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	<title>Junge Botschafter der MRN</title>
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	<description>Hier berichten die MRN-Botschafter exklusiv über ihre Erlebnisse während ihres Auslandsjahrs</description>
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		<title>Helena, 5.5.2012</title>
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		<pubDate>Mon, 07 May 2012 13:11:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>limbacherp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Helena Brune]]></category>

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		<description><![CDATA[Das ist&#8217;s, das war&#8217;s&#8230; Ich habe nur noch wenige Tage in Indien bis ich nach Hause komme. Es ist schwer zu sagen, was in mir vor geht. Ich weiß es selber nicht. Die Zeit verging schnell und langsam. Manchmal habe &#8230; <a href="http://www.botschafter-mrn.de/helena-5-5-2012">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Das ist&#8217;s, das war&#8217;s&#8230;</h1>
<p><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/IMG_3009.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-4015" title="IMG_3009" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/IMG_3009-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>Ich habe nur noch wenige Tage in Indien bis ich nach Hause komme. Es ist schwer zu sagen, was in mir vor geht. Ich weiß es selber nicht. Die Zeit verging schnell und langsam. Manchmal habe ich mir vorgestellt, was ich in meinen letzten Tagen wohl so machen werde, was ich im Flieger anziehe und was ich als Erstes zu Hause essen will.</p>
<p><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/IMG_3204.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-4016" title="IMG_3204" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/IMG_3204-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" /></a>Jetzt wäre die richtige Zeit darüber nachzudenken und mein Kopf ist leer. Bin ich froh zu gehen?  Natürlich bin ich das. Mein einziges Problem ist, dass ich Abschiede hasse. Ich bin nicht gut darin, neige zu Emotionalität und sie tun weh! Ich wünschte, ich könnte diesen Teil einfach auslassen. Das wäre aber dann doch zu einfach. Okay, anstatt jetzt mit Gefühlsduseleien anzufangen, erzähle ich Euch lieber noch ein paar Kleinigkeiten meiner letzten Monate.</p>
<p>Ich war auf drei Hochzeiten eingeladen, für die ich einmal sogar nach Pune fahren musste. Von Nasik mit dem Bus nach Pune braucht man so etwa 6 Stunden. 6 Stunden Fahrt durch Dörfer, Täler, über Brücken und durch die Pampa! Ich sitze also im Bus, schläfrig und etwas abwesend, als der Bus stark und abrupt abbremst, ich habe mir fast die Nase angeschlagen! Es war dunkel draußen also wusste ich nicht wirklich was passiert bis mir jemand erklärte, dass der Busfahrer mal kurz ausgestiegen ist, um sich mit einem LKW-Fahrer zu schlagen.</p>
<p><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/IMG_3211.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-4017" title="IMG_3211" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/IMG_3211-300x187.jpg" alt="" width="300" height="187" /></a>Das nahm ich dann so hin und lehnte mich zurück. Irgendwann kam er dann auch wieder in den Bus, staubig und wütend. Wir fuhren los und gleich darauf kracht es laut. Ich schaue an mir runter und überall sind Glasscherben. Aus Reflex versteckte ich mich hinter einer Sitzlehne und wartete kurz bis wir weit genug gefahren waren. Als ich mich wie aufrichte sehe ich, dass die ganze Scheibe auf der anderen Seiten eingebrochen wurde. Der nette LKW-Fahrer hat mit Steinen nach dem Bus geworfen. Gestört hat das aber niemanden, da alle relaxed im Bus blieben und wir ohne anzuhalten weitere 3 Stunden nach Nasik rasten. Das Erschreckende an all dem war, dass ich mich nicht erschreckt habe! Nein im Gegenteil, ich fand das alles total normal&#8230;.</p>
<p><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/IMG_3226.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-4018" title="IMG_3226" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/IMG_3226-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>Indien ist ein hartes Pflaster und ich habe es lieben gelernt. Ich verstehe mehr von diesem Land als mir manchmal lieb ist und es passiert, dass ich einige Dinge gar nicht mehr wirklich wahrnehme. Meine Mama aus Deutschland hat mich für 2 Wochen besucht und sie war so erschrocken, wenn man einen Hund aufheulen hörte. Ich habe das schon gar nicht mehr gehört. Es gibt hunderte von Straßenhunden in Indien und bei dem Höllenverkehr werden die tagtäglich angefahren. Das Heulen und Jaulen höre ich jetzt nur, weil sie mich darauf aufmerksam gemacht hat!</p>
<p><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/IMG_3234.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-4019" title="IMG_3234" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/IMG_3234-300x188.jpg" alt="" width="300" height="188" /></a>In der Zeit in der sie da war habe ich erst verstanden, wie ich mich eigentlich angepasst habe. Soviele Dinge waren neu und zu anders für sie. Kennt Ihr das, wenn man in den Urlaub fährt, ein anderes Land und es riecht einfach nach Urlaub? Es riecht anders und fremd. Indien riecht für mich nicht nach Urlaub, es riecht nach meinem Zuhause. Es war sehr seltsam für mich zu sehen, das meine Mutter, mit der ich mein ganzes Leben gelebt habe, mein „Zuhause“ mit dem „Urlaubsgeruch“ riecht.</p>
<p><strong><em><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/IMG_3264.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-4020" title="IMG_3264" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/IMG_3264-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>Bharat men sab kuch chalta hai! </em></strong></p>
<p><strong><em>In Indien ist alles möglich</em></strong></p>
<p>Wenn ich in einer Share Rickshaw sitze, mit 6 Leuten verschiedener Generationen neben mir und aus den Boxen laute Bässe und Gesänge bollern, muss ich Schmunzeln. Wie schnell würde man sich in Deutschland über zu laute Musik beschweren. Und welche Oma sitzt ganz relaxed in einer fast auseinanderfallenden Rickshaw, Haut an Haut mit wildfremden Menschen und obendrein noch Gehirn-weg-blaßende Bollywood Musik im Hintergrund? Wo sitzt eine ganze Familie zusammen auf einem Motorrad und schlängelt sich im Slalom durch Staus?</p>
<p><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/IMG_3275.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-4021" title="IMG_3275" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/IMG_3275-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Indien ist ein Abenteuer, es war mein Abenteuer. Doch ich bin bereit nach Hause zu gehen! In einer anderen Welt zu leben, hat mir gezeigt in was für einer Welt ich leben will, was mir darin wichtig ist und wie ich es mir gestalten will.</p>
<p>In Indien ist alles möglich! <img src='http://www.botschafter-mrn.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/IMG_3307.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-4022" title="IMG_3307" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/IMG_3307-300x220.jpg" alt="" width="300" height="220" /></a><strong>Liebe Grüße aus einer anderen Welt!</strong><br />
Helena</p>
<h2>Wenn ein fremdes Land auf einmal nicht mehr nach Urlaub riecht&#8230;dann bist du ein Austauschschüler inmitten deines Abenteuers!!!</h2>
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		<title>Deniz, 5.5.2012</title>
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		<pubDate>Mon, 07 May 2012 10:28:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>limbacherp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deniz Gedik]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Leser, In dem heutigen Bericht werde ich euch ein bisschen über Orte erzählen, die ich in der letzten Zeit besichtigt habe und die man als Tourist in Panama unbedingt mal gesehen haben sollte. Zwischen dem 9. und 11. März &#8230; <a href="http://www.botschafter-mrn.de/deniz-5-5-2012">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Liebe Leser,</h1>
<p>In dem heutigen Bericht werde ich euch ein bisschen über Orte erzählen, die ich in der letzten Zeit besichtigt habe und die man als Tourist in Panama unbedingt mal gesehen haben sollte.</p>
<div id="attachment_4005" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/Strand-einer-einsamen-Insel.jpg"><img class="size-medium wp-image-4005" title="Strand einer einsamen Insel" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/Strand-einer-einsamen-Insel-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Strand einer einsamen Insel</p></div>
<p>Zwischen dem 9. und 11. März war ich in Bocas del Toro, einer Provinz in Panama an der Grenze mit Costa Rica. Diese Provinz ist für ihre traumhaften, weißen Karibikstrände, ihre frischen Meeresfrüchte und ihrem regnerisches Wetter bekannt. Drei ganze Tage verbrachte ich mit AFS und anderen Austauschschülern auf der Insel Colón, unter anderem sahen wir Seesterne und Delfine und gingen Schnorcheln.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=a5FFQGTIuoo" target="_blank">Ein kurzes Video über die schönsten Momente seht ihr hier.</a></p>
<div id="attachment_4006" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/Strand-mit-Wellen.jpg"><img class="size-medium wp-image-4006" title="Strand mit Wellen" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/Strand-mit-Wellen-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Strand mit Wellen</p></div>
<p>Da unter der AFS-Gruppe, die mit von der Partie war, nur deutsche Austauschschüler anwesend waren, kam dem Gruppenleiter die Idee, in der Nähe ein deutsches Restaurant zu besuchen, das sich jedoch letztendlich als Betrug heraus stellte.</p>
<p>Ein Woche später besuchte ich mit AFS ein Dorf panamaischer Ureinwohner der “Emberá Drua”. Das Dorf liegt etwa eine halbe Stunde von Panamá-Stadt entfernt und man kann es nur mit einem Boot erreichen da es auf der anderen Seite des Flusses liegt und keine Brücke dorthin existiert. Im Dorf angekommen, begrüßten uns die Ureinwohner mit frittierten Kochbananen und frischem Fisch; dazu gab es Wassermelone und Ananas.</p>
<p>Unter anderem demonstrierten uns die Ureinwohner ihre Kleiderkultur, ihre Esskultur und anschließend ihre Tanzkultur. Des Weiteren durfte ich mit einer der Ureinwohnerinnen einen Tanz tanzen, der für dieses Ureinwohnervolk typisch ist.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=1xVdRR4r1Zg&amp;feature=endscreen&amp;NR=1" target="_blank">Ein Video von einigen dieser Tänze habe ich in YouTube hochgeladen &#8211; Film ab! </a></p>
<p>Zu guter Letzt kaufte ich mir noch einige Andenken, die aus einer Art Bambus Pflanze gemacht wurden.</p>
<p>Zu guter Letzt kommen wir am 19. April an, der Tag an dem ich zum ersten Mal meinen Geburtstag in Panamá feierte. Zu meinem Geburtstag durfte ich einige Freunde aus der Schule, der Universität, Austauschschüler und einige Cousins und Cousinen einladen. Da die Feier jedoch sehr kurzfristig geplant wurde (typisch Lateinamerika), konnten viele meiner Freunde nicht kommen, so dass wir in einem kleinen Kreis feierten.</p>
<div id="attachment_4007" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/Beim-Zerschlagen-der-Piñata.jpg"><img class="size-medium wp-image-4007" title="Beim Zerschlagen der Piñata" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/Beim-Zerschlagen-der-Piñata-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Beim Zerschlagen der Piñata</p></div>
<p>Da ich meiner Gastmutter gesagt hatte, das ich noch nie eine richtige „Piñata“ (mit Süßigkeiten gefüllte Pappmaschee-Puppe) zu meinem Geburtstag hatte, durfte ich an meinem 16. Geburtstag eine zerschlagen – man ist ja schließlich nie zu groß zum Spielen. Unter anderem gab es Hamburger zu essen und jede Menge Musik und mehr brauchte es nicht um die „Fiesta“ (Spanisch für Feier) zum Laufen zu bringen. Denn in Panama sind die Menschen schon glücklich, wenn sie zusammen sind, die Mentalität der Menschen ist einfach anders zu Deutschland, die Panamaer sind einfach offener und lustiger als die Europäer.</p>
<div id="attachment_4008" class="wp-caption alignleft" style="width: 256px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/Ich-in-der-deutschen-Botschaft.jpg"><img class="size-medium wp-image-4008" title="Ich in der deutschen Botschaft" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/Ich-in-der-deutschen-Botschaft-246x300.jpg" alt="" width="246" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Ich in der deutschen Botschaft</p></div>
