hatte ich das schrecklichste Erlebnis hier: Es war richtig glatt, wir kamen ins Schleudern, fuhren gegen ein Straßenlicht, überschlugen uns und lagen dann im Straßengraben. Völlig verwirrt waren wir im Auto eingeklemmt, schafften aber doch, durch ein Fenster, das zerschlagen war, herauszuklettern. Gott hat uns wirklich bewahrt! Wir hatten nichts gebrochen, sahen nur etwas „angeschlagen“ aus mit den vielen Schürfwunden am Körper. Ich hatte mindestens 100 blaue Flecken und, wie sich später herausstellte, eine Gehirnerschütterung, durch die ich starke Kopfschmerzen bekam und in der Woche danach sehr verwirrt war.</p>
<p>Ich kann mich nur noch erinnern, dass ich meinen Kopf ganz heftig an der Decke angeschlagen habe und meinem Arm, das ging aber von Tag zu Tag besser. Ich konnte eine Woche nicht in die Schule gehen und habe die Zeit verbracht, mich so wenig wie möglich zu bewegen. Das ist schon erstaunlich: Die ganze Zeit siehst du so Unfälle nur in Filmen oder du fährst mal vorbei, wenn so was passiert, und plötzlich passiert das in deinem Auslandsjahr!</p>
<p>Weiterhin schieße ich jede Woche und ich bin schon richtig gut geworden. Wir schießen mit Luftgewehre, jedoch aber meistens mit echten Gewehren. Es ist schon sehr ungewöhnlich, dass ein 16-jähriges Mädchen schießt. In meiner Gruppe sind nur Jungs und die sind alle unter 10 Jahre alt. Wir machen das alle als Jugendsport, das zielt nicht auf das Jagen in freier Natur ab.</p>
<div id="attachment_3635" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/6_Tretschlitten.jpg"><img class="size-medium wp-image-3635" title="6_Tretschlitten" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/02/6_Tretschlitten-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Tretschlitten</p></div>
<p>In Nordnorwegen haben alle die sogenannten Tretschlitten. So geht es viel schneller; du musst nicht laufen sondern kannst „sparke“. Der Schlitten hat vorne einen Sitz, auf dem eine Person sitzen kann, und hinten steht dann eine Person, die tritt. Das ist richtig lustig und oft gehe ich mit meinen Gastgeschwistern raus und mache ein Tretschlittenwettbewerb.</p>
<p>Am 20. Januar haben wir unsere Zeugnisse bekommen. Ihr glaubt ja aber nicht, dass wir ein Material namens Papier bekamen! Nein, wir konnten unsere Noten auf der Schulinternetseite sehen! Eigentlich bin ich total zufrieden mit meinen Noten: Ich bekam 1 mal eine 1, 2 mal eine 2, 1 mal eine 3 und 2 mal eine 4.</p>
<p>Ich bin wirklich gespannt, wie es weiter gehen wird. Aber ich weiß, dass nicht mehr viel Zeit in Norwegen übrig bleibt. Bald kommt die Sonne, wir haben Winter- und Osterferien, ich werde einige Reisen unternehmen und dann musst ich schon wieder an meine Abreise denken. Die Zeit wird richtig schnell rumgehen und ich versuche, jede Sekunde hier zu genießen <img src='http://www.botschafter-mrn.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<h2>Bis nächstes Mal,</h2>
<h2>Stefanie</h2>
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		<title>Antonia, 24.1.2012</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 08:30:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>limbacherp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antonia Castell]]></category>

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		<description><![CDATA[… und wie die Zeit vergeht! Halbzeit. Fünf Monate. 156 Tage. So lange bin ich jetzt schon hier, aber es fühlt sich so viel kürzer an. Okay, ich gebe zu, an manchen Tagen könnte für mich die Zeit hier nicht &#8230; <a href="http://www.botschafter-mrn.de/antonia-24-1-2012">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>… und wie die Zeit vergeht!</h1>
<p>Halbzeit. Fünf Monate. 156 Tage. So lange bin ich jetzt schon hier, aber es fühlt sich so viel kürzer an. Okay, ich gebe zu, an manchen Tagen könnte für mich die Zeit hier nicht schnell genug vorüber gehen. Aber oft genug bin ich auch kurz vorm Verzweifeln, weil es hier noch so viel zu entdecken, erleben, lernen und sehen gibt, dass ich mir nicht vorstellen kann, wie ich das alles noch in nur fünf Monaten schaffen soll.</p>
<div id="attachment_3617" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/01/4_Im-AFS-Camp.jpg"><img class="size-medium wp-image-3617" title="4_Im AFS-Camp" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/01/4_Im-AFS-Camp-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Im AFS-Camp</p></div>
<p>In unserem Midstay-Camp haben wir darüber gesprochen, wie wir uns persönlich in unserem ersten Halbjahr in Finnland verändert haben, wie sich unsere Sicht auf die Welt, unsere eigene Kultur und die, in der wir uns jetzt befinden verändert hat. Mir ist aufgefallen, dass ich jetzt teilweise andere Interessen habe, meine Prioritäten und meine Meinung zu gewissen Dingen haben sich auch ziemlich verändert. Ich glaube auch, dass ich ein bisschen ruhiger geworden bin, was an der Schweigsamkeit der Finnen liegen kann und an der noch immer vorhandenen Sprachbarriere. Ich komme zwar im Alltag mit meinem Finnisch zurecht, aber eine ernsthafte Unterhaltung, kann ich immer noch nicht führen. Aber auch mein Verhalten ist, denke ich, ein bisschen ruhiger geworden, ich brauche nicht mehr die ganze Zeit Action um mich herum. Jedoch die größte Veränderung, die ich bis jetzt festgestellt habe, ist, dass ich meine Familie viel, viel mehr schätzen gelernt habe.</p>
<p>Bevor ich hier her kam, hatten eigentlich Freizeit, Spaß und meine Freunde die höchste Priorität, aber hier habe ich gemerkt, wie viel mir meine Familie eigentlich bedeutet und auch die Schule erscheint mir hier jetzt wichtiger. Meine Motivation einen guten Schulabschluss zu erreichen um einfach das machen zu können was mir Spaß macht, sind hier viel größer geworden. Das alles heißt aber nicht, dass ich jetzt der totale Langweiler geworden bin, es sind einfach Dinge, die mir selbst aufgefallen sind, ich weiß nicht, wie sehr das alles meinen Alltag beeinflusst.</p>
