Steffen, 24.5.2017

2 Wochen, 2 Ziele und viel Spaß!

Da klingt die Überschrift ja fast schon so wie ein Werbeslogan für einen fantastischen Urlaub. Freitag mittags, eine Woche nach der Veröffentlichung meines ersten Blogs fuhren meine Eltern, mein kleiner Bruder und ich in auf den Geburtstag meines Opas. Es ging in ein Hotel in der Nähe von Salvador.

Unser Hotel

Unser Hotel

Am ersten Tag waren nur die Großeltern und eine Tante mit Mann und Sohn mit uns dort. Unser Hotel sah an sich schon sehr edel aus und zeigte sich dann auch recht luxuriös: verschiedene Sportplätze, Pools, eigener Strand und vieles mehr. Nach der Ankunft sind wir alle erst in unsere Zimmer, packten aus und machten uns für den Abend fertig. Abends sind wir zusammen mit dem Rest der Familie zunächst in die Hotel-Bar, tranken etwas, unterhielten uns und gingen danach zum Essen. Man konnte sich entweder etwas a la carte bestellen oder sich am Buffet bedienen. Mein Vater und ich hatten so einen riesigen Hunger, dass wir uns sofort ans Buffet begaben. Nach 4 ½ großen Portionen und einem leckerem Nachtisch war der Bauch dann auch gefüllt. Es gab einfach alles, was man sich wünschen könnte. Früchte, Suppen, verschiedenste Beilagen, viel Fleisch und gefühlt auch alles, was man sich an Nachspeisen nur vorstellen kann. Ich unterstreiche das, da ich es einfach extrem genossen habe, mal wieder was anderes zu essen als Reis, Hühnchen und Bohnen.

Am nächsten Morgen bin ich dann um 5 aufgestanden und mit meiner Mutter am Strand joggen gegangen, was einfach eins der schönsten Dinge ist die man hier machen kann :)
Um 8 Uhr trafen wir uns dann alle zum Frühstück, welches genauso ein kulinarisches Eldorado war wie das Abendessen. Ich glaube daheim in Deutschland wäre das alles für mich ein ganz „normales Frühstück“ gewesen, aber hier, nach mehreren Monaten mit morgens je einem Brötchen mit einer Scheibe Schinken, war es einfach nur toll!

Family Dinner

Family Dinner

Nach dem Frühstück ist dann die ganze Familie an den Pool gegangen und jeder hat gemacht auf was er gerade Lust hatte. Es gab gute Musik und sogar ein Wasserworkout im Pool was echt Spaß gemacht hat :D Zum späteren Mittag hin sind wir dann in ein Restaurant in der Nähe des Hotels Essen gegangen und danach noch auf ein Eis.
Nun hieß es wieder „schick machen“, da es langsam Abend wurde und Stück für Stück immer mehr Familie im Hotel eintraf. Dort gab es dann gemeinsames Abendessen mit über 20 Familienmitgliedern. Nach einer Vorstellung und einem kurzem Gespräch mit ungefähr 15 Personen, die mich noch nicht kannten, gab es dann ein großes Familienessen. Ich saß neben 2 Brüdern meines Vaters, welche ich schon kannte, was mir den Abend sehr vereinfacht hat, da wir schon genau wussten über was wir uns unterhalten sollten und dadurch kein „peinliches Schweigen“ entstand.

Sonntag morgens nach dem Frühstück haben wir dann unsere Zimmer leergeräumt und sind noch etwas an den Strand. Nach dem Mittagessen ging es dann auch schon wieder nach Hause.

Montag bis Donnerstag ging es dann in die Schule und freitags dann endlich auf nach Rio de Janeiro! Freitag morgens um 4 mussten wir dann einchecken was für mich aber sowieso keine Rolle spielte, da ich vor Aufregung nachts nicht schlafen konnte. Der Flug ging um die 2 Stunden, was sich aber als sehr langwierig herausstellte, da der Mann neben mir nach drei Versuchen ein Gespräch anzufangen immer noch nicht mit mir reden wollte. Passiert :D

In Rio angekommen, sind wir dann mit dem Taxi zu unseren Bekannten gefahren, welche an Karneval bei uns zu Besuch waren. Nachdem wir dort zusammen gefrühstückt hatten sind meine Eltern mit den Bekannten weg gefahren und ich habe mich mit dem 19-jährigen Sohn der Familie in Richtung Christus-Statue aufgemacht. Die Statue ist 30 Meter hoch und stammt aus dem Jahre 1931. Die Spannweite der Arme beträgt 28 Meter und sie wiegt 1145 Tonnen. Einfach ein Riesending.