<p>Außerdem habe ich die deutsche Botschaft in Panamá besucht, denn ich wollte mehr über die Aufgaben einer Botschaft in Erfahrung bringen und nach langer Zeit wieder einmal mein Deutsch praktizieren. Nach einigen Telefonaten durfte ich schließlich den Sicherheitsbereich der Botschaft passieren und das Innenleben einer Botschaft bewundern. Unter anderem wurden mir die diplomatischen, wirtschaftlichen, ebenso wie die konsularischen Aufgaben einer Botschaft genannt. Außerdem durfte ich die Wand der deutschen Botschafter in Panamá bewundern und auch ein oder zwei Fotos schießen.</p>
<p>Gestaunt hatte ich schon, als mir Freunde von der deutschen Botschaft in Panamá erzählt hatten, denn als ich hier an kam, dachte ich zuerst ich sei neben den anderen Austauschschülern der einzige aus Deutschland in Panamá. Doch das immerhin rund 500 Deutsche in Panama leben, hätte ich niemals gedacht.</p>
<p>Wie ich mich in meiner Botschafter-Präsentation so gemacht habe könnt Ihr in meinem nächsten Bericht lesen, seid gespannt und säubert die Brillengläser!</p>
<h2>Viele liebe Grüße</h2>
<h2>Deniz</h2>
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		<title>Laura, 2.5.2012</title>
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		<pubDate>Fri, 04 May 2012 15:10:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>limbacherp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Laura Vollmer]]></category>

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		<description><![CDATA[Es schneit, und schneit und hört nicht auf&#8230; Während man in der MRN die kurzen Hosen auspacken und tragen kann, sind wir hier in Norwegen davon noch weit (sehr weit) entfernt. Schnee und Nullgrader prägen den April hier in Nordfjordeid. &#8230; <a href="http://www.botschafter-mrn.de/laura-2-5-2012">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Es schneit, und schneit und hört nicht auf&#8230;</h1>
<div id="attachment_3990" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/120502_Laura-1.jpg"><img class="size-medium wp-image-3990" title="120502_Laura (1)" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/120502_Laura-1-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Endlich Mittagspause...</p></div>
<p>Während man in der MRN die kurzen Hosen auspacken und tragen kann, sind wir hier in Norwegen davon noch weit (sehr weit) entfernt. Schnee und Nullgrader prägen den April hier in Nordfjordeid. An meinem Geburtstag, Anfang März, sah es nach einem wunderschönen Frühling aus, aber das Wetter aendert sich hier eben sehr schnell.</p>
<p>Ich wurde an diesem Tag von meinen Freunden in der Schule mit einem riesigen Geburtstagskuchen, auf dem „Laura &#8211; 17 år“ stand, überrascht. Etwa die halbe Schule hat mir gratuliert und das norwegische Geburtstagslied wurde mir auch gefühlte fünfhundertmal gesungen. Nach der Schule hatten wir Musical-Probe, bei der erneut ein Geburtstagslied gesungen wurde, und ich Muffins bekam. Abends kamen dann ein paar Freunde, meine norwegischen Eltern hissten die Flagge, wir aßen Tacos, Schokoladenkuchen und ich öffnete meine Geschenke. Es war ein wirklich toller Tag und viel besser als ich mir ihn erhofft hatte!</p>
<div id="attachment_3991" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/120502_Laura-2.jpg"><img class="size-medium wp-image-3991" title="120502_Laura (2)" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/120502_Laura-2-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Mein Norwegen...</p></div>
<p>Am 1.April, nein das ist kein Aprilscherz, wurde ich dann norwegische Tante: Mein Gastbruder Andreas und seine Freundin Eline wurden Eltern der kleinen Astrid.</p>
<p>In der ersten Aprilwoche waren wir dann mit meiner ganzen Gastfamilie (ausser natürlich Andreas, Eline und Astrid) auf unserer Hütte in Dale, um dort Ostern zu feiern. Am ersten Tag war ich mit Freuden in der nahegelegenen Stadt Førde shoppen. Mittwochs ging es mit meinem Gastpapa Petter und meiner Gastschwester Solveig auf eine schöne Bergspitzentour: 20km, fünf Stunden und Höhenunterschiede von bis zu 450m (höchster Berg 900m)&#8230; ich habe nachts sehr gut geschlafen! Donnerstags habe ich mit den Kindern meiner Gastschwester ein Iglo gebaut, in dem die Kinder spielen konnten und wir abends darin  Lichtern angezündet haben, wie die Norweger so gerne sagen. Am Karfreitag ging es wieder auf eine lange Tour, die dank Wetter und Landschaft fantastisch war. Samstags unternahm ich eine kleine Tour mit meinem Gastbruder Harald, da er ein wenig krank war und ich zwei wunderbare Blasen am Fuß hatte. Anschließend gab es ein Langlauf-Rennen für die beiden Kleinsten, bevor wir den Tag mit einem Musikquiz und Schokoladenkuchen beendeten. Sonntags blieben Harald und ich zu Hause, da er Lieder schreiben musste (er hat eine Band, deren Album zum besten Popalbum 2011 gekürt wurde), und ich für die Schule arbeiten musste. Wir haben für den Rest Würstchen gegrillt und abends dann angefangen zu packen, da montags Abreisetag war. Hier wird übrigens am Ostersonntag die norwegische Flagge gehisst und samstags wird Lamm gegessen. Einen Osterhasen, bunte Ostereier und Geschenke für die Kleinen gibt es aber nicht.</p>
<div id="attachment_3992" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/120502_Laura-3.jpg"><img class="size-medium wp-image-3992" title="120502_Laura (3)" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/120502_Laura-3-300x228.jpg" alt="" width="300" height="228" /></a><p class="wp-caption-text">På skitur</p></div>
<p>Mitte April besuchte ich für eine Woche eine andere Klasse. In Norwegen kann man, wenn man auf die weiterführende Schule wechselt, eine sogenannte „Linie“ wählen. An unserer Schule gibt es die Linien Studium, Design, Elektro, Service, Handwerk, Transport und Industrie. Studium kann man etwa mit der gymnasialen Oberstufe vergleichen, und das ist auch die Linie, die ich normalerweise mache. Um das norwegische Schulsystem besser kennenzulernen, erlaubte mir der Entwicklungsleiter, dass ich eine Woche in die Design-Klasse gehen darf. Hier besteht ein Schultag aus etwa fünf Stunden Produktion und wird von den Fächern Norwegisch, Englisch, Mathe, Naturwissenschaften und Sport ergänzt. Während das Niveau in den allgemeinen Fächern nicht gerade hoch war, empfand ich die künstlerischen Fächer als anspruchsvoll. Wir arbeiteten mit Gips, Ton, Zeichnung und Acryl, wobei man immer besonders kreativ und besonders sein sollte. Mein Endprodukt nach einer Woche war ein Gesicht aus Gips, auf das ich eine Weltkarte gemalt habe. Der Titel war ‚Face the world‘. Es war sehr interessant, eine Woche in diese Klasse zu gehen, doch ich bevorzuge die Studiumslinie.</p>
<div id="attachment_3993" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/120502_Laura-4.jpg"><img class="size-medium wp-image-3993" title="120502_Laura (4)" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/120502_Laura-4-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">An der Spitze angekommen</p></div>
<p>Mitte April flog ich u.a. auch wieder mit meinen Gasteltern nach Oslo, da wir meiner Gastschwester Solveig und ihrer Familie beim Umziehen helfen wollten. Donnerstagsabends besuchten wir zuerst natürlich meine mittlerweile zwei Wochen junge „Nichte“ Astrid und ihre frischgebackenen Eltern, die überglücklich waren. Nachdem wir freitagmorgens schon einen Teil gearbeitet hatten, durfte ich in die Stadt shoppen gehen und später ging ich mit einem Freund dann ins Kino. Samstags holten wir die Ostereiersuche mit den Kindern meiner Gastschwester nach, da wir das an Ostern schlicht und einfach vergessen haben (und die Geschenke aus Deutschland noch nicht eingetroffen waren). In Norwegen ist das, wie schon gesagt, eigentlich keine Tradition.</p>
<div id="attachment_3994" class="wp-caption alignright" style="width: 235px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/120502_Laura-5.jpg"><img class="size-medium wp-image-3994" title="120502_Laura (5)" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/120502_Laura-5-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Meine Gastmama Kari</p></div>
<p>Zum ‚Vormiddagsmat‘ (Lunch) kam der Vater meines Gastpapas zu Besuch, worüber wir uns sehr freuten, da er schon älter und nicht mehr richtig gesund ist. Anschließend fuhr ich mit drei Austauschschülern zu den Oslo Games, den skandinavischen Skateboard-Meisterschaften, und abends ging es dann auf ein Konzert der Band meines  Gastbruders in Norwegens nationaler Jazzszene, dem „Victoria“. Ich wusste, dass die Band Turns meines Gastbruders bekannt und gut ist, aber so gut&#8230; Es war ein richtig gutes Konzert mit super Stimmung und tollen Musikern!</p>
<p>Letztes Wochenende fand dann in unserem Opernhaus das Landesfinale der UKM statt, ein Wettbewerb junger Künstler im Bereich Musik, Tanz und Kunst. Gleich fünf meiner Freunde waren für das Landesfinale nominiert worden, sodass es selbstverständlich war im Publikum zu sitzen und die Daumen zu drücken! Sechs von 300 Teilnehmern dürfen zum Bundesfinale, u.a. nun auch einer meiner Freunde.</p>
<p>Nun aber noch zu einem Thema, das wahrscheinlich nicht nur hier in Norwegen im Mittelpunkt der Medien steht: Die Verhandlung des Täters, der die Anschläge in Oslo und auf Utøya verübt hat.</p>
<div id="attachment_3989" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/120502_Laura-6-Rosen-Utoya.jpg"><img class="size-medium wp-image-3989 " title="120502_Laura (6) Rosen Utoya" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/120502_Laura-6-Rosen-Utoya-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Rosen auf dem Wasser, Utoya. In Erinnerung an den 22. Juli 2011 (Bild von Cappelendamm)</p></div>
<p>Das so etwas in einem so friedlichen und offenen Land wie Norwegen passieren konnte, war für alle ein Schock. Wieder einmal hat sich gezeigt, dass Extremismus viel gefährlicher sein kann, als manche es für möglich halten. Mittlerweile bin ich sehr norwegisch geworden, wenn es um dieses Thema geht. Sehr interessiert, sehr empfindlich und sehr demokratisch. Die Verhandlungen werden als Liveticker übertragen, die Nachrichten fassen die einzelne Verhandlungstage zusammen, es laufen Dokumentationen, und auch die Zeitungen drucken die Verhandlungsprotokolle, bzw. unglaublich viele Informationen rund um den 22.07.11. Ein Hauptgesprächsthema ist es auch in der Schule und bei uns am Esstisch. Wir sind uns hier einig, dass der Täter (ABB) einen fairen Prozess bekommen muss, doch natürlich will und glaubt niemand, dass er unzurechnungsfähig ist. Es ist ein Teil der Geschichte Norwegens, der unglaubliche Tränen verursacht, doch Norwegen widersteht dem Hass und antwortet mit mehr Demokratie und mehr Menschlichkeit. Mehr als bemerkenswert. Man fordert keine Rache, nein, man will dem Täter zeigen, dass er “ein paar der schönsten Rosen nehmen kann, aber nicht den Frühling stoppt“, wie Eskil Pedersen auf den Punkt gebracht hat. Diesen Bericht möchte ich mit einem Zitat eines AUF-Mitgliedes abschliessen.</p>
<blockquote><p>«Om én mann kan vise så mye hat, tenk hvor mye kjærlighet vi alle kan vise sammen!»<br />
«Wenn ein Mann so viel Hass zeigen kann, überlege wie viel Liebe wir alle zusammen zeigen können! »</p></blockquote>
<h2>Eure Laura aus einem Norwegen, das in diesen Wochen ganz eng beisammensteht!</h2>
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		<title>Antonia, 2.5.2012</title>
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		<pubDate>Fri, 04 May 2012 14:41:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>limbacherp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antonia Castell]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich melde mich mal wieder… In Finnland ist jetzt auch endlich der „Frühling“ eingezogen!  Die Temperaturen sind zwar immer noch zwischen 3-10 Grad, aber der Schnee ist in der Stadt schon ganz weggeschmolzen, nur noch im Wald findet man noch &#8230; <a href="http://www.botschafter-mrn.de/antonia-2-5-2012">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Ich melde mich mal wieder…</h1>
<p>In Finnland ist jetzt auch endlich der „Frühling“ eingezogen!  Die Temperaturen sind zwar immer noch zwischen 3-10 Grad, aber der Schnee ist in der Stadt schon ganz weggeschmolzen, nur noch im Wald findet man noch kleine weiße Flecken. Ich fühle mich ziemlich „befreit“ nach 6 Monaten mit Schnee und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, auch die Finnen wirken fröhlicher. Und viele haben mir auch erzählt, dass man den Sommer so viel intensiver genießt, nach einem so langen Winter, was ich jetzt auch völlig nachvollziehen kann. Jedoch war ein so harter Winter genug und mir reicht der kurze und milde Winter in Deutschland.</p>