<p>Grundsätzliche Probleme wie zum Beispiel Vorurteile, Rassismus und Korruption waren mir zwar bekannt, aber mir ist nie wirklich auf gefallen, dass diese Probleme auch mitten unter uns allen präsent sind. Es ist mir jetzt wichtiger zu wissen, was wirklich in der Welt vor sich geht; gute wie auch schlechte Dinge.</p>
<p>Ich habe mich in diesen fünf Monaten besser in die finnische Kultur eingelebt, auch wenn ich mit manchen Sachen noch so meine Probleme habe. Mit der Schüchternheit der Menschen, komme ich jetzt besser klar. Trotzdem ist es oft anstrengend immer die ersten Schritte zu machen und auf Leute zu zugehen. Auch die stellenweise Kälte der Finnen und die Verschlossenheit sind richtig schwer zu knacken bzw. zu akzeptieren. Aber ich habe ja immer noch Zeit, das alles zu lernen. <img src='http://www.botschafter-mrn.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<div id="attachment_3618" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/01/2_Nadia-an-Silvester.jpg"><img class="size-medium wp-image-3618" title="2_Nadia an Silvester" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/01/2_Nadia-an-Silvester-300x192.jpg" alt="" width="300" height="192" /></a><p class="wp-caption-text">Nadia an Silvester</p></div>
<p>Im Moment lebt auch noch ein Junge aus dem Elsass in meiner Gastfamilie. Meine Gastschwester Iida war im letzten Frühling eine Woche im Elsass und jetzt lebt er für eine Woche hier in Finnland.  Er ist sehr nett, und ich erkenne mich in ihm in meinen ersten paar Wochen in Finnland sehr wieder. Es zeigt mir auch, wie sehr ich mich hier schon eingelebt habe und wie manche Dinge total normal für mich geworden sind.</p>
<div id="attachment_3619" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/01/1_An-Silvester.jpg"><img class="size-medium wp-image-3619" title="1_Silvester" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/01/1_An-Silvester-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Silvester</p></div>
<p>Die Jahreswende hier war schön, trotzdem haben mir meine Freunde und meine Familie gerade an diesem Tag wirklich gefehlt. Zum Glück konnte ich den Abend mit Nadia und meiner Gastfamilie verbringen. Wir waren bei unseren Nachbarn eingeladen und mir gefällt die Gemeinschaft in unserer Nachbarschaft hier richtig gut. Die Bräuche an Silvester sind eigentlich die gleichen wie in Deutschland. Es werden Raketen in die Luft geschossen und Blei gegossen haben wir auch. Doch irgendwie hatte ich den Eindruck, dass es an Silvester hier etwas ruhiger zugeht als in Deutschland.</p>
<div id="attachment_3620" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/01/3_Bleigießen.jpg"><img class="size-medium wp-image-3620" title="3_Bleigießen" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/01/3_Bleigießen-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Bleigießen</p></div>
<p>Hier sind gerade Präsidentschaftswahlen. Der erste Wahlgang fand am 22. Januar statt, aber da von den 8 Kandidaten niemand die absolute Mehrheit der Stimmen erlangt hat, gibt es am 5. Februar noch eine Stichwahl zwischen den zwei Erstplatzierten Sauli Niinistö und Pekka Haavisto. Die bisherige Präsidentin Tarja Halonen darf nach ihren zwei Amtszeiten nicht wieder gewählt werden.</p>
<p>Was auch ziemlich spannend ist: Wie manche vielleicht mitbekommen haben, hat die rechtspopulistische Partei „Perussuomalaiset“ im letzten Jahr immer mehr Beliebtheit erlangt und ist schließlich bei den letzten Parlamentswahlen mit 19% zur drittstärksten Partei im finnischen Parlament gewählt worden. Der Parteivorsitzende Timo Soini ist auch zur Wahl angetreten und wurde auch auf den vierten Platz gewählt, was mich ein wenig beunruhigt hat. Nun ja, es bleibt weiter spannend und mal sehen, wer das neue Staatsoberhaupt Finnlands letztendlich wird. <img src='http://www.botschafter-mrn.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Das Update zum Wetter lautet: Der Winter kam, sah und siegte! <img src='http://www.botschafter-mrn.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':-D' class='wp-smiley' />  Hier liegt endlich jeeeede Menge Schnee und die Minusgrade sind auch da. An einem Tag waren es sogar schon -15°C, aber für die Menschen hier ist das noch gar nichts. Man ist hier auch -30°C gewohnt.</p>
<div id="attachment_3621" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/01/5_Schneelandschaft-beim-Schlittenfahren.jpg"><img class="size-medium wp-image-3621" title="5_Schneelandschaft  beim Schlittenfahren" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/01/5_Schneelandschaft-beim-Schlittenfahren-300x163.jpg" alt="" width="300" height="163" /></a><p class="wp-caption-text">Schneelandschaft beim Schlittenfahren</p></div>
<p>Skifahren war ich hier noch nicht. Und auch wenn ich Leuten erzähle, dass ich in meinem ganzen Leben noch nie Ski gefahren bin, ernte ich meistens verblüffte Blicke und ein: „…aber du wohnst doch soooo nah an den Alpen!“ <img src='http://www.botschafter-mrn.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':-D' class='wp-smiley' />  Durch die flache Landschaft ist es hier eher schwierig gute Abfahrtspisten zu finden, aber zwei Minuten von unserem Haus entfernt ist eine schöne Skilanglaufpiste. <img src='http://www.botschafter-mrn.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  Und eine riesige Eisfläche. Es ist richtig toll, dass man hier einfach raus gehen kann und überall Eisflächen findet auf denen man kostenlos Schlittschuhlaufen kann. Natürlich ist es dann Natureis und es ist gibt kleine Unebenheiten, aber damit hat hier niemand ein Problem. Die Kinder und auch die Erwachsenen (meistens die Väter der Familien) treffen sich fast jedes Wochenende um eine Runde Eishockey zu spielen. Und hier sind alle wirklich gut. <img src='http://www.botschafter-mrn.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  Ich habe einmal schon mitgespielt, aber meine Tätigkeit bestand eher darin neben unserem Tor zu stehen und wenn alle angefahren kommen, zu versuchen nicht hinzufallen. <img src='http://www.botschafter-mrn.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':-D' class='wp-smiley' />  Aber ich werde hier noch viele Gelegenheiten haben, mein Schlittschuhlauf-Fähigkeiten zu verbessern.<br />