Die Christusstatue

Die Christusstatue

Nach unserer Ankunft an einem Parkplatz um 11 Uhr, an welchem wir unser Auto abgestellt hatten, sind wir uns sofort Tickets für den Zugang zur Statue kaufen gegangen, jedoch fuhr unser Bus dorthin erst um 2.40. Also haben wir uns in ein Restaurant gesetzt und uns erst einmal die Bäuche vollgeschlagen. Ich liebe all-you-can-eat Restaurants.
Später machten wir dann noch eine kleine Wanderung durch die Umgebung, und haben sogar ein paar Äffchen auf unserem Weg getroffen. Nach ewigem Warten konnten wir dann auch endlich los zur Statue.

Viel kann man eigentlich nicht dazu sagen. Durch die Wolken war von Rio fast nichts zu sehen, aber die Statue war einfach gewaltig. Es war irgendwie komisch dass man immer Bilder davon im Fernseher oder im Internet gesehen hat, und auf einmal selbst davor steht. Insgesamt einfach gewaltig.

Spät nachtmittags haben wir uns dann wieder auf den Rückweg gemacht und sind noch an der Copacabana und dem Olympiastadion vorbeigefahren. Zuhause angekommen wollten der Sohn und ich dann eigentlich später wieder weg, um Rio bei Nacht zu entdecken, aber ich war so müde, dass ich nach ein paar Minuten auf dem Sofa eingeschlafen bin.

Im Cafe

Im Cafe

Samstags sind dann meine Eltern, unsere Bekannten und ich in ein Französisches Kaffee gegangen was einfach mega lecker war, aber dafür auch seinen Preis hatte.

Eigentlich wollten wir dann in den Botanischen Garten, dort war aber so viel los, dass wir zum Museum of Tomorrow weiter zogen. Jedoch sind wir dort dann auch nicht rein, da die Warteschlange viel zu lang war, also widmeten wir uns noch etwas der Innenstadt und bisschen Shopping. Der Tag war einfach viel zu schnell vorbei. Abends wurde sich dann schick gemacht und zu einem Restaurant gefahren. Vor diesem mussten wir dann aber 40 Minuten warten, um einen Platz zu bekommen. Reservieren konnte man nicht. Das Warten hatte sich aber wirklich gelohnt, denn das Essen war mal wieder deliziös.

Im Botanikgarten

Im Botanikgarten

Am nächsten Tag hieß es früh aufstehen, und los ging es! Wir fuhren zusammen in den Südteil der Stadt an einen wunderschönen Strand. Dort verbrachten wir den Vormittag in einem Strandclub. Das Wasser ist in Rio übrigens etwas kälter als in Salvador, jedoch nichts im Vergleich zu der Nord- oder Ostsee. Nach ein paar Stunden am Strand fuhr ich dann mit meinen Eltern in den Botanikgarten, in welchen wir schon am Vortag gehen wollten. Zuallererst hatte ich ehrlich gesagt nicht wirklich Lust, aber es war echt schön!
Abends ging es dann wieder mit dem Flieger zurück nach Salvador.

„Aber Steffen, wo waren denn jetzt deine Brüder?“
Nun, meine Mutter hatte mich und meine 2 Gastbrüder einmal abends gefragt, ob wir Lust hätten nach Rio zu fliegen. Ich hatte natürlich sofort bejaht und meine Brüder aber verneint. Also ging es für mich alleine mit meinen Eltern nach Rio, was eine wirklich schöne und sehr entspannte Reise war.

Liebe Grüße

Steffen

PS: Zur Veröffentlichung dieses Berichts habe ich meine Botschafterpräsentation schon gehalten, darüber könnt ihr dann im nächsten etwas erfahren…

Veröffentlicht unter Steffen Marz | 1 Kommentar

Eine Antwort auf Steffen, 24.5.2017

  1. Larissa Machado sagt:

    Oi, Steffen! Eu também sou intercambista do AFS e estou fazendo meu intercâmbio na Alemanha agora, perto de Heidelberg. Eu moro em Aracaju e sempre vou em Salvador. Acho muito interessante ler as coisas que você escreve :) hahaha pena que você não gostou de Aracaju.
    Vielleicht können wir noch in Heidelberg oder Salvador uns treffen hahaha :)
    Liebe Grüße, Larissa

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