<p>Ein Osterbrauch in Finnland ist, dass sich am Palmsonntag Kinder als Osterhexen verkleiden und von Haus zu Haus wandern. An der Tür sagen sie dann einen Spruch auf und überreichen bunt geschmückte Weidenkätzchenzweige. Der Spruch geht so: „Virvon, Varvon, tuoreeks, terveeks, tulevaks vuodeks vitsa sulle palkka mulle.“ Ich kann es nicht ganz übersetzten, aber so viel ich verstehe, wünschen sie Gesundheit für das ganze Jahr und bitten um kleine Gaben. Die meisten Menschen geben ihnen Süßigkeiten, ich hatte mich schon gewundert, warum meine Gastmutter ein paar Tage vorher mit einer ganzen Palette Überraschungseiern ankam. Die Osterhexen gehören in Finnland zu Ostern wie bei uns der Osterhase. Wie in Deutschland werden auch Eier angemalt, aber man versteckt keine Süßigkeiten oder bastelt Osternester, zumindest meine Familie hat das nicht getan.</p>
<div id="attachment_3981" class="wp-caption alignright" style="width: 235px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/Mämmi-Oben-pur-unten-mit-Vanillesoße1.jpeg"><img class="size-medium wp-image-3981" title="Mämmi! Oben pur, unten mit Vanillesoße" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/Mämmi-Oben-pur-unten-mit-Vanillesoße1-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Mämmi! Oben pur, unten mit Vanillesoße</p></div>
<p>Zu Ostern gibt es eine traditionelle Süßspeise aus Malz „Mämmi“. Fast jeder hat mich davor schon das ganze Jahr gewarnt, vielen schmeckt es überhaupt nicht, andere essen so viel Vanillesoße dazu, die den eigentlichen Geschmack überdeckt. Mämmi sieht nicht soooo appetitlich aus, aber mir hat es richtig gut geschmeckt und so stark schmeckt es auch nicht. Aber die Menschheit ist wirklich geteilter Meinung, die einen lieben Mämmi  und andere finden es schmeckt schrecklich. <img src='http://www.botschafter-mrn.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':-D' class='wp-smiley' />  Aber meiner Meinung nach gibt es definitiv Schlimmeres aus der finnischen Küche. <img src='http://www.botschafter-mrn.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':-D' class='wp-smiley' />  Und sonst habe ich den Ostersonntag mit meiner Gastfamilie und deren Verwandten verbracht.</p>
<p>Am Ostermontag bin ich dann mal wieder nach Helsinki gefahren und habe eine Freundin aus Deutschland getroffen, die hier auch für ein halbes Jahr Austauschschüler war. Es war schön sie wieder zu sehen, sie kam mit ihrer Mutter und deren Gastschülerin für ein paar Tage. Sie hat auch ein bisschen erzählt wie es sich anfühlt wieder zurück zu sein, sie meinte manchmal ist es hart, aber man überlebt es…</p>
<div id="attachment_3980" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/Ein-Teil-der-Schokolade-in-der-Fazerfabrik1.jpeg"><img class="size-medium wp-image-3980" title="Ein Teil der Schokolade in der Fazerfabrik" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/Ein-Teil-der-Schokolade-in-der-Fazerfabrik1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Ein Teil der Schokolade in der Fazerfabrik</p></div>
<p>Mit unserem AFS Komitee haben wir die Fazer-Fabrik besichtig. Fazer ist ein sehr bekanntes und beliebtes Unternehmen, was hauptsächlich Schokolade und Süßigkeiten, aber auch Brot und andere Lebensmittel herstellt. Karl Fazer kommt ursprünglich aus der Schweiz und hat das Unternehmen 1891 in Helsinki gegründet, und immer noch ist das Unternehmen in Familienbesitz.  Leider konnten wir aus hygienischen Gründen nicht direkt bei der Schokoladenherstellung zu schauen, und das Video was sie uns stattdessen zeigen wollten hat auch nicht funktioniert so war es ein recht kurzer, aber kalorienreicher Besuch, wir durften nämlich so viel Schokolade essen wie wir wollten. <img src='http://www.botschafter-mrn.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':-D' class='wp-smiley' />  Fazer stellt auch die Mignon-Eier her, die in Finnland an Ostern einfach dazu gehören.</p>
<p>Mignon-Eier sehen aus wie echte Eier, weil in echte Eierschalen Haselnussnugat gefüllt wird und dann verschlossen. Nachdem die Eier kurz im Kühlschrank waren kann man sie ganz normal pellen nur dann hat man ein Nougat-Ei und kein echtes. Ich war total fasziniert davon und habe auch gelesen, dass Karl Fazer das Rezept aus Deutschland mitgebracht hat, aber in Deutschland habe ich das noch nie gesehen.</p>
<div id="attachment_3982" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/Wild-Camp.jpeg"><img class="size-medium wp-image-3982" title="Wild Camp" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/Wild-Camp-300x267.jpg" alt="" width="300" height="267" /></a><p class="wp-caption-text">Wild Camp</p></div>
<p>Nach Lappland haben sich alle nach einem Wiedersehen gesehnt und die Gastfamilie von meiner Freundin Lillian hat das ermöglicht. Ihnen gehört ein Stück Wald in dem wir letzte Woche von Donnerstag bis Sonntag das Wild Camp veranstaltet haben. Es ist zwar jetzt schon erstaunlich wärmer, aber in der ersten Nacht war es unwahrscheinlich kalt. Jedes Zelt hatte einen Ofen, aber Holz musste nachgelegt werden. Jede Stunde sollten zwei wach bleiben, aber irgendwann ist jemand eingeschlafen und das Feuer ist ausgegangen, aber halb so schlimm wir haben uns aneinander gekuschelt und die erste Nacht „überlebt“.</p>
<p>Am Abend und in der Nacht hat es in Strömen geregnet, aber am nächsten Tag schien die Sonne und wir konnten das Camp in vollen Zügen genießen. Es war unglaublich, was die Eltern von Lillian auf die Beine gestellt haben, leider haben sie nicht so viele Betreuer gefunden, weswegen wir nicht so viele Sachen machen konnten, aber es hat niemanden gestört, wir hatten genug Gesprächsstoff und uns sind genug Ideen gekommen, wenn uns langweilig war. Einen Tag haben wir Paintball gespielt. Mitten im Wald, es waren immer zwei Teams mit fünf Spielern. Ich wollte schon immer Paintball ausprobieren, aber in Deutschland muss man 18 sein um es zu spielen. Aber es war so gut, es hat richtig Spaß gemacht und danach dann ausgepowert am Feuer sitzen war fast noch besser. <img src='http://www.botschafter-mrn.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Ehrlich, die Atmosphäre war sagenhaft; keiner hat sich über irgendetwas beschwert, alle waren einfach glücklich jeden wieder zu sehen. Am Schluss ist die Stimmung, dann ein bisschen in Melancholie übergegangen, weil jedem klar geworden ist, dass wir uns jetzt vielleicht das letzte Mal sehen. Ich hoffe, dass ich jeden mindestens noch einmal sehe bevor wir wieder in unsere Heimatländer zurückkehren.</p>
<div id="attachment_3983" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/Vappu.jpeg"><img class="size-medium wp-image-3983" title="Vappu!" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/Vappu-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Vappu!</p></div>
<p>Nach dem Camp habe ich eine Nacht in meinem eigenen Bett geschlafen und dann hieß es für mich weiter nach Helsinki! Am 1. Mai ist hier wie in Deutschland Tag der Arbeit, was die Finnen aber „Vappu“ nennen. Und das wird hier rieeeesig gefeiert. Es tragen alle die Abitur gemacht haben ihre weißen Studentenmützen, die man bei der Abiturs Feierübergeben bekommt. Die Mützen sehen  ein bisschen wie Kapitänsmützen aus. Die Feierer fängt am 30.04 um 18.00 Uhr an, indem sich alle Menschen auf dem Marktplatz in Helsinki versammeln und der Statue Havis Amanda (umgangssprachlich: Manta) eine dieser weißen Studentenmützen aufgesetzt wird.</p>
<div id="attachment_3984" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/Lillian-mit-Abitursmütze-Nadia-und-ich-beim-Picknick.jpeg"><img class="size-medium wp-image-3984" title="Lillian (mit Abitursmütze), Nadia und ich beim Picknick" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/Lillian-mit-Abitursmütze-Nadia-und-ich-beim-Picknick-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Lillian (mit Abitursmütze), Nadia und ich beim Picknick</p></div>
<p>Alle Leute wedeln in diesem Moment wie verrückt mit ihren weißen Mützen und dann fängt die Party richtig an. Ich war dort mit meinen Freunden und es hat mich ein bisschen an Fasching hier in Deutschland erinnert. Manche Menschen waren auch verkleidet und der Alkoholkonsum kam bei den Meisten auch nicht zu kurz. Die ganze Stadt war voller tanzender, singender und fröhlicher Menschen. Vappu steht auch ein bisschen für den Anfang der Frühlingszeit. Zu viert haben wir bei meiner Freundin Sara in Espoo, was neben Helsinki liegt, übernachtet und am nächsten Morgen haben uns ihre Gasteltern zu einem traditionellen Picknick in Helsinki eingeladen. Ich habe in acht Monaten nicht so viele Leute auf einem Haufen gesehen und als wir ins Stadtzentrum fahren wollten, stand ich das erste Mal hier in Finnland im Stau. Ein großer Vorteil, dass in Finnland nur 5 Millionen Leute leben, ist normalerweise, dass nie sehr viel Verkehr herrscht. Aber an Vappu ist wirklich alles im Ausnahmezustand. Schließlich sind wir dann doch noch durch die Stadt gekommen und haben auch noch einen Picknick-Platz gefunden.</p>
<p>Wir waren im „Ullanlinnanmäki“ ein Park in der Nähe vom Hafen und dem beliebtesen Platz für das Vappu-Picknick. Zu Vappu essen die Finnen „Munki“ eine Art Donut, der wie Berliner ohne Marmelade schmeckt und sie trinken „Sima“, was aus Hefe, Zucker, Wasser und Zitronen besteht. Viele Familien stellen es auch selbst her. Und wirklich Alt und Jung haben ihre weißen Mützen getragen und alle Studierenden ihren Studentenoverall. Jeder Student hat hier einen Overall der mit vielen Aufnähern übersäht ist, an der Farbe des Overalls kann man erkennen was derjenige studiert. Lila ist zum Beispiel Theologie und ich glaube rot ist Medizin. Um zu zeigen auf welchen Partys man war oder welche Orte man schon besucht hat, kann man sich dort Aufnäher kaufen und diese auf den Overall nähen. Ich habe Vappu wirklich genossen, die Leute waren so verändert, was meiner Meinung nach nicht nur am Alkohol lag. Jeder hat gelächelt und manche haben auch ein „Hyvää Vappua!“ (Guten 1. Mai) gewünscht.</p>
<p>Nach dieser ereignisreichen Woche, war es ein bisschen schwer für mich wieder ins „normale“ Leben zurückzukehren. Ich war ein bisschen bedrückt, weil es eben nur noch 2 Monate sind und wie schon so oft gesagt, ich all meine Freunde so schrecklich vermissen werde. Ablenkung ist im Moment einfach das Beste.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=sO-t1frdQoc&amp;feature=relmfu" target="_blank"><br />
Hier habe ich noch ein Video gefunden wie der Statue der Hut aufgesetzt wird: Film ab!</a></p>
<h2>Moimoi</h2>
<h2>Antonia <img src='http://www.botschafter-mrn.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </h2>
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		<title>Simon, 30.4.2012</title>
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		<pubDate>Wed, 02 May 2012 11:55:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>limbacherp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Simon Bolz]]></category>

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		<description><![CDATA[An die MRN, Hiermit melde ich mich mit meinem wohl letzten Bericht aus Indien ( ) Die Abschlussprüfungen in der Schule endeten bereits am 16. April. Zum Abschied schenkten mir die Lehrer eine wunderschöne Wanduhr, was mich sehr gefreut hat. &#8230; <a href="http://www.botschafter-mrn.de/simon-30-4-2012">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>An die MRN,</h1>
<h2>Hiermit melde ich mich mit meinem wohl letzten Bericht aus Indien ( <img src='http://www.botschafter-mrn.de/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':(' class='wp-smiley' />  )</h2>
<p>Die Abschlussprüfungen in der Schule endeten bereits am 16. April. Zum Abschied schenkten mir die Lehrer eine wunderschöne Wanduhr, was mich sehr gefreut hat. So werde ich meine Schule immer in guter Erinnerung behalten! <img src='http://www.botschafter-mrn.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Da ich nun Ferien habe, kann ich jeden Tag von morgens bis abends ausgehen. So besuchte ich das Calico- Museum, welches eine riesige und beeindruckende Sammlung an historischer Textilkunst bietet, wie z.B. Decken, Teppiche, Kleider, etc.</p>
<div id="attachment_3967" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/6_sarkhej.jpg"><img class="size-medium wp-image-3967" title="6_sarkhej" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/6_sarkhej-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Sarkhej</p></div>
<p>Zusammen mit einem muslimischen Freund habe ich auch den gewaltigen Moscheenkomplex “Sarkhej Roza” besichtigt. Da Ahmedabad in der Vergangenheit von Muslimen besetzt und bewohnt war, gibt es dort auch einen großen islamischen Bevölkerungsanteil und eine Menge Moscheen. Gerade Sarkhej Roza ist besonders beeindruckend, da die Moscheen teils Jahrhunderte alt, aber noch sehr gut erhalten sind.</p>