Im Midstay-Camp waren wir so mutig und sind von der Sauna direkt nach draußen und haben uns im Schnee gewälzt, es war höllisch kalt, aber wenn man dann direkt wieder in die warme Sauna kommt tut es richtig gut! <img src='http://www.botschafter-mrn.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  Ich bin froh, dass ich die anderen Austauschschüler habe und, dass wir zusammen Neues erleben können und verrückte Sachen zusammen ausprobieren können; alleine hätte ich das alles nämlich nie gemacht! <img src='http://www.botschafter-mrn.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /><br />
So…auf dass, das zweite/letzte halbe Jahr meiner Auslandserfahrung noch besser wird als das Erste! <img src='http://www.botschafter-mrn.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<h2>Liebe Grüße nach Hause</h2>
<h2>Antonia <img src='http://www.botschafter-mrn.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </h2>
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		<title>Simon, 23.1.2012</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 13:30:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>limbacherp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Simon Bolz]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Metropolregion, Nun ist schon wieder ein ganzer Monat vergangen, in dem ich mich nicht gemeldet habe. So habe ich jetzt wieder einiges zu berichten! Über Weihnachten fuhr ich mit meinen Gasteltern in den Nachbarstaat Rajasthaqn. Rajasthan hat eine eindrucksvolle &#8230; <a href="http://www.botschafter-mrn.de/simon-23-1-2012">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Liebe Metropolregion,</h1>
<p>Nun ist schon wieder ein ganzer Monat vergangen, in dem ich mich nicht gemeldet habe. So habe ich jetzt wieder einiges zu berichten!</p>
<div id="attachment_3603" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/01/120123_Simon-1Steppe-im-Staat-Rajasthan.jpg"><img class="size-medium wp-image-3603" title="120123_Simon (1)Steppe im Staat Rajasthan" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/01/120123_Simon-1Steppe-im-Staat-Rajasthan-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a><p class="wp-caption-text">Steppe im Staat Rajasthan</p></div>
<p>Über Weihnachten fuhr ich mit meinen Gasteltern in den Nachbarstaat Rajasthaqn. Rajasthan hat eine eindrucksvolle Landschaft aufzuweisen, die in erster Linie von Wüste und Bergen geprägt ist.</p>
<p>In der Nähe der Stadt Udaipur befand sich ein recht berühmter Tempel von Lord Krishna, den wir besuchten. Kaum jemand wird sich vorstellen können, wie viele Menschen dicht gedrängt vor diesem Tempel anstanden, um darauf zu warten, dass das Eingangstor geöffnet wird. Sobald dies geschah, schob sich diese Menschenmenge so schnell es möglich war durch dieses Tor, um im nächsten Raum einen Blick auf die Statue von Lord Krishna zu erhaschen, bevor man nach einer Minute wieder herausgeschickt wurde. Für mich, der sich mitten in der Menge befand, war das ein höchst eindrucksvolles Erlebnis!</p>
<p>Von November bis Februar ist in Ahmedabad Winter, was für Europäer aber nicht viel heißen würde, denn die Temperaturen variieren selbst in dieser Zeit nur zwischen 25° C tagsüber und 10° C in der Nacht.</p>
<div id="attachment_3604" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/01/120123_Simon-2unser-Zugabteil-auf-der-Fahrt-nach-Jammu.jpg"><img class="size-medium wp-image-3604" title="120123_Simon (2)unser Zugabteil auf der Fahrt nach Jammu" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/01/120123_Simon-2unser-Zugabteil-auf-der-Fahrt-nach-Jammu-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a><p class="wp-caption-text">...Zugabteil auf der Fahrt nach Jammu</p></div>
<p>Vom 7. bis zum 13. Januar stand dann mit AFS eine Reise in den Bundesstaat Jammu &amp; Kashmir an. 13 Austauschschüler und 6 Betreuer nahmen daran teil. Allein die Zugfahrt von Ahmedabad nach Jammu betrug über 30 Stunden, wir fuhren in der normalen Klasse. Übrigens ist es in Indien absolut üblich, jeglichen Müll während der Zugfahrt einfach aus dem Fenster zu schmeißen!</p>
<p>Von Jammu fuhren wir dann mit dem Bus nach Katra, wo die Ausläufer des Himalaya Gebirges beginnen. Dort übernachteten wir in einem Hotel. Katra ist eine “heilige” Stadt, dass heißt sämtliche Fisch- und Fleischprodukte, sowie Zwiebeln, Knoblauch und Alkohol sind in der ganzen Stadt verboten, weil jene nach dem Glauben der Vaishno (eine religiöse Gruppierung, die zum Hinduismus gehört) nicht konsumiert werden dürfen.</p>
<div id="attachment_3605" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/01/120123_Simon-4Affen-die-sich-ueberall-auf-dem-Weg-aufhalten.jpg"><img class="size-medium wp-image-3605" title="120123_Simon (4)Affen, die sich ueberall auf dem Weg aufhalten" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/01/120123_Simon-4Affen-die-sich-ueberall-auf-dem-Weg-aufhalten-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a><p class="wp-caption-text">Affen, die sich ueberall auf dem Weg aufhalten...</p></div>