<p><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/2.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-3968" title="2" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/2-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Vom 22. Bis zum 25. April bin ich mit einer Jugendgruppe nach Rajasthan auf den Mount Abu zum Trekking gefahren. In unserer Gruppe gab es etwa 70 Schüler und 15 Lehrer. Mir hat es dort auf dem Mount Abu sehr gefallen. Zum einen, weil die Temperatur dort aufgrund der Höhenlage von über 1000 Metern lediglich 25° C beträgt (und nicht 44° C, wie zur Zeit in Ahmedabad).</p>
<div id="attachment_3969" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/5_nakki-lake.jpg"><img class="size-medium wp-image-3969" title="5_nakki-lake" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/5_nakki-lake-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Nakki lake</p></div>
<p>Zum anderen war unser Trekkingprogramm wirklich atemberaubend und spannend. 3 Tage lang wanderten und kletterten wir die Berge hoch und runter, wir genossen den Ausblick auf den “Nakki-Lake” und erkundeten zahlreiche Höhlen. Eine Auswahl der besten Fotos und Videos ist angehängt.</p>
<p>Mittlerweile bin ich aber wieder zurück in Ahmedabad. Die letzten Tage hier werden wohl etwas hektisch werden; es geht darum, letzte Einkäufe zu machen, zu entscheiden, was man mit nach Deutschland bringen möchte.</p>
<p><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/1.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-3970" title="1" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/1-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Darüber hinaus arbeite ich noch eine Liste mit Orten ab, die ich vor meiner Abreise noch besichtigen möchte. Auch ist wohl nun langsam die Zeit gekommen, sich von seinen indischen Freunden zu verabschieden, was den meisten Austauschschülern sicherlich schwer fallen.</p>
<p><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/3_felsen1.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3972" title="3_felsen" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/3_felsen1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Am 10. Mai werden wir Ahmedabad verlassen und mit dem Zug nach Mumbai fahren, um am “AFS End Orientation Camp” teilzunehmen. Schließlich werden wir am 14. Mai den Rückflug nach Deutschland antreten.</p>
<div id="attachment_3973" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/4_mit-meinem-lehrer.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-3973" title="4_mit-meinem-lehrer" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/05/4_mit-meinem-lehrer-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">...mit meinem Lehrer</p></div>
<p>Ich habe dabei wirklich gemischte Gefühle: Auf der einen Seite freue ich mich, nach so langer Zeit meine Familie und Freunde wiederzusehen. Auf der anderen Seite aber ist Indien bereits mein Zuhause geworden, deshalb wird mir der Abschied auch schwer fallen.</p>
<p>Liebe Grüße aus Indien sendet</p>
<h2>Simon Bolz</h2>
<p>P.S. Ich werde mich dann noch einmal mit einem letzten Bericht aus Deutschland melden!</p>
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		<title>Hannah, 23.4.2012</title>
		<link>http://www.botschafter-mrn.de/hannah-23-4-2012</link>
		<comments>http://www.botschafter-mrn.de/hannah-23-4-2012#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 11:48:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>limbacherp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hannah Metz]]></category>

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		<description><![CDATA[Hallo ihr Lieben, mit ein bisschen Verspätung kommt nun mein 8. Bericht über meine Reise zu den Galapagos Inseln. Galapagos ist eine Inselgruppe im pazifischen Ozean, bestehend aus 14 größeren Inseln, jedoch nur fünf davon sind besiedelt (Santa Cruz, San &#8230; <a href="http://www.botschafter-mrn.de/hannah-23-4-2012">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Hallo ihr Lieben,</h1>
<p>mit ein bisschen Verspätung kommt nun mein 8. Bericht über meine Reise zu den Galapagos Inseln.</p>
<p>Galapagos ist eine Inselgruppe im pazifischen Ozean, bestehend aus 14 größeren Inseln, jedoch nur fünf davon sind besiedelt (Santa Cruz, San Cristobal, Baltra, Isabela und Floreana). Es leben rund 30.000 Einwohner dort, da Galapagos jedoch zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört und unter strengem Naturschutz steht, soll Ansiedlung und Tourismus künftig eingeschränkt werden.</p>
<div id="attachment_3954" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/9_George-die-bekannteste-und-vom-Aussterben-bedrohte-Riesenschildkröte.jpg"><img class="size-medium wp-image-3954" title="9_George, die bekannteste und vom Aussterben bedrohte Riesenschildkröte" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/9_George-die-bekannteste-und-vom-Aussterben-bedrohte-Riesenschildkröte-300x189.jpg" alt="" width="300" height="189" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Lonesome George&quot;, die bekannteste und vom Aussterben bedrohte Riesenschildkröte</p></div>
<p>Den Namen Galapagos besitzen die Inseln, aufgrund der dort vorkommenden Riesenschildkröten (Chelonoidis nigra). Sie gehören zu der Gattung der Chelonoidis, die aus rund 15 Unterarten besteht, wovon jedoch vier ausgestorben sind. Die bekannteste Schildkröte in Galapagos ist „Lonesome George“. Schildkröten können während ihres langen, langsamen Lebens ein Gewicht von rund 400 kg und ein Alter von mehr als 170 Jahren erreichen. George ist zwar weder die größte noch die älteste Schildkröte, aber er ist die letzte bekannte Riesenschildkröte der Unterart Geochelone nigra abingdoni. Seit vielen Jahren sind Forscher auf der Suche nach Artverwandten, um das Aussterben dieser Unterart zu verhindern.</p>
<p>Bei einer Führung wurde uns erzählt, dass damals die ersten Kolonisten Schweine, Katzen, Esel, Ziegen, Rinder und Hunde auf die Inseln brachten. Zusätzlich kamen Ratten, Ameisen und andere Ungeziefer mit den Frachtschiffen hinzu. Einige einheimische Tiere flüchteten daraufhin und wurden wild. All diesen eingeführten Tieren fallen die Jungtiere der Schildkröten zum Opfer. Dazu kommt, dass die eingeführten Pflanzen die einheimischen Arten verdrängen und somit ihre Nahrungsgrundlage zerstören.</p>
<div id="attachment_3955" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/3_auf-der-Wanderung-zu-den-Vulkankratern.jpg"><img class="size-medium wp-image-3955" title="3_auf der Wanderung zu den Vulkankratern" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/3_auf-der-Wanderung-zu-den-Vulkankratern-300x208.jpg" alt="" width="300" height="208" /></a><p class="wp-caption-text">Auf der Wanderung zu den Vulkankratern</p></div>
<p>Auch durch Lebensmittellieferungen gelangen Parasiten und Krankheitskeime auf die Inseln und bedrohen die einzigartigen Pflanzen- und Tierarten in Galapagos. Seit 1958 wurden die Inseln, die vulkanischen Ursprungs sind, als „Nationalpark Galapagos“ bezeichnet. Es herrschen strenge Kofferkontrollen, um die Inseln zu schützen. Ebenso wie bei der Einreise wird auch bei der Ausreise stark darauf geachtet, dass niemand etwas aus Galapagos hinausschmuggelt wie zum Beispiel Korallen.</p>
<p><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/5_Boote.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-3956" title="5_Boote" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/5_Boote-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" /></a>Auf der Insel Isabela besuchten wir ein Freilandlabor (Charles-Darwin-Forschungszentrum), das zur Beobachtung der Evolution gegründet wurde.Die Aufgabe dieses Forschungszentrums besteht darin, den Neugeborenen eine sichere Umgebung mit ausreichend Nahrung zu geben, bis ihr Panzer hart genug ist, um sich in der freien Wildnis vor den eingeführten Raubtieren zu schützen, und die Einführung anderer Tiere zu kontrollieren. Ohne dieses Forschungszentrum könnten die Schildkröten nicht überleben, da sie erst nach ca. einem Jahr eine harte Schale besitzen.</p>
<div id="attachment_3957" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/4_Boots-Anlegestelle.jpg"><img class="size-medium wp-image-3957" title="4_Boots-Anlegestelle" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/4_Boots-Anlegestelle-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" /></a><p class="wp-caption-text">Boots-Anlegestelle</p></div>
<p>Charles Darwin, einer der bedeutendsten Naturforscher, bemerkte im 19. Jahrhundert, dass die Panzer der Schildkröten je nach Insel verschieden waren, dass also die Tiere je nach Insel unterschiedliches Aussehen besitzen. Je nachdem, ob das Tier in einem Ambiente mit vielen Bäumen aufwächst oder umgeben von Büschen, verformt sich der Körper. Die Schildkröten, die sich ständig strecken müssen, um an die Blätter der Bäume zu gelangen, besitzen einen langen Hals und ausgestreckte Beine. Die Schildkröten, die jedoch umgeben von Büschen aufwachsen, haben keinen sichtbaren Hals und auch die Beine sind eher krumm und nach unten gewachsen.</p>
<p>Typische Merkmale sind zum Beispiel, dass Männchen immer größer als Weibchen sind, die Männchen eine konkave Unterseite des Panzers besitzen, was die Paarung vereinfacht. Schwangere Schildkröten suchen trockene, heiße Orte aus, um ein Nest zu graben, wo sie ca. 6-14 Eier positionieren, die dann von der Wärme ohne die Mutterschildkröte bebrütet werden.</p>
<div id="attachment_3958" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/7_Eine-sehr-gute-Freundin-und-ich-am-Playa-de-Amor.jpg"><img class="size-medium wp-image-3958" title="7_Eine sehr gute Freundin und ich am Playa de Amor" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/7_Eine-sehr-gute-Freundin-und-ich-am-Playa-de-Amor-300x190.jpg" alt="" width="300" height="190" /></a><p class="wp-caption-text">Eine sehr gute Freundin und ich am Playa de Amor</p></div>
<p>Nach 160 Tagen beginnen die Neugeborenen sich aus der verhärteten Erde zu graben, bis sie nach rund 30 Tagen die Oberfläche erreichen. Je mehr Neugeborene aus dem Ei schlüpfen, desto einfacher ist es, sich später aus dem Loch zu graben. Verlassen die Neugeborenen das Nest, ist es fast unmöglich zu überleben. Deshalb werden die unausgebrüteten Eier in die Forschungsstation gebracht und in vorbereitete Nester in einem geschützten Gelände gebracht, wo sie dann weiter reifen können. Je nach Temperatur wird das Geschlecht der Schildkröte beeinflusst: Bei 28°C entstehen Männchen; es wird aber bevorzugt, die Eier bei 29.5°C zu brüten, denn da gibt es Weibchen.</p>
<div id="attachment_3959" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/6_ein-Leguan-Iguana.jpg"><img class="size-medium wp-image-3959" title="6_ein Leguan (Iguana)" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/6_ein-Leguan-Iguana-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" /></a><p class="wp-caption-text">Leguan (Iguana)</p></div>
<p>Die Galapagos-Inseln besitzen einen großen Artenreichtum; rund 40 Prozent der Arten gibt es nur auf Galapagos. Säugetiere, wie See-Löwen sind dort sogar vor dem Hotel zu finden, dazu kommen eine große Vielfalt an Vögeln (wie z.B. Pinguine, Möwen und Bussarde), Reptilien (Schildkröten, Echsen, Landleguane etc.) und wirbellose Tiere (Skorpione, Schnecken, Krabben, Ameisen und Käfer).</p>
<div id="attachment_3960" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/8_einheimische-Meeresechse.jpg"><img class="size-medium wp-image-3960" title="8_einheimische Meeresechse" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/8_einheimische-Meeresechse-300x183.jpg" alt="" width="300" height="183" /></a><p class="wp-caption-text">Einheimische Meeresechse</p></div>
<p>Galapagos wird auch als eine weitere Provinz Ecuadors bezeichnet (Provinz Galapagos) und besitzt die geringste Kriminalität aller Provinzen. Hier wird der Tourist nicht ausgebeutet, sondern beschützt und sehr gut behandelt, um den Tourismus und die damit verbundenen Einnahmen zu bewahren. Natürlich war diese Reise nicht gerade billig, aber sie war definitiv jeden Cent wert.</p>
<div id="attachment_3961" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/1_AFS-Austauschschüler-aus-aller-Welt.jpg"><img class="size-medium wp-image-3961" title="1_AFS-Austauschschüler aus aller Welt" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/1_AFS-Austauschschüler-aus-aller-Welt-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" /></a><p class="wp-caption-text">AFS-Austauschschüler aus aller Welt</p></div>
<p>Steigt man aus dem Flugzeug aus, dann wird man erstmal von einer Hitzewelle erschlagen und ein angenehmer Geruch von Salz und Fisch steigt einem in die Nase. In den fünf Tagen, die ich dort zusammen mit den anderen Austauschschülern verbracht habe, konnten wir leider nur zwei Inseln (Isabela und Santa Cruz) besuchen.</p>
<div id="attachment_3962" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/2_Alles-sind-gespannt-aufs-Schnorcheln.jpg"><img class="size-medium wp-image-3962" title="2_Alles sind gespannt auf's Schnorcheln" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/2_Alles-sind-gespannt-aufs-Schnorcheln-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Alle sind gespannt aufs Schnorcheln</p></div>
<p>Die Zeit verging rasend schnell, da unsere Tage mit vielen Aktivitäten, wie Wanderungen zu Vulkanen, Schildkrötenbesichtigungen, Bootstouren und Schnorcheln gefüllt waren. Wir haben unglaublich schöne, weiße Sandstrände mit klarem, türkisfarbenem Wasser besucht und ich bin jetzt immer noch überwältigt von diesem Naturparadies.</p>
<p>In diesem Sinne werde ich die 55 Tage, die mir von meinem ecuadorianischen Leben jetzt noch bleiben, genießen, und euch davon berichten.</p>
<h2>Eure braungebrannte Hannah <img src='http://www.botschafter-mrn.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </h2>
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		<title>Simon, 17.4.2012</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 14:58:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>limbacherp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Simon Bolz]]></category>

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		<description><![CDATA[An die Metropolregion Rhein-Neckar! Nun habe ich mich ja recht lange nicht mehr gemeldet, daher habe ich jetzt umso mehr zu erzählen! Am 7. und 8. März fand in Indien das Festi “Holi”statt. Holi ist das Fest der Farben. Dabei &#8230; <a href="http://www.botschafter-mrn.de/simon-17-4-2012">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>An die Metropolregion Rhein-Neckar!</h1>
<p>Nun habe ich mich ja recht lange nicht mehr gemeldet, daher habe ich jetzt umso mehr zu erzählen!</p>
<div id="attachment_3943" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/2_Holi.jpg.jpg"><img class="size-medium wp-image-3943" title="2_Holi.jpg" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/2_Holi.jpg-300x180.jpg" alt="" width="300" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Holi</p></div>
<p>Am 7. und 8. März fand in Indien das Festi “Holi”statt. Holi ist das Fest der Farben. Dabei bewirft man sich auf der Straße mit Wasser und Farben. Man trifft sich mit Freunden, um sich mit Farbe zu beschmieren! Auch von AFS gab e seine “Holi-Party”. Auf dem folgenden Foto könnt ihr sehen, wie wir dabei aussahen. Übrigens musste ich mich eine Stunde lang duschen, um die ganze Farbe einigermaßen wieder abzukriegen!</p>
<div id="attachment_3944" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/1_Elefant.jpg.jpg"><img class="size-medium wp-image-3944" title="1_Elefant.jpg" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/1_Elefant.jpg-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Elefantenritt</p></div>
<p>Nebenbei habe ich mir auch den Wunsch eines Elefantenrittes erfüllt. Für 50 Rupien (ca. 80 Cent) durfte man 10 Minuten auf einem Elefanten reiten. Nachher gab man das Geld in den Rüssel des Elefanten, der es seinem Besitzer reichte</p>
<p>Wie ich am Anfang erwähnte, gehören meine Gasteltern der Religion des Jainismus an. Das religiöse Zentrum der Jains ist der Ort Palitana, etwa 250 km westlich gelegen von Ahmedabad.</p>
<p>Am 17./18. März fuhr ich mit meinem Gastvater dort hin. Nach einer nicht gerade komfortablen aber dennoch schönen Busfahrt erreichten wir unsere Herberge in Palitana. Da Palitana überwiegend von Jains bewohnt ist, gibt es dort hunderte von Jai-Tempeln, Museen und fast ausschließlich spezielles “Jain-Essen”. Das heißt: kein Fleisch, kein Fisch, keine Eier, aber auch kein Gemüse, das unter der Erdoberfläche wächst. Kartoffeln, Karotten, Zwiebeln und Knoblauch sind daher tabu.</p>
<p>Abends besuchten wir dann ein wissenschaftliches Museum. Dabei erfuhr ich, dass die Gelehrten der Jain seine andere wissenschaftliche Auffassung vertreten. Ihnen zufolge dreht sich die Erde nicht und ist auch nicht rund. Zudem wird behauptet, dass die Sonne um die Erde kreist und dass die Mondmission der Amerikaner von 1969 gefälscht war. Man kann davon ja halten, was man will: falls sich dennoch jemand darüber genauer informieren will, dann empfehle ich diese Website:</p>
<p><a href="http://www.jainworld.com/science/scienceandhellheaven1.asp" target="_blank">http://www.jainworld.com/science/scienceandhellheaven1.asp</a></p>
<div id="attachment_3945" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/3_Palitana1.jpg.jpg"><img class="size-medium wp-image-3945" title="3_Palitana1.jpg" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/3_Palitana1.jpg-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Palitana</p></div>
<p>Am nächsten Morgen standen wir dann früh auf, um, wie zahlreiche andere Besucher, die ca. 6000 Stufen des Berges Palitana hinauf zu wandern. Man braucht etwa 2-3 Stunden, um oben anzukommen, viele Gläubige laufen dabei barfuß. Auf dem Weg dorthin gibt es nichts zu essen und nur ein Minimum zu trinken, was spirituelle Gründe hat. Oben auf dem Berg befinden sich zahllose wunderschöne Tempel. Es ist jedem Besucher gestattet, die Tempel zu betreten. Will man jedoch sehr nahe an die Gottesfiguren herantreten, muss man sich ein spezielles Gebetsgewand anziehen, was mein Gastvater auch gemacht hat.</p>
<div id="attachment_3946" class="wp-caption alignleft" style="width: 252px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/4_Palitana-Tempel-Wikipedia.jpg.jpg"><img class="size-medium wp-image-3946" title="4_Palitana Tempel Wikipedia.jpg" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/4_Palitana-Tempel-Wikipedia.jpg-242x300.jpg" alt="" width="242" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Palitana-Tempel aus der Luft (Wiki)</p></div>
<p>Gegen ein Uhr mittags haben wir den Gipfel wieder verlassen und sind den Abstieg angetreten. Dies war jedoch aufgrund einer Temperatur von 40 C nicht gerade angenehm. Auch erinnerten die Stufen auf einmal mehr an Herdplatten, weshalb mein Gastvater, der barfuß lief, den Berg hinunterrennen musste</p>
<p>Am Abend fuhren wir dann wieder mit dem Bus zurück nach Ahmedabad. Eine unvergessliche Reise war es allemal!</p>
<p>Vom 5. April bis zum 16. April hatte ich meine Abschlussprüfungen, weshalb ich während dieser Zeit viel lernen musste. Nun ist es aber vorbei und ich habe viel Zeit, etwas zu unternehmen.</p>
<p>In Ahmedabad hat nun der Sommer angefangen, dass heißt die Temperatur schwankt von 25° C (frueher Morgen) zu 45° C (nachmittags). In dieser Zeit schlafen viele Leute (so auch ich und meine Gasteltern) auf der Dachterrasse ihrer Häuser, da man da aufgrund des Windes besser schlafen kann. Dieser natürliche Schlaf tut mir jedenfalls ganz gut</p>
<h2>Liebe Grüße aus Indien sendet</h2>
<h2>Simon Bolz</h2>
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		<title>Sophie, 16.4.2012</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 11:45:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>limbacherp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sophie Schmoetten]]></category>

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		<description><![CDATA[Jetzt bin ich 9 Monate hier in Malaysia, eine ziemlich lange Zeit! Ich verstehe mittlerweile auch, warum bei der Austauschorganisation AFS Malaysia eines der wenigen Länder ist, in dem man tatsächlich volle 12 Monate verbringt. Es ist nicht nur die &#8230; <a href="http://www.botschafter-mrn.de/sophie-16-4-2012">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Jetzt bin ich 9 Monate hier in Malaysia, eine ziemlich lange Zeit!</h2>
<p>Ich verstehe mittlerweile auch, warum bei der Austauschorganisation AFS Malaysia eines der wenigen Länder ist, in dem man tatsächlich volle 12 Monate verbringt. Es ist nicht nur die Wohnsituation, die Sprache, die neue Familie, ein anderes Klima und eine andere Kultur, in die man sich als Europäer einfinden muss; nein, es gibt so komplett verschiedene Kulturen, vollkommen andere Religionen, differenzierte Lebensstile und oftmals wirklich – in unseren europäischen Augen &#8211; veraltete Meinungen und Erziehungsmaßnahmen in den ländlichen Bundesstaaten neben dem hochmodernen Kuala Lumpur. All das zusammen bringt ein  Malaysia, das genauso wunderschön wie kompliziert ist!</p>
<p><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/sophie_schmoetten_flagge_01.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-3934" title="sophie_schmoetten_flagge_01" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/sophie_schmoetten_flagge_01-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a>Ich habe hier schon so unglaublich viele Probleme gelöst und es treten auch immer wieder neue auf!  Es gibt hier so riesige Unterschiede im Land. Ist man in Kuala Lumpur (KL), habe ich immer das Gefühl, es unterscheidet sich nicht so sehr von Europa. Am besten kann ich es an einem Beispiel erläutern, was ich sagen will: Die Regierung von Malaysia strebt Ziele für die verschiedenen Bundesländer in Malaysia an. Die Mission von KL besteht darin, KL noch moderner, westlicher und noch touristischer zu machen; die Mission von Perlis (das ist der Bundesstaat, in dem ich lebe) ist fließendes Wasser und einen Stromanschluss für jedes Haus. Das erklärt, finde ich ganz gut, mit welchen unterschiedlichen Lebensstilen Austauschschüler hier konfrontiert werden.</p>
<p>Besonders nachhaltig beeindruckend ist für mich immer wieder das Autofahren in Malaysia! Es wird sehr viel mit dem Auto gefahren. Da es aber keine Autobahnen gibt, sondern nur Landstraßen – und die meistens um einiges schlechter sind als in Deutschland – muss man deutlich mehr Fahrzeit einplanen. Ich habe mich inzwischen total an das Autofahren gewöhnt und wundere mich nicht mehr, wenn meine Gastfamilie mir um 21 Uhr unter der Woche sagt, dass wir jetzt nach Alor Setar, einer größeren Stadt, aufbrechen. Das bedeutet ca. 1-2 Stunden Fahrzeit, je nachdem wie viele Autos auf den Straßen unterwegs sind und wie schnell mein Vater dementsprechend fahren kann.</p>
<p>Der allgemein übliche Fahrstil in Malaysia war für mich sehr gewöhnungsbedürftig und hat mich schon viele Nerven gekostet <img src='http://www.botschafter-mrn.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  : Meistens gibt es in den ländlichen Regionen eine Fahrspur in jede Richtung, die nur durch eine Mittellinie getrennt sind. In Deutschland ist das ja auch kein Problem, aber hier verspüren die Menschen plötzlich so einen enormen Zeitdruck, wenn sie Auto fahren! Dass heißt: Man fährt immer kurz nach rechts (hier ist Linksverkehr) um zu schauen, ob ein Auto  entgegenkommt und dann wird mit 100 km/h auf der huckeligen Landstraße überholt. Alles andere als lustig, wenn ein anderes Auto genauso schnell entgegenkommt. Bisher konnten wir dann gerade wieder auf unsere Straßenseite fahren und wirklich Sekunden später rauscht das andere Auto vorbei. Das ist so unglaublich gefährlich, aber die Malaysier bemerken oder verdrängen das einfach! Und dazu schnallen sich die Menschen nicht einmal an, da man sich Dank der gültigen Verkehrsregeln nur vorne anschnallen muss. Auf den Rücksitzen besteht keine Anschnallpflicht, dementsprechend hat auch nicht jedes Auto hinten Anschnallgurte.</p>
<p>In meiner ersten Familie hatte ich einmal eine sehr beeindruckende Autofahrt: Damals waren wir im schüttenden Regen – hier passt das Sprichwort: „Wie aus Eimern“ &#8211; und auf unbeleuchteten Straßen unterwegs, man konnte die Straße zehn Meter vor dem Auto nicht mehr sehen. Der Fahrer fuhr munter 100 km/h, genau wie oben beschrieben noch andere Autos überholend (obwohl ich einfach gar nichts sehen konnte), schließlich dann auch von der Straße abkam und wir durchs Unterholz bretterten, alle nicht angeschnallt, meine Geschwister finden das lustig, mein Vater raucht dabei noch und ich klammere mich nur irgendwo fest!</p>
<p>Tatsächlich gehört Malaysia weltweit zu den Ländern mit den meisten Verkehrsunfallopfern, meine beiden Familien hatten schon jeweils zwei Autounfälle, bei denen es Schwerverletzte gab. In der Schule werden auch Präventionsmaßnahmen in Bezug auf Verkehrsunfälle durchgeführt, jedoch merke ich dann wieder, wie &#8216;anders&#8217; hier die Kinder dazu eingestellt sind ! Uns werden also in der Schule nicht gerade harmlose Filme mit Autounfällen und Verkehrsunfallopfern gezeigt und natürlich den unschuldig Beteiligten, die dabei auch oft getötet werden. Die ganzen Jungen meiner Schule jubeln und schreien je größer der &#8216;Autocrash&#8217; ist, die Mädchen interessieren sich gar nicht dafür und ich sitze da und habe das Gefühl, mich übergeben zu müssen. In solchen Situationen merke ich immer wieder, dass es in einem so unterschiedlichen Land wie Malaysia nicht nur die Lebensumstände sind, sondern auch die Lebenseinstellung ist, die verhindert, dass ich sagen kann, ich fühle mich malaysisch.</p>