<p>Am nächsten Morgen stand dann das Highlight an: Wir unternahmen eine 14km lange Pilgerwanderung hoch zum Vaishno Devi Tempel. Der ganze Weg hinauf ist reich bewandert. Außerdem “lauerten” überall entlang des Weges eine große Anzahl von Affen, die sich wohl von den weggeworfenen Essensresten der Wanderer ernähren. Nach ¾ der Strecke war der Weg dann reichlich mit Schnee bedeckt und die Sicht auf die Berge des Himalaya-Gebirges wurde immer atemberaubender.</p>
<div id="attachment_3606" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/01/120123_Simon-3kurz-vor-dem-Aufstieg-nach-Vaishno-Devi.jpg"><img class="size-medium wp-image-3606" title="120123_Simon (3)kurz vor dem Aufstieg nach Vaishno Devi" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/01/120123_Simon-3kurz-vor-dem-Aufstieg-nach-Vaishno-Devi-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a><p class="wp-caption-text">...kurz vor dem Aufstieg nach Vaishno Devi</p></div>
<p>Kurz vor dem Tempel mussten wir jedoch, wie es sich nach hinduistischer Tradition gehört, unsere Schuhe ausziehen und das letzte Stück bei -4C und 50cm Schnee barfuß zum Tempel laufen, welcher sich wunderschön gelegen in einem Bergfelsen befand. Die ganze Anlage von Vaishno Devi gehoert zur Gottheit “Shri Mata Di”, weshalb man sich stets mit der Grußformel “Jay Mata Di” grüßte.</p>
<div id="attachment_3610" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/01/120123_Simon-6oben-auf-dem-Berg1.jpg"><img class="size-medium wp-image-3610 " title="120123_Simon (6)oben auf dem Berg" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/01/120123_Simon-6oben-auf-dem-Berg1-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a><p class="wp-caption-text">...oben auf dem Berg</p></div>
<p>Am Nachmittag wanderten wir dann wieder zurück ins Tal, gegen 8 Uhr abends kamen wir dort an. Am nächsten Tag war dann Sightseeing angesagt. So fuhren wir dann mit dem Bus über kurvige Straßen an den Berghängen entlang, um während der Fahrt den atemberaubenden Anblick des Hochgebirges auf uns einwirken zu lassen.</p>
<p>Nach einer wunderschönen Woche in Jammu &amp; Kashmir kehrten wir dann am 13. Januar wieder nach Ahmedabad zurück, um das Drachenfest “Uttrayan” zu erleben, welches jedes Jahr am 14. und 15. Januar stattfindet. Während dieser zwei Tage befindet sich in Ahmedabad jeder – wirklich jeder – auf seiner Dachterrasse und lässt Drachen steigen. Es ist einfach absolut unglaublich, so viele Drachen auf einmal in der Luft zu sehen!</p>
<div id="attachment_3611" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/01/120123_Simon-5beim-Drachensteigen-waehrend-Uttrayan-.jpg"><img class="size-medium wp-image-3611" title="120123_Simon (5)beim Drachensteigen waehrend Uttrayan" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/01/120123_Simon-5beim-Drachensteigen-waehrend-Uttrayan--300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a><p class="wp-caption-text">...beim Drachensteigen waehrend Uttrayan</p></div>
<p>Auch wenn es für mich nicht ganz einfach war zu lernen, wie man so einen Drachen fliegt, habe auch ich diese beiden Tage sehr genossen! Sobald die Sonne untergeht, lässt man dann auch kleine, leuchtende Heißluftballons aus Papier steigen. Das Panoramabild ist wirklich sehr beeindruckend…</p>
<p><a href="http://deshgujarat.com/2009/01/14/tourists-narendra-modi-bird-loversuttraryan-photo-gallery/" target="_blank">Ein paar Impressionen davon gibt es auch hier</a></p>
<p>Das war`s von mir erst einmal wieder</p>
<h2>Grüße aus Indien sendet</h2>
<h2>Simon Bolz</h2>
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		<title>Deniz, 20.1.2012</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 17:58:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>limbacherp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deniz Gedik]]></category>

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		<description><![CDATA[Panama ein wundeschönes, kleines und vorallem herzliches Land zwischen Pazifik und Atlantik Teil 1 Liebe Leser, In diesem Bericht werde ich euch Panama mal etwas näher bringen, damit es aber nicht zu langweilig wird, lasse ich genaue Daten einfach mal &#8230; <a href="http://www.botschafter-mrn.de/deniz-20-1-2012">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Panama ein wundeschönes, kleines und vorallem herzliches Land zwischen Pazifik und Atlantik</h1>
<h1>Teil 1</h1>
<h2>Liebe Leser,</h2>
<p>In diesem Bericht werde ich euch Panama mal etwas näher bringen, damit es aber nicht zu langweilig wird, lasse ich genaue Daten einfach mal weg.</p>
<p>Panama ist das kleinste Land Lateinamerikas, Nachbarländer sind Costa Rica im Westen und Kolumbien im Osten. Panama zählt fast 3,5 Millionen Einwohner, von denen rund die Hälfte in der Haupstadt Panamá City leben. Neben dieser riesen Haupstadt gibt es so gut wie keine Großstädte , sondern nur größere Dörfer.</p>
<p>Panamas 9 Provinzen [mit Provinzhaupstädten] sind folgende:</p>
<p>•    Bocas del Toro [Bocas del Toro]<br />
•    Chiriquí [David]<br />
•    Coclé [Penonomé]<br />
•    Colón [Colón]<br />
•    Darién [La Palma]<br />
•    Herrera [Chitre]<br />
•    Los Santos [Las Tablas]<br />
•    Panamá [Ciudad de Panamá]<br />
•    Veraguas [Santiago]</p>
<p><a href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/64/Countries-Panama-provinces-2005-10-18-en.png " target="_blank">Hier die Landkarte Panamas</a></p>
<p>Der gegenwärtige Präsident Panamas ist Ricardo Martinelli. Dieser ist der erste Präsident des Landes, der begonnen hat, die “Diablo Rojos” wegen ihrer mangelnden Sicherheit abzuschaffen und die “Metro-Busse” (wie in Deutschland übliche Busse) einzuführen. Des weiteren fing er an, die Metro (Untergrundbahn) bauen zu lassen und führt ausserdem so eine Art Hartz-IV für alle arbeitslosen Panamäer ein.</p>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_3586" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><strong><strong><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/01/04112011764.jpg"><img class="size-medium wp-image-3586" title="04112011764" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/01/04112011764-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></strong></strong><p class="wp-caption-text">Cinta Costera</p></div>