<p>Hier gibt es auch immer neue Herausforderungen, ich dachte am Anfang meines Austauschjahres, dass Missverständnisse und kulturelle Unterschiede besonders in den ersten Monaten schwierig werden könnten. Jedoch: Je mehr ich von „Eins-Malaysia“, der Kultur und den Menschen verstehe, desto mehr Fragen tauchen auf. Meinungen (ich zitiere jemanden: „Wer dann noch so dumm ist und sich in jemanden desselben Geschlechts verliebt, sollte getötet werden oder die Liebe unterdrücken und von sich aus oder von den Eltern aus &#8216;normal&#8217; verheiratet werden.“), die ich so stehen lassen muss, weil Respektspersonen immer die richtige Meinung haben. In solchen Situationen fühlt man sich dann hilflos und fast &#8216;unterdrückt&#8217;, weil die Menschen gar kein Interesse an deiner Meinung haben und dich einfach ignorieren.</p>
<p>Die gesamte Erziehung hat hier einen ganz anderen Anspruch: Während in Deutschland Wert auf Individualität und eine eigene Meinung gelegt wird, wird hier den Kindern von Anfang an Respekt vor älteren Personen und Ehrgeiz zum &#8216;study hard&#8217; beigebracht. Dass schließt dann auch ein, dass vielen Kindern in der Abschlussklasse alles außer Schule und Nachhilfe verboten wird. Und das auch in den modernen Familien in Kuala Lumpur. Wo meine Eltern in Deutschland nach 3 Stunden konzentrierten Lernens zu mir sagen würden, dass ich jetzt raus gehen soll, mich entspannen oder mal an etwas anderes denken soll, wird hier den Kindern alles andere weggenommen, um sie zum Lernen zu zwingen. Dass man nicht den ganzen Tag lernen kann, wollen die Eltern gar nicht wahrhaben &#8230; Hier werden die Kinder erzogen, ohne ihnen selbstständiges Denken und den Weg zu einer eigenen Meinung aufzuzeigen. Frage ich zum Beispiel meine Geschwister (sie sind alle über 20 Jahre alt), ob wir etwas unternehmen wollen, müssen sie zuerst meinen Vater um Erlaubnis fragen, obwohl sie alle ein eigenes Auto haben. Sobald mein Vater ins Wohnzimmer kommt, wird für ihn Platz auf dem besten Sofa gemacht, wir &#8216;Kinder&#8217; springen auf, um ihm einen Café oder etwas zum Essen zu bringen. Man sieht hier eindeutig: Der Mann/Vater ist der Chef und das will er auch ganz klar gezeigt bekommen.</p>
<div id="attachment_3919" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/Bild1-Bangkok-Stau.jpg"><img class="size-medium wp-image-3919" title="Bild1-Bangkok-Stau" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/Bild1-Bangkok-Stau-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Bangkok und Stau</p></div>
<p>Dank AFS dürfen wir Austauschschüler im zweiten Halbjahr viel reisen, was im März mit Bangkok begann. Wir sind dort mit unserem Chapter hingefahren, was sich ja anbietet, da Perlis direkt an Thailand grenzt. Jedoch sind wir nicht, wie viele Leute bei der Entfernung vielleicht annehmen würden, geflogen, sondern alle zusammen in einem Kleinbus 18 Stunden quer durch Thailand gefahren <img src='http://www.botschafter-mrn.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Uns hat das alle nicht gestört, da wir so Geld sparen konnten und lange Busfahrten immer lustig sind!</p>
<p><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/Bild2-Bangkok-Stromkabel.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-3920" title="Bild2-Bangkok-Stromkabel" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/Bild2-Bangkok-Stromkabel-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Also wurde laut Musik angemacht, die einzige englische CD drei Mal gehört und dann geschlafen <img src='http://www.botschafter-mrn.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> . Jedoch waren die Straßen &#8211; wie oben beschrieben &#8211; nicht die besten, weshalb dann irgendwann zwei  Leute auf dem Boden geschlafen haben, die anderen haben sich alle kreuz- und quergelegt, damit jeder etwas mehr Platz hatte.</p>
<div id="attachment_3921" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/Bild3-Bangkok-Tuk-Tuk.jpg"><img class="size-medium wp-image-3921" title="Bild3-Bangkok Tuk-Tuk" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/Bild3-Bangkok-Tuk-Tuk-300x235.jpg" alt="" width="300" height="235" /></a><p class="wp-caption-text">Tuk-Tuk</p></div>
<p>In Bangkok kamen wir dann in den Morgenstunden an und das Erste, was mir aufgefallen ist, waren Massen an Autos und der Dauerstau! Ganz Bangkok besteht aus Stau, der auch nie aufhört, egal ob mitten in der Nacht oder am helllichten Tag &#8211; Stau ist immer da.</p>
<div id="attachment_3922" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/Bild5-Bangkok-Essen.jpg"><img class="size-medium wp-image-3922" title="Bild5-Bangkok-Essen" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/Bild5-Bangkok-Essen-300x203.jpg" alt="" width="300" height="203" /></a><p class="wp-caption-text">Steamboat essen</p></div>
<p>Nach 18 Stunden Busfahrt heißt es für uns alle erst mal duschen, aber nein: Natürlich zuerst essen! Anschließend sind wir auf einen riesigen Markt gefahren, der aus tausenden kleinen Ständen besteht, in denen man alles kaufen kann und wir nicht einmal alles anschauen konnten, da er einfach zu groß war!</p>
<div id="attachment_3923" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/Bild4-Bangkok-Polizist.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-3923" title="Bild4-Bangkok-Polizist" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/Bild4-Bangkok-Polizist-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Bangkok-Polizist</p></div>
<p>Danach haben wir im Hotel eingecheckt. Das Hotel lag sehr zentral, was wirklich toll war, sodass wir den Nachmittag mit Besichtigungen, Shoppen, Schauen und Staunen verbracht haben: Pinkfarbene Taxis, einen 7-Eleven (eine Art Drogeriemarkt!) an jeder Ecke, Stromkabel überall, und zwar nicht nur ein paar, sondern schon mal 20-30 Kabel auf einmal.</p>
<div id="attachment_3924" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/Bild6-Bangkok-Garküche.jpg"><img class="size-medium wp-image-3924" title="Bild6-Bangkok-Garküche" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/Bild6-Bangkok-Garküche-300x236.jpg" alt="" width="300" height="236" /></a><p class="wp-caption-text">Garküche auf der Straße</p></div>
<p>Natürlich Tuk-Tuks, die kleinen Taxis, ganz viel Dreck, verstümmelte Bettler, viele Menschen mit Atemmasken vor dem Gesicht wegen den Autoabgasen und Verschmutzungen, unzählige Stände, die verschiedenstes Essen anbieten, mitten im Gedränge kleine Tempel und überall dazwischen Autos, Autos, Autos &#8230;. Insgesamt: Wie ich mir eine asiatische Großstadt vorgestellt habe <img src='http://www.botschafter-mrn.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<div id="attachment_3925" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/Bild7-Bangkok-Tempel.jpg"><img class="size-medium wp-image-3925" title="Bild7-Bangkok-Tempel" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/Bild7-Bangkok-Tempel-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Bangkok-Tempel</p></div>
<p>Am nächsten Tag haben wir dann einen der berühmtesten und größten buddhistischen Tempel in Bangkok besichtigt, den „Grand Palace“ (offizielle Residenz der Könige von Siam (heutiges Thailand)). Er ist imposant und riesig, unglaublich schön, voller glitzernder Statuen und mit vielen verschiedenen Gebäuden, voller Mythen und Geschichten, der schönste Tempel, den ich bisher gesehen habe! <img src='http://www.botschafter-mrn.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  Hier ein paar Bilder davon:</p>
<p><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/Bild9-Bangkok-Tempel.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-3926" title="Bild9-Bangkok-Tempel" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/Bild9-Bangkok-Tempel-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Bangkok kann ich wirklich nur empfehlen, die Stadt ist unglaublich! Ich kann das gar nicht in Worte fassen, wie viel ich in diesen 2 Tagen gesehen und erlebt habe! Ich hoffe die Bilder geben einen Eindruck davon ! <img src='http://www.botschafter-mrn.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<div id="attachment_3928" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/Bild10-Bangkok-Tempel1.jpg"><img class="size-medium wp-image-3928" title="Bild10-Bangkok-Tempel" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/Bild10-Bangkok-Tempel1-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Bangkok-TempelBangkok-Tempel</p></div>
<p>Eine Woche später hatten wir Austauschschüler unseren Shortterm-Exchange, dass heißt wir bekamen von AFS die Möglichkeit für zwei Wochen in einen anderen Teil von Malaysia zu gehen und dort Land und Leute kennenzulernen. Eigentlich wollten alle AFS&#8217;ler nach Borneo, also in die Bundesstaaten Sabah oder Sarawak, im östlichen Teil von Malaysia. Ich war eine der ca. 30 Glücklichen, die nach Borneo reisen durften und schließlich bin ich mit 17 anderen in das Bundesland Sabah geflogen, genauer Sandakan, der drittgrößten Stadt von Sabah mit ca. 158.000 Einwohnern.</p>
<p><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/Bild11-Bangkok-Tempel.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-3929" title="Bild11-Bangkok-Tempel" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/Bild11-Bangkok-Tempel-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a>Sandakan liegt ganz im Osten von Sabah, Sabah ist nach Sarawak das zweitgrößte Bundesland von Malaysia. Vom Flugzeug aus betrachtet besteht Sabah fast nur aus Dschungel, vereinzelten kleinen Dörfern oder Höfen und sonst nur Wald. Allerdings wurde in den letzten Jahrzehnten trotz Umweltschutzaktionen ein Großteil des natürlichen Waldes wegen des Tropenholzes abgeholzt und durch den Anbau von Ölpalm-Plantagen zur Gewinnung von Palmöl ersetzt.</p>
<p><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/Bild12-Bangkok-Tempel.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-3930" title="Bild12-Bangkok-Tempel" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/Bild12-Bangkok-Tempel-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>In Sabah gibt es noch viele andere ethnische Gruppen (insgesamt ca. 30), wie zum Beispiel die Kadazan und Iban. Diese beiden Gruppen und viele andere werden auch als Ureinwohner Borneos bezeichnet. Ich empfand Sabah als ganz anders als Westmalaysia, die Menschen sind offener, westlicher, die verschiedenen Religionen und Kulturen sind viel gemixter und alle zusammen verstehen sich viel besser. In Sabah lebt &#8211; verglichen mit den Bundesstaaten auf der malayischen Halbinsel – neben der islamischen und chinesischen Bevölkerung ein großer Anteil mit christlichem Glauben. Sabah ist eher so, wie ich mir Malaysia vorgestellt habe – so wie Malaysia nach außen hin dargestellt wird.</p>
<div id="attachment_3931" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/Bild13-Sabah.jpg"><img class="size-medium wp-image-3931" title="Bild13-Sabah" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/Bild13-Sabah-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Orang Utan</p></div>
<p>Orang Utans Und unser Programm war spitze! Das meiste hatte natürlich mit Urwald und Tieren zu tun. So durften wir in einem Naturschutzzentrum Orang Utans anschauen und in freier Wildbahn beobachten. Diese wunderschönen Tiere kamen freiwillig &#8211; nur mit Essen angelockt. Das heißt wir waren drei Meter von ihnen entfernt, total toll! Orang Utans kamen ursprünglich auch aus Borneo, Orang Utan heißt übersetzt Waldmensch, ich finde den Namen richtig passend!</p>
<div id="attachment_3932" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/Bild14-Sabah-Boot.jpg"><img class="size-medium wp-image-3932" title="Bild14-Sabah-Boot" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/Bild14-Sabah-Boot-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">River Cruise</p></div>
<p>Außerdem waren wir auf einem Fluss Boot fahren – natürlich mit Führer, an beiden Ufern dichter Urwald &#8211; und konnten deshalb die verschiedenen Tiere vom Boot aus beobachten, wie zum Beispiel Schlangen, einen kleinen Leguan, riesige Wildschweine, Affen und einige andere Tiere.</p>
<p>Und das eindeutig beste Erlebnis war ein Trip zu Turtle Island, einer Schildkröten-Aufzuchtstation und ganz tollen Stränden. Da wir nicht so viel bezahlen wollten, sind wir mit kleinen Fischerbooten ca. eine Stunde über das offene Meer gefahren <img src='http://www.botschafter-mrn.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Dort angekommen durften wir den ganzen Tag schnorcheln, was total cool war, da Korallen, Muscheln, unzählige Fische und Schnecken nur ein bis zwei  Meter unter uns waren, wir haben sogar einen Rochen gesehen ! <img src='http://www.botschafter-mrn.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<div id="attachment_3939" class="wp-caption alignright" style="width: 299px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/Bild15-Sabah-Turtle-Island.jpg"><img class="size-medium wp-image-3939" title="Bild15-Sabah-Turtle Island" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/Bild15-Sabah-Turtle-Island-289x300.jpg" alt="" width="289" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Turtle Island</p></div>
<p>Dann bin ich auch noch mit meiner dortigen Familie zwei  Tage nach Kota Kinabalu (KK) gefahren, der Hauptstadt von Sabah. KK erinnert mich ein  bisschen an einen Mix zwischen KL und Bangkok, nur natürlich viel kleiner (ca. 450.000 Einwohner). Dort war ich mit meiner Familie in  einem traditionellen Dorf (&#8216;Cultural Village&#8217;) der Kadazan , einer Ureinwohnergruppe von Sabah. Kadazan waren früher u.a. Kopfjäger, es gibt immer noch bis zu 300 Jahre alte Schädel dort zu sehen. Sie griffen allerdings nicht andere Menschen an, wie ich mir als Kind vorgestellt habe, sondern verteidigten nur ihr Dorf gegen Eindringlinge.  Die Kadazan stellten die Schädel im Dorf zur Schau, um zu beweisen, wie stark sie sind, um Respekt zu bekommen und auch um Frauen zu imponieren und um sie zu werben.</p>
<p>Insgesamt hat mir und allen anderen aus der Gruppe Sabah total gut gefallen, alle haben sich sehr wohl gefühlt und zurück am Flughafen wurden beim Abschied viele Tränen vergossen <img src='http://www.botschafter-mrn.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<h1>Aus Malaysia grüßt ganz herzlich</h1>
<h1>Sophie!</h1>
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		<title>Laura, 11.4.2012</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Apr 2012 15:10:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>limbacherp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Laura Vollmer]]></category>

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		<description><![CDATA[Do you hear the people sing? Singing a song of angry men? It is the music of a people, who will not be slaves again! When the beating of your heart, echoes the beating of the drums; there is a &#8230; <a href="http://www.botschafter-mrn.de/laura-11-4-2012">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Do you hear the people sing? Singing a song of angry men? It is the music of a people, who will not be slaves again! When the beating of your heart, echoes the beating of the drums; there is a life about to start, when tomorrow comes!</p></blockquote>
<h1>Bonjour, liebe MRN!</h1>
<p>Ein Teil von mir befindet sich immer noch im Frankreich des 19.Jahrhunderts, denn dort habe ich quasi den ganzen letzten Monat verbracht. Wovon ich rede? Von unserem Schulmusical „Les Misérables“! Seit meinem ersten Tag in Eid, das im verregneten Westen Norwegens liegt, hat mich das Schulmusical und die Gruppe, die dahinter steht, begleitet. Und nun, nach drei wirklich sehr erfolgreichen Shows, ist auf einmal alles vorbei. Aber ich will nicht mit dem Ende beginnen!</p>
<p>Es war mein 1. Schultag an der Eid vidaregåande skule und ich kannte absolut niemanden. Die ersten neugierigen Norweger kamen, stellten sich vor und stellten mir Fragen wie „Was machst du hier in Norwegen?“, „Wie lange bleibst du hier?“ und „Wo in Deutschland wohnst du?“, bis plötzlich Siri kam. Siri ist ein ein zierliches Mädchen mit braunen Haare, gut einen Kopf kleiner als ich. „Hei hei! Ich heiße Siri. Hast du Lust beim Schulmusical mitzumachen?“. Okay, Kopf sortieren und Durchblick bewahren. Eines lernt man als AFS-Austauschschüler sehr schnell: Wenn du gefragt wirst, ob du Lust hast bei etwas dabei zu sein&#8230;sag NIEMALS nein; auch wenn es nicht unbedingt deine Lieblingsaktivität ist. Musical war etwas total Neues für mich. Ich schrieb meinen Namen also auf eine Liste am Schwarzen Brett, auf der dick und fett „Audition“ stand. Erneut Verwirrung. Von Deutschland war ich es gewohnt, dass für Schultheaterstücke immer verzweifelt nach freiwilligen Schülern gesucht wird, und hier muss man zu einer Audition? Die Antwort ist: ja, denn meine Schule ist für die Schulmusicals sehr bekannt, und die haben eine gewisse (ziemlich gute!) Qualität – das wusste ich zu dieser Zeit noch nicht.</p>
<p>Ich lernte also innerhalb von 24 Stunden einen Monolog in trauriger und glücklicher Weise und musste diesen dann bei der Audition im Opernhaus, welches an die Schule angeschlossen ist, vor dem professionellen Regisseur und Dirigenten Michael Pavelich und der Inspizentin Gislaug vortragen. Anschließend war Singen angesagt, dann folgten die Tonleiter und schon war ich fertig. Michael war positiv und versicherte mir quasi eine Rolle. Michael kommt übrigens aus den USA und spricht deshalb 90% Englisch, und ab und an auch Norwegisch, was manchmal wirklich sehr lustig ist („This is a gjennomgang, not a rehearsal“)! Nach der Audition begann die Wartezeit. Wir trafen uns jeden Dienstag zur MDD-Stunde (Wahlfach: Music, Dance, Drama) und bereiteten uns auf das Musicalspielen vor (Schauspieltheorie, Gesangstechniken, Gebrauch der vollen Stimme, Mimik, Stimmaufwärmung, etc.).</p>
<p><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/120411_Laura-1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-3908" title="120411_Laura (1)" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/120411_Laura-1-300x168.jpg" alt="" width="300" height="168" /></a>Nach den Herbstferien stand es dann fest: Mitte März sollte, basiert auf dem gleichnamigen Romans von Victor Hugo, „Les Misérables“ aufgeführt werden; eines der weltweit dramatischsten, schwierigsten, erfolgreichsten und längstaufgeführten Musicals.<br />
Revolution, Versöhnung und natürlich Liebe sind die Hauptthemen dieses Musicals. Die Hauptfigur ist Jean Valjean, ein Strafgefangener, der während seiner Bewährungszeit flieht, sich als Bürgermeister ausgibt, und somit seine wahre Identität versteckt. Der Polizeiinspektor Javert wird darauf angesetzt, Valjean wieder zu finden. Die kranke, arme und alleinstehende Mutter wird gezwungen als Prostituierte zu arbeiten, um für ihre Tochter Cosette sorgen zu können. Nachdem Fantine stirbt, adoptiert Valjean Cosette als seine Tochter, die sich später in den jungen, revolutionären Studenten Marius Pontmercy verliebt. Eponine ist die junge Tochter des betrügerischen und gemeinen Ehepaars Thénardier und ebenfalls hoffnungslos in Marius verliebt. Gavroche, ein Straßenjunge, will unbedingt der revolutionären Studentengruppe helfen, die von Enjolras angeführt wird, der für die Freiheit der unterdrückten, dritten Klasse in Frankreich kämpfen will. Zusätzlich gab es ein Ensemble aus Prostituierten, Bettlern, Fabrikarbeitern, Studenten und anderen. Wir waren insgesamt 33 Schüler auf der Bühne.</p>
<p><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/120411_Laura-2.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-3909" title="120411_Laura (2)" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/120411_Laura-2-300x168.jpg" alt="" width="300" height="168" /></a>Wir waren die erste weiterführende Schule in Norwegen, die dieses Projekt auf Englisch ‚in Angriff nahm‘. Während wir für die Winterabschlussfeier übten, begannen wir dann die ersten großen Chor-Lieder einzusingen, denn nach den Weihnachtsferien sollten die Proben richtig beginnen, und das war ein kleiner Schock. Ab Januar bis Mitte Februar hatten wir jede Woche fünf Stunden Probe, plus ein Proben-Wochenende. Ab Ende Februar bis zur Premiere am 16.Maerz hatten wir dann jeden Tag (!) drei bis sechs Stunden Probe und ein Proben-Wochenende. Ein normaler Tag sah dann in etwa so aus: Frühstück, Schule bis etwa 14.30 Uhr, eine Stunde Hausaufgaben machen, kurz entspannen, „Abendessen“ um 16 Uhr und dann je nach dem drei bis sechs Stunden Probe, heimkommen, schlafen.</p>
<p><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/120411_Laura-4.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-3910" title="120411_Laura (4)" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/120411_Laura-4-300x194.jpg" alt="" width="300" height="194" /></a>Der ein oder andere mag jetzt vielleicht immer noch denken, dass das „ja nur ein Schulmusical war“, aber nein, das war es nicht. Wir entwickelten uns alle durch theoretischen und praktischen Gesangs-und Schauspielunterricht in dieser Zeit so sehr weiter, bekamen Kostüme vom Opernhaus, hatten Licht-, Ton-, Kostüm-, Requisiten-, Make-up-, und Orchesterproben und immer mal wieder wurde die Anzahl der verkauften Tickets gecheckt. Wir hatten drei Vorstellungen im Opernhaus mit insgesamt 1100 verkauften Karten, was etwa 2,5 ausverkaufte Shows bedeutete. Für „nur ein Schulmusical“ enorm.</p>
<p><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/120411_Laura-5.png"><img class="alignright size-medium wp-image-3911" title="120411_Laura (5)" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/120411_Laura-5-300x168.png" alt="" width="300" height="168" /></a>Am 16. März war dann Premiere-Freitag. Wir mussten morgens nicht in die Schule, um zu entspannen und ruhig zu bleiben. Um 16 Uhr trafen wir uns, halfen uns gegenseitig mit dem Make-up und zogen unsere Kostüme an. Wir meditierten alle zusammen auf dem Bühnenboden und wärmten unsere Stimmen auf. Die ersten Leute kamen in das Foyer, und dann ging es endlich los&#8230;Es ist ein unglaubliches Gefühl, wenn man die ersten Takte dieses Musicals hört. Ich kann das auch nicht in Worte fassen, aber es war einfach fantastisch.</p>
<p><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/120411_Laura-3.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-3912" title="120411_Laura (3)" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/120411_Laura-3-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>Das Publikum und die Medien waren anscheinend derselben Meinung. Wir waren zwei Stunden live im Radio, gaben Radiointerviews nach den Shows, diverse Zeitungen in Norwegen berichteten über uns („An diesem Abend haben sie alle Grenzen gesprengt“, „Ein Triumph“,&#8230;) das Publikum kam nicht nur aus unserer Fylke (Bundesland) angereist, sondern auch aus Oslo, Trondheim und Bergen, nur um uns zu sehen. Drei Vorstellungen mit Standing Ovations, eine Standing Ovation sogar nach einem Solo, zu Tränen (!) gerührtes Publikum in der Pause und nach der Show, wir bekamen Rosen überreicht, manche Zuschauer konnten das Gesehene nicht in Worte fassen, also kurz gesagt: Wir waren überragend und besser als erwartet. Natürlich haben wir Fehler gemacht, und ich mag hier wohl eine Lobrede an unsere Produktion schreiben, aber meine Gasteltern meinen, dass das völlig in Ordnung geht, da es einfach der Wahrheit entspricht.</p>
<p>Es war wirklich eines der besten Erlebnisse in meiner ganzen Norwegen-Zeit. Ich habe noch einmal in kurzer Zeit einen total neuen Freundeskreis gefunden, und auch nach den Shows wollen wir alle weiter in Kontakt bleiben. Besonders gut habe ich mich natürlich mit den Mädels in meiner Garderobe verstanden. Wir haben Kostüme in 1 Minute gewechselt, uns ermutigt, uns locker gemacht und zusammen vor Freude geweint. Dieser ganze Prozess hat uns „Musical-Gang“ eben so sehr zusammen geschweisst, dass uns das Verabschieden und Danken am letzten Tag wirklich sehr schwer gefallen ist, und entsprechend viele Tränen geflossen sind. Ich werde die ganze Gruppe, unsere Proben und die Shows wirklich sehr vermissen, doch nächstes Jahr wird es wieder ein Musical geben, und wenn ich die Erlaubnis meiner deutschen Schule bekomme, bin ich für backstage-Arbeit und Makeup engagiert, juhu! <img src='http://www.botschafter-mrn.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Da ich keine Videos online stellen darf, empfehle ich nun der ganzen MRN sich die CD zu kaufen, oder einen Kurztrip nach London zu planen, um dort live das Musical zu sehen. Es lohnt sich, die Musik ist fantastisch und die Geschichte sehr berührend und mitreißend.</p>
<p>Eure mitgerissene und momentan sehr Les Mis-leidenschaftliche</p>
<p>Laura <img src='http://www.botschafter-mrn.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Stefanie, 5.4.2012</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Apr 2012 16:06:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>limbacherp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stefanie Hentschel]]></category>

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		<description><![CDATA[Eg elsker dette landet&#8230;!!! (Ich liebe dieses Land) Wir wissen nie, wann das Abenteuer in unser Leben tritt, doch an dem Tag, an dem es so weit ist, müssen wir es greifen. Währendessen in Deutschland die ersten Blumen anfangen zu &#8230; <a href="http://www.botschafter-mrn.de/stefanie-5-4-2012">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Eg elsker dette landet&#8230;!!! (Ich liebe dieses Land)</h1>