<p><strong>Infrastruktur</strong><br />
“Cinta Costera”: Die Cinta Costera ist eine, über dem Wasser der Atlantikküste gebaute, Schnellstrasse mit einem Fussgängerweg, Spielplätzen, Grünanlagen und mehreren Fussgängerbrücken, im Zentrum der Hauptstadt.</p>
<p>“Diablo Rojos”: In der Haupstadt Panamas werden die geschmückten, meist roten, alten Schulbusse “Diablo Rojos” [spanisch: rote Teufel] genannt. Ihren Namen haben sie, durch ihre meist rote Lackierung. Diese verlangen pro Strecke umgerechnet 20 Cent. Von Stadt zu Stadt zwischen 1,50 bis zu 3 Euro (je nach Distanz). Da mit diesen Bussen schon viele Unfälle passiert sind, will der panamäische Staat sie Mitte dieses Jahres komplett durch “Metro-Busse” ersetzen. Auch ich hatte schon einen kleinen “Unfall” mit einem “Diablo Rojo” und bin eines Tages zu früh aus dem Bus raus gesprungen und gleich mit dem Gesicht auf den Fussgängerweg geknallt : -/ Eine Erfahrung, die das Leben prägt <img src='http://www.botschafter-mrn.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> .</p>
<div id="attachment_3588" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/01/SAM_9095-0011.jpg"><img class="size-medium wp-image-3588" title="SAM_9095-001" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/01/SAM_9095-0011-300x236.jpg" alt="" width="300" height="236" /></a><p class="wp-caption-text">Diablo-Rojo</p></div>
<p>Seit letztem Jahr gibt es neben den “Diablo Rojos” auch “Metro-Busse” als öffentliches Verkehrsmittel. Diese Metro-Busse sind zwar sicherer, fahren nicht so verrückt wie die “Diablo Rojo”-Fahrer und lassen ihre Passagiere auch nicht aussteigen, solange der Bus noch in Bewegung ist, dafür sind sie sehr langsam und verursachen sehr viel Stau in der Innenstadt.</p>
<div id="attachment_3589" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/01/19082011390-001.jpg"><img class="size-medium wp-image-3589" title="19082011390-001" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/01/19082011390-001-300x104.jpg" alt="" width="300" height="104" /></a><p class="wp-caption-text">Metro-Bus</p></div>
<p>Gebäude und Straßen: Während man in der Innenstadt Panama Citys einen Wolkenkratzer nach dem anderen antrifft, befinden sich weiter auf dem Land, also in anderen Städten wie David Santiago so gut wie gar keine grösseren Gebäude oder gar Wolkenkratzer. Während die Straßen zum Beispiel in der Haupstadt breit und neu sind, findet man sie auf dem Land eher klein, schmal und renovierungsbedürftig vor.</p>
<p><strong>Wirtschaft</strong><br />
Der Panama-Kanal ist einer der wichtigsten Wirschaftsaspekte Panamas, rund 8000 Menschen arbeiten in seiner Verwaltung, seiner Instandhaltung und seinem Betrieb. Circa 10 Prozent der Fläsche Panamas werden landwirtschaftlich genutzt. Anbauprodukte sind neben Bananen und Zuckerrohr auch Plátanos, Ananas, Reis, Kaffee und Mais.</p>
<p>Was viele nicht wissen: Die “Chiquita”-Bananen, die man in Deutschland so gerne isst, werden außer anderen Ländern auch in Panama [“Bocas del Toro”] gezüchetet. Da ich aber in der Haupstadt wohne, habe ich leider nie richtige Bananenplantagen gesehen.</p>
<p>Da Panama zwischen dem Golf von Panama und der Karibik liegt, ist u. a. die Fischerei ein sehr wichtiger Wirschaftszweig. Krabben und Garnelen gehören zu den größten Fangprodukten.</p>
<p><strong>Panamericana </strong><br />
Die Panamericana ist eine Hauptverbindungsstraße [englisch für: Pan American Highway], die fast lückenlos Nordamerika mit Südamerika verbindet. Sie reicht von Kanada [im Norden] bis nach Chile [im Süden].</p>
<p><strong>Der Panama-Kanal</strong><br />
Der Panama-Kanal ist kein Kanal auf Meeresspiegel, weshalb die Schiffe, die den Kanal durchqueren,drei Wasserschleusen passieren müssen. Wenn ein Schiff auf der südlichen Seite [Panamá Stadt, Atlantik] einfährt, muss es mit der 1. Wasserschleuse [Miraflores] und der 2. Wasserschleuse [Pedro Miguel] aufs Niveau des Gatun-Sees angehoben werden. Wenn das Schiff schliesslich die beiden Schleusen passiert hat, wird es mit der 3. und letzten Schleuse [Gatún] wieder auf den Wasserspiegel des Pazifik hinab gesunken. Der Panama-Kanal hat eine Länge von gut 81,6 km und wurde am 15. August 1914 eröffnet.<br />
<a href=" http://www.pancanal.com/" target="_blank"><br />
Hier die offizielle Website des Panama-Kanals </a><br />
<a href="http://www.youtube.com/watch?v=T-wQ9LviBsg&amp;context=C3d9af5eADOEgsToPDskIfoo6lLdiS3M6hz7UHLMeg " target="_blank">Und hier ein Video von der Schleuse “Miraflores”</a></p>
<p>Da mit der Zeit immer grössere Schiffe gebaut wurden (Counterjumbos), wird der Panama-Kanal nun vergrössert. Somit können zukünftig auch die riesigen Containerschiffe den Kanal passieren, der für Panama von zentraler Bedeutung ist. Die panamäische Regierung investiert in den Ausbau des Kanals umgerechnet rund 4,3 Milliarden Euro.</p>
<p><strong>Forsetztung folgt &#8230; <img src='http://www.botschafter-mrn.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </strong></p>
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		<title>Deniz, 17.1.2012</title>