<blockquote><p>Wir wissen nie, wann das Abenteuer in unser Leben tritt,<br />
doch an dem Tag, an dem es so weit ist, müssen wir es greifen.</p></blockquote>
<p>Währendessen in Deutschland die ersten Blumen anfangen zu blühen, schneit und schneit und schneit es hier in Norwegen.</p>
<p>Wie schon im letzten Bericht erwähnt, hatte ich Winterferien. Wir sind mit AFS nach Alta gefahren. Das war eine sehr turbulente Fahrt wegen den starken Schneestürmen. Jetzt um diese Zeit kann es sehr oft vorkommen, dass Straßen gesperrt werden müssen, weil es zu gefährlich wird zu fahren.</p>
<div id="attachment_3886" class="wp-caption alignright" style="width: 209px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/1_Eishotel-11.jpg"><img class="size-medium wp-image-3886" title="1_Eishotel (1)" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/1_Eishotel-11-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Eishotel </p></div>
<p>Oder du musst einem Schneeräumer hinterherfahren, der dir wenigstens den Weg halbwegs frei macht. An manchen Strecken ist jetzt auch große Lawinengefahr, wo du wirklich aufpassen musst. Gerade letzte Woche entstand gerade mal einige Kilometer entfernt eine riesige Lawine. Fünf Menschen starben. Die letzte Person, die gefunden wurde, war 8 Meter unter dem Schnee begraben. Da bekommt man natürlich Angst, dass man egal wo man ist, von einer Lawine erwischt wird.</p>
<p>Du bist überall von Bergen umgeben und kannst überall getroffen werden. Aber wir sind in Alta angekommen und haben uns mit den zwei anderen Austauschschülern aus Alta getroffen. Freitagsabends waren wir in einem Eishotel namens Sorrisniva. Der Name kommt daher, dass das ein Hotel aus Eis ist. Alles ist aus Eis gebaut: Die Betten, Stühle, Tische. Es gibt sogar eine Kapelle aus Eis, in der man heiraten kann. Dazu eine Heiratssuite und etliche Eisfiguren, die das Hotel verschönern.</p>
<p><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/2_Eishotel-2.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-3887" title="2_Eishotel (2)" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/2_Eishotel-2-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>Jedes Jahr wird das Hotel neu gebaut, da es im Sommer Plusgrade werden und es dann schmilzt. Daher gibt es jedes Jahr verschiedene Themen, die dann die Figuren entscheiden. Dieses Jahr war es die Altnordisch-Mythologie. Wenn sich jemand fragt, ob auch die Toilette aus Eis gebaut ist und du dann bei –7 Grad auf die Toilette musst, nein, die Toilette ist in einem normalen Gebäude gebaut! Es braucht ca. 4 bis 6 Wochen bis das Eishotel aus 250 Tonnen Eis fertig ist. Und dann kannst du da für 700 Euro pro Nacht in einem Bett mit Rentierfell schlafen </p>
<div id="attachment_3888" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/6_Kostümskiwettbewerb.jpg"><img class="size-medium wp-image-3888" title="6_Kostümskiwettbewerb" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/6_Kostümskiwettbewerb-300x263.jpg" alt="" width="300" height="263" /></a><p class="wp-caption-text">Kostümskiwettbewerb</p></div>
<p>Weiterhin war ich auf Schneemobiltouren im Gebirge, habe Rentieressen zubereitet, habe meine „Skilanglauffähigkeiten“ verbessert und war unter anderem auf einem „Kostümskiwettbewerb“. Alle waren mit Kostümen verkleidet und dann ging es auf Skiern  los.</p>
<p>Ziel war eine Hütte am Meer. Das war natürlich nur zum Spaß und als Preise bekamen wir Ostereier (Im März!). Aber es war gemütlich, die Zeit mit meiner Gastfamilie und anderen Menschen zu verbringen, natürlich mit Würstchen und Kakao J</p>
<div id="attachment_3889" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/11_Schneeskooter.jpg"><img class="size-medium wp-image-3889" title="11_Schneeskooter" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/11_Schneeskooter-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Schneeskooter</p></div>
<p>Außerdem war ich auf einem Schneeskooterwettbewerb. Ich war so erstaunt, welche Tricks man mit diesen Skootern machen kann. Die jüngsten Teilnehmer waren 14 Jahre alt und in meinen Augen lebensgefährlich. Man hat wie auf dem Motorrad keine Sicherung, nur einen Helm. Und die Teilnehmer waren einfach nur 3 Meter hoch in der Luft.</p>
<div id="attachment_3890" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/12_Skooterwettbewerb.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-3890" title="12_Skooterwettbewerb" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/12_Skooterwettbewerb-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Skooterwettbewerb</p></div>
<p>Mein Herz raste wirklich und ich war froh, als sich wirklich keiner ernsthaft verletzte. Für viele sind diese Skooter ein pures Hobby und sie investieren viel Geld für sie. Viele reisen jedes Wochenende auf einen anderen Wettbewerb, um ihr Glück zu versuchen.</p>
<div id="attachment_3892" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/3_Hundeschlittenwettbewerb-11.jpg"><img class="size-medium wp-image-3892" title="3_Hundeschlittenwettbewerb (1)" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/3_Hundeschlittenwettbewerb-11-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Hundeschlittenwettbewerb </p></div>
<p>Im März startete der Hundeschlittenwettbewerb (Finmarksløpet) in Nordnorwegen, der jedes Jahr stattfindet. Über hundert Teilnehmer, darunter zwei deutsche, und über 3000 Hunde teil. Du kannst selbst entscheiden ob du 500 oder 1000 km fahren willst. Der Wettbewerb startet in Alta und die Teilnehmer müssen übers Gebirge fahren, ganz nach Kirkenes an der russischen Grenze und dann wieder zurück. Zwischendurch gibt es Haltepunkte, an denen die Hunde Essen bekommen und die Teilnehmer schlafen können. Berühmtheiten in Norwegen wie Lars Monsen nahmen auch teil.</p>
<p><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/4_Hundeschlittenwettbewerb-2.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-3893" title="4_Hundeschlittenwettbewerb (2)" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/4_Hundeschlittenwettbewerb-2-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Teilweise müssen die Teilnehmer durch Gebiete fahren, in denen es bis zu -40 Grad werden kann. So ist es ein pures Abenteuer! Je nach Länge brauchen die Teilnehmer 8-14 Schlittenhunde, die sie jahrelang trainiert haben. Viele Leute versammelten sich in ganz Nordnorwegen, um die Teilnehmer anzufeuern.</p>
<p><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/5_Hundeschlittenwettbewerb-3.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-3894" title="5_Hundeschlittenwettbewerb (3)" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/5_Hundeschlittenwettbewerb-3-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Dieses Jahr war nur ein großes Problem: Es war viel zu warm. Der Winter hier in Norwegen gilt als einer der Wärmsten in der Geschichte! Wir haben zwar viel Schnee, aber es neigt sich den Plusgraden zu. So war es für die Hunde ziemlich anstrengend.<br />
Am 19 März feierte ganz Norwegen ein großes Fest: Norwegen hatte endlich 5 Millionen Einwohner!</p>
<div id="attachment_3895" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/16_Valnesfjord-8.jpg"><img class="size-medium wp-image-3895" title="16_Valnesfjord (8)" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/16_Valnesfjord-8-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Valnesfjord </p></div>
<p>Anfang April begannen die Osterferien und ich flog zu meiner Freundin nach Valnesfjord in der Nähe von Bodø. Das liegt in „Mittelnorwegen“ und meine Freundin ist im Februar dahin gezogen. Es ging mit dem Bus nach Tromsø und dann mit dem Flugzeug nach Bodø. Meine Freundin hat mich abgeholt und wir fuhren zu ihrer Wohnung in Valnesfjord. Meine Freundin wohnt wirklich „langt ut på landet“ (am Ende der Welt).</p>
<p><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/13_Valnesfjord-1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-3896" title="13_Valnesfjord (1)" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/13_Valnesfjord-1-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>Wir fuhren einen 14 km langen Weg von der Hauptstraße ab, den man nicht einen Weg nennen kann, so schlimm war der. Und ganz oben auf dem Berg wohnte meine Freundin. Ich fande es einfach klasse, auch einmal das restliche Norwegen kennen zulernen und nicht nur Nordnorwegen.</p>
<p><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/14_Valnesfjord-3.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-3897" title="14_Valnesfjord (3)" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/14_Valnesfjord-3-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>Es gab dort super Skimöglichkeiten, die wir natürlich ausnutzten. Ich lernte viele neue Menschen kennen, auf die ich immer sehr gespannt bin, ob sie herausfinden ob ich norwegisch bin oder eine andere Nationalität habe. Vielen fällt es auf, alleine schon an meinem Namen, das ich nicht ganz norwegisch bin, aber die meisten denken, dass ich schwedisch oder dänisch bin <img src='http://www.botschafter-mrn.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<div id="attachment_3898" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/7_Norwegische-Skimeisterschaft-1.jpg"><img class="size-medium wp-image-3898" title="7_Norwegische Skimeisterschaft (1)" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/7_Norwegische-Skimeisterschaft-1-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Norwegische Skimeisterschaft</p></div>
<p>Sonntags waren wir bei der Norwegischen Skimeisterschaft. Das war wirklich eines der spannendsten Erlebnisse. In Nordnorwegen finden nie Meisterschaften statt, meistens ist das in Südnorwegen. Das war wirklich ein einzigartiges Erlebnis für mich. Es war eine große Stimmung und die Teilnehmer hatten es ja wirklich eilig!!  Also da könnte ich wirklich mit meinen Skifähigkeiten nicht mithalten.</p>
<p><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/9_Norwegische-Skimeisterschaft-3.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-3899" title="9_Norwegische Skimeisterschaft (3)" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/9_Norwegische-Skimeisterschaft-3-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a>Montags sind wir dann zu den Eltern meiner Freundin gefahren in Ramfjord. Das waren 500 km in nördlicher Richtung und wir brauchten 12 Stunden. Es gibt nur einen Weg von Südnorwegen nach ganz oben und der ist wirklich katastrophal. Tempogrenze in Nordnorwegen ist generell 90 km/h und das kannst du wirklich selten fahren. Die Straße führt am Meer oder Fjord entlang, ist sehr schmal und sehr humpelig. Wir mussten durch ca. 30 Tunnel fahren und Fergen benutzen, um unser Ziel zu erreichen. Aber die norwegische Natur ist einfach fantastisch zu bestaunen während man fährt.</p>
<p><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/10_Norwegische-Skimeisterschaft.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-3900" title="10_Norwegische Skimeisterschaft" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/10_Norwegische-Skimeisterschaft-245x300.jpg" alt="" width="245" height="300" /></a>Wir sahen den norwegischen Nationalberg und waren außerdem in einem samischen Museum. In Ramfjord angekommen, konnten wir dann auf dem Fjord, der zugefroren war, Ski und Skooter fahren. Jedes Mal wenn ich einen Bericht schreibe wird es mir einfach total deutlich wie einsam Nordnorwegen ist!</p>
<div id="attachment_3902" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/15_Valnesfjord-6.jpg"><img class="size-medium wp-image-3902" title="15_Valnesfjord (6)" src="http://www.botschafter-mrn.de/wp-content/uploads/2012/04/15_Valnesfjord-6-300x176.jpg" alt="" width="300" height="176" /></a><p class="wp-caption-text">Valnesfjord </p></div>
<p>Damit ihr euch das vorstellen könnt, wie ich das meine, müsst ihr das einfach lesen:</p>
<ul>
<li>Nordnorwegen, ein Platz am Ende der Welt, da du…</li>
<li>…2 ½ Stunden fahren musst, um dir eine Hose zu kaufen</li>
<li>&#8230;2 ½ Stunden fahren musst, um in ein Hallenbad zu kommen</li>
<li>…3 Stunden fahren musst, um dein Auto in die Werkstatt zu bringen</li>
<li>…3 Stunden fahren musst, um in ein ordentliches Krankenhaus zu kommen</li>
<li>…4 Stunden fahren musst, um zum nächsten Kieferorthopäden zu kommen</li>
<li>…15 Stunden fahren musst, um bei McDonald‘s essen zu können</li>
<li>…16 ½ Stunden fahren musst, um bei IKEA einkaufen zu gehen</li>
<li>…23 Stunden fahren musst, um in die Hauptstadt zu kommen</li>
<li>…36 Stunden fahren musst, um nach Landau zu kommen <img src='http://www.botschafter-mrn.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </li>
</ul>
<p>Ich bin nun wirklich gespannt auf das norwegische Ostern&#8230;:)</p>
<h2>Hilsen fra</h2>
<h2>Stefanie</h2>
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