		<link>http://www.botschafter-mrn.de/deniz-17-1-2012</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 07:55:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>limbacherp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deniz Gedik]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Leser, entschuldigt mich für meinen etwas verspätenen MRN-Botschafter-Bericht. Da den letzten Monat unglaublich viel passiert ist, werde ich euch der Übersichtlichkeits halber die Ereignisse mit Daten schildern. 24/11/11 – Thanksgiving in Panama Am 24.11. war in den USA Thanksgiving. &#8230; <a href="http://www.botschafter-mrn.de/deniz-17-1-2012">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Liebe Leser,</h1>
<p>entschuldigt mich für meinen etwas verspätenen MRN-Botschafter-Bericht. Da den letzten Monat unglaublich viel passiert ist, werde ich euch der Übersichtlichkeits halber die Ereignisse mit Daten schildern.</p>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_3572" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><strong><strong><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/01/SAM_8294.jpg"><img class="size-medium wp-image-3572" title="SAM_8294" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/01/SAM_8294-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></strong></strong><p class="wp-caption-text">Unser Abendessen zu Thanksgiving</p></div>
<p><strong>24/11/11 – Thanksgiving in Panama</strong><br />
Am 24.11. war in den USA Thanksgiving. An diesem Tag wird mit der ganzen Familie zusammen an einem Tisch in einer grossen Form zu Abend gegessen, auch hier in Panama ist in einigen Familien diese Tradition durchaus üblich.</p>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_3573" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><strong><strong><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/01/SAM_8401.jpg"><img class="size-medium wp-image-3573" title="SAM_8401" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/01/SAM_8401-300x217.jpg" alt="" width="300" height="217" /></a></strong></strong><p class="wp-caption-text">Die Klasse mit unserer Deutschlehrerin</p></div>
<p><strong>05/12/11 – Letzte Deutschklasse für dieses Schuljahr</strong><br />
Am letzten Deutschunterrichtstag schmissen wir (einige Freunde und ich) für die Deutschlehrerin meiner Schule, die ehrenamtlich an meiner Schule Deutschklassen gibt, eine riesige Party, mit Soda, Chips und einem Verabschiedungsgeschenk, da der Großteil der Freunde den letzten Jahrgang abschloss. Die Lehrerin freute sich natürlich sehr über ihre Geschenke, war aber auch ein wenig traurig, dass sie ihre Schüler nicht mehr so bald wiedersehen würde. Anschliessend wurde deutsche Musik gehört und danach wurde Scharade gespielt, in DEUTSCH; und kaum zu glauben, meine Gruppe verlor, da ich der Einzige war, der zuerst dachte, es würde in Spanisch gespielt <img src='http://www.botschafter-mrn.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  So wurde mir dann schliesslich auch bewusst, wie viel mir von der deutschen Sprache abhanden gekommen ist.</p>
<p><strong>17/12/11 &#8211; Verabschiedung der Schüler der Abschlussklassen</strong><br />
Den vergangenen Monat haben wegen der Trockenzeit die fast 3 monatigen Schulferien in Panama begonnen. Und wie mit jedem vergangenen Schuljahr haben sich die Schüler der Abschlussklasse von der Schule verabschiedet. Aber nicht so wie man das in Deutschland kennt. Nein, sogar noch viel grösser. Es fand ein grosses Abschlussritual statt, an dem alle Schüler der letzten Klasse, die ihre Prüfungen bestanden hatten, eine Toga trugen und ihr Diplom persönlich von ihren Klassenlehrern überreicht bekamen. Alles in sehr grossem Stil in einer Arena mit mehr als 200 Schülern und zahlreichen Gästen.<br />
Hier ein <a href="http://www.youtube.com/watch?v=IgUgGUNAujA&amp;context=C36adc12ADOEgsToPDskKKTc1mqP-6a2hvAdsm_yA2 " target="_blank">Videoclip</a> vom Moment als alle Schüler ihre Hüte in die Luft schmeissen.</p>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_3576" class="wp-caption alignright" style="width: 187px"><strong><strong><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/01/SAM_8816-002.jpg"><img class="size-medium wp-image-3576 " title="SAM_8816-002" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/01/SAM_8816-002-177x300.jpg" alt="" width="177" height="300" /></a></strong></strong><p class="wp-caption-text">Unser Weihnachtsbaum</p></div>
<p><strong>24. Dezember – Weihnachten steht schon vor der Tür</strong><br />
Ganz überrachend kam dieses Jahr das Weihnachtsfest über mich her. Da es hier das ganze Jahr über heiss ist, kamen nicht wirklich Weihnachtsgefühle auf. So sass ich doch tatsächlich am Morgen des 25. Dezember mit Insektenstichen, Geschenke auspackend, vor unserem mittelerweile, schwarzen Weihnachtsbaum (Ergebnis nach 2 Wochen Wassermangel) Nichtsdestotrotz war es eine wundervolle Erfahrung für mich, mein 1. Weihnachtsfest in Panama unter Palmen feiern zu können. Die Eltern bekamen die Geschenke meiner Eltern, die ich aus Deutschland mit eingeflogen hatte und ich selbst bekam T-Shirts von den Grosseltern und eine neue, vor allem wichtiger, grössere Reisetasche von meinen Eltern in Panama. In der Karte standen die wunderschönen Worte:</p>
<p>“<em>Deniz, dieses Weihnachten mit unserer Familie ist das beste Geschenk, das du uns geben kannst, und der Zauber Weihnachtens ist der Zauber von Personen wie dir, die machen, das ein Jahr wie im Flug vergeht.</em>&#8221;</p>
<p>Darunter stand:<br />
“<em>Deniz, damit du in dieser [Tasche] alle Andenken unserer Familie mit unserer ganzen Liebe mit nimmst.</em>”</p>
<p><strong>26. Dezember – Weihnachtsumzug an der &#8220;Cinta Costera&#8221;</strong><br />
Passend zur Weihnachtszeit gab es am 26. Dezember einen grossen Weihnachtsumzug mit Musik, Luftballons, Umzugwagen und jede Menge Menschen mit mir in der ersten Reihe Fotos schiessend.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=Fq6GEd74aTk&amp;context=C3fe8720ADOEgsToPDskJpA6Bmz8esN6v9MiZiFBg7" target="_blank">Hier ein Videoclip zum Weihnachtsumzug</a></p>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_3578" class="wp-caption alignright" style="width: 203px"><strong><strong><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/01/SAM_8906-0012.jpg"><img class="size-medium wp-image-3578" title="SAM_8906-001" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/01/SAM_8906-0012-193x300.jpg" alt="" width="193" height="300" /></a></strong></strong><p class="wp-caption-text">&quot;La personaje del año viejo&quot; - Messi</p></div>
<p><strong>31. Dezember 2011 / 1. Januar 2012 – Neujahr in Panamá</strong><br />
Das Neujahr über wollten wir mit der ganzen Familie eigentlich an die “Cinta Costera” (span: Küstenband, eine künstlich geschaffene Autostrasse mit Fussgängerwegen nebendran) doch da die Schwester sich mit den Masern angesteckt hatte, blieben wir erst einmal zu Hause und sagten der Familie das Silvester-Essen ab. Später gingen wir dann aber doch wenigsten Freunde besuchen und stossen auf unserem Weg auf “La personaje del año viejo” (spanisch für: Die Person des alten Jahres), eine mit Stroh und Papier gefüllte Puppe, die zu Neujahr auf die Strasse gestellt wird und zu Beginn des neuen Jahres angezündet wird. In Panama auf dem Land ein beliebter Brauch an Neujahr. Gegen Mitternacht waren wir dann aber wieder zu Hause, sahen das Feuerwerk live im Fernsehen und tranken Kinderchampagner.</p>
<div id="attachment_3575" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/01/SAM_8933.jpg"><img class="size-medium wp-image-3575" title="SAM_8933" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/01/SAM_8933-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Ich mit Cousins an Silvester</p></div>
<p>Den 1.Tag des Jahres fand sich dann die ganze Familie aus allen Teilen des Landes im Haus des Onkels in Arraijan zusammen. Dort wurde zusammen musiziert, gesungen, getanzt, PlayStation gespielt und natürlich auch ordentlich zu Abend gegessen. Vor dem Abendessen mit der kompletten Familie (mehr als 50 Köpfe) gab es noch ein Gebet und anschliessend ein mehr als nette Rede mit zum Abschluss einem herzlichen Willkommen speziell an mich von dem Onkel (dem Gastgeber) <img src='http://www.botschafter-mrn.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /><br />
Auch das ist in einem <a href="http://www.youtube.com/watch?v=ZrW9tcddHww&amp;context=C30ae4ebADOEgsToPDskJj2Shsf-6ZJsA6STnlU43y " target="_blank">Videoclip</a> hier festgehalten.</p>
<p>Vielen Dank, geehrte Leser, für eure mehr als große Geduld.<br />
Diesmal wird der nächste Bericht nicht lange auf sich warten lassen.</p>
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		<title>Hannah, 10.1.2012</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 09:26:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>limbacherp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hannah Metz]]></category>

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		<description><![CDATA[Hola a todos! Unglaublich, aber jetzt lebe ich schon fast 5 ganze Monate hier in den Anden von Ecuador, das heißt: Halbzeit! Etwas verspätet wird es jetzt endlich mal Zeit euch über Weihnachten und meinen Rutsch ins neue Jahr zu &#8230; <a href="http://www.botschafter-mrn.de/hannah-10-1-2011">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1><strong>Hola a todos! <img src='http://www.botschafter-mrn.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </strong></h1>
<p>Unglaublich, aber jetzt lebe ich schon fast 5 ganze Monate hier in den Anden von Ecuador, das heißt: Halbzeit!</p>
<p>Etwas verspätet wird es jetzt endlich mal Zeit euch über Weihnachten und meinen Rutsch ins neue Jahr zu berichten.</p>
<p>Auch wenn ich es schwer fand überhaupt in Weihnachtsstimmung zu kommen, so glaube ich doch, diese so wichtigen Feiertage, die eigentlich jeder mit seiner eigenen Familie verbringt, gut überstanden zu haben.</p>
<p>In meiner Gastfamilie ist es Brauch, am Weihnachtsmorgen in eine Shopping-Mall zu fahren, wo sich die Kinder dann ihre Geschenke selbst aussuchen dürfen. Ein bisschen merkwürdig fand ich das schon, geht da nicht der eigentliche Sinn, Anderen eine Freude zu machen und sie zu überraschen, verloren?</p>
<p>Nachdem sich also jeder etwas ausgesucht hatte und alle Besorgungen erledigt waren, sind wir zum Mittagessen in ein vornehmes Restaurant gefahren. Anschließend ging es schnell wieder nach Hause, um die letzten Vorbereitungen für den Abend zu erledigen.<br />
Anders als in Deutschland wird Weihnachten nicht am 24. Dezember, sondern erst um Mitternacht vom 24. auf den 25. Dezember gefeiert.</p>
<div id="attachment_3557" class="wp-caption alignright" style="width: 273px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/01/4_Mi-amigas-y-yo.jpg"><img class="size-medium wp-image-3557" title="4_Mi amigas y yo" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/01/4_Mi-amigas-y-yo-263x300.jpg" alt="" width="263" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Mi amigas y yo</p></div>
<p>Gegen 19 Uhr trudelte die ganze Familie samt Freunden ein und es wurde reichlich getanzt. Wenn man seit 16 Jahren ein eher ruhiges Weihnachten gewöhnt ist, dann war das hier schon etwas völlig anderes. Aber ich vermute stark, dass es den anderen MRN-Botschaftern nicht anders erging.</p>
<p>Doch ohne Schnee und mit 27 Grad um die Mittagszeit konnte ich nicht wirklich glauben, dass es gerade wirklich der 24.Dezember war. Ich wollte einfach, dass dieser Tag so schnell wie möglich vergeht und ich nicht zu sehr an meine Familie in Deutschland denken muss. Doch schneller als gedacht, war es kurz vor Mitternacht und wir versammelten uns alle um das angerichtete Weihnachtsessen.</p>
<div id="attachment_3558" class="wp-caption alignleft" style="width: 159px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/01/1_Der-ecuadorianische-Weihnachtsmann.jpg"><img class="size-medium wp-image-3558" title="1_Der ecuadorianische Weihnachtsmann" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/01/1_Der-ecuadorianische-Weihnachtsmann-149x300.jpg" alt="" width="149" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Der ecuadorianische Weihnachtsmann <img src='http://www.botschafter-mrn.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p></div>
<p>Mit einem Glas Sekt wurde dann angestoßen und jeder, der Lust hatte, konnte eine kleine &#8220;Rede&#8221; halten. Es wurde gesagt, für was man in diesem Jahr dankbar war, was einem gefallen hat und was man bedauert. Letztendlich wurde es sehr sentimental, aber ich muss sagen, dass es mir gut gefallen hat und ich mir vorstellen könnte, das auch in Deutschland einzuführen. Viel zu selten nimmt man sich mal die Zeit und denkt darüber nach, für was man eigentlich dankbar ist oder sein sollte.</p>
<p>Um Punkt 12 Uhr wurde jedem &#8220;Feliz Navidad&#8221; gewünscht und endlich der Truthahn verputzt. Anschließend hat sich mein Gastvater kurzerhand als Weihnachtsmann verkleidet und die Geschenke verteilt. Nach der Bescherung wurde bis spät in die Nacht weitergetanzt und gesungen, bis dann irgendwann alle todmüde ins Bett gefallen sind.</p>
<div id="attachment_3559" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/01/2_Die-Tanzlust-am-Weihnachtsabend.jpg"><img class="size-medium wp-image-3559" title="2_Die Tanzlust am Weihnachtsabend" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/01/2_Die-Tanzlust-am-Weihnachtsabend-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" /></a><p class="wp-caption-text">Tanzlust am Weihnachtsabend</p></div>
<p>Alles in allem, habe ich dieses Jahr also eine ganz neue, laute und tanzlustige Art von Weihnachten erlebt. Trotzdem muss ich sagen, dass ich mich schon riesig auf das &#8220;normale&#8221; Weihnachten freue, dass mich in Deutschland erwartet.</p>
<p>Die Lust der Ecuadorianer am Verkleiden ist mir stark in der Woche nach Weihnachten aufgefallen. Die Geschäfte und Straßen waren voll von Masken, die den sogenannten años viejos am 31. Dezember ein Gesicht geben sollen. Für diesen Tag, der ebenfalls año viejo (altes Jahr) genannt wird, werden große Puppen gebastelt, die man um Mitternacht verbrennt.</p>
<div id="attachment_3560" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/01/5_Puppen-2011.jpg"><img class="size-medium wp-image-3560" title="5_Puppen - 2011" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/01/5_Puppen-2011-300x168.jpg" alt="" width="300" height="168" /></a><p class="wp-caption-text">Puppen - 2011</p></div>
<p>Dieses Ritual stellt die Erneuerung, den Schritt ins neue Jahr dar. Deshalb werden die Puppen auch getreten, bevor sie verbrannt werden, um das Alte und Schlechte des letzten Jahres zu vertreiben. Zerstörung und Verbrennung sind ein Symbol für den Beginn einer neuen Zeit. Sind sie verbrannt, wird immer wieder über das Feuer gesprungen, was Glück für das neue Jahr bringen soll.</p>
<div id="attachment_3561" class="wp-caption alignright" style="width: 204px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/01/3_Loca-viudas-1.jpg"><img class="size-medium wp-image-3561" title="3_Loca viudas (1)" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/01/3_Loca-viudas-1-194x300.jpg" alt="" width="194" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Loca viudas </p></div>
<p>Neben den Puppen sind auch die loca viudas (verrückten Witwen) eine weit verbreitete Tradition in Ecuador. Hierbei handelt es sich um Männer in schwarzen Frauenkleidern. Sie stellen die Frauen der años viejos dar, die Eile haben, ihren Alten loszuwerden, um endlich die neue Zeit genießen zu können. Von Straßenseite zu Straßenseite wird eine Schnur gebunden, um die vorbeifahrenden Autos und Passanten zu stoppen. Dann wird eine kleine Show gemacht, um so Geld zu erbetteln, &#8220;para mi viejito&#8221; (für meinen Alten), wie sie sagen.</p>
<p>In diese Rolle schlüpfen (eigentlich) ausschließlich Männer, aber da ich große Lust hatte meinem Gastbruder zu helfen, verkleidete auch ich mich mit Perücke und Maske als loca viuda. Die femininen Details in der Verkleidung werden hierbei stark übertrieben mit viel zu viel Make-up, riesigen künstlichen Brüste, ganz kurzen Röcken, ausgepolsterten Pobacken und einem Handtäschchen, worin das ergatterte Geld aufbewahrt wird.</p>
<p>Auch am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien gab es, wie in Deutschland, eine Art Weihnachtsfeier. Neben dem altbekannten Wichteln, das hier jedoch als Amigo Secreto (geheimer Freund) bezeichnet wird, gab es Truthahn, den wir zuvor selbst zubereitet haben.</p>
<div id="attachment_3562" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/01/6_Von-einer-loca-viuda-zum-Tanzen-aufgefordert.jpg"><img class="size-medium wp-image-3562" title="6_Von einer loca viuda zum Tanzen aufgefordert" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/01/6_Von-einer-loca-viuda-zum-Tanzen-aufgefordert-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Von einer loca viuda zum Tanzen aufgefordert...</p></div>
<p>Anschließend gab es eine Art Wettbewerb, indem fast alle Jungen (auf der gesamten Schule gerade mal 20 Stück) als loca viudas verkleidet mit Tanz- und Laufperformance gegeneinander angetreten sind. Ich muss sagen, dass dieser Wettbewerb ein riesen Spaß war und mir sogar die Tränen vor Lachen gekommen sind. ;P</p>
<p>Ich bin gespannt, was Ecuador in den nächsten 5 Monaten noch alles für mich bereithält und werde euch davon berichten.</p>
<h2>Saludos de Latacunga y un feliz año nuevo!<br />
Eure Hannah <img src='http://www.botschafter-mrn.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </h2>
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