10.7.2018

Bericht #7 – Mein Geburtstag in Chile…

Hola Metropolregion,

etwas weniger als zwei Wochen bleiben mir noch hier in Chile. Unglaublich! Ich kann mir noch gar nicht vorstellen wieder zurück nach Deutschland zu gehen, auf der einen Seite freue ich mich natürlich, aber auf der anderen Seite verging die Zeit so schnell, vor allem auch die letzten Wochen und Monate vergingen einfach rasend.

Seit meinem letzten Bericht ist schon wieder viel Zeit vergangen, ich hatte ehrlich gesagt kaum Zeit und mir fiel es sehr schwer, meine Erlebnisse in der letzten Zeit zusammenzufassen. Ich erlebe und lerne jeden Tag so viel, dass es für mich schlicht und ergreifend unmöglich war. Ich möchte jetzt allerdings von ein paar Ereignissen berichten, besonders auch von AFS, da das bei mir doch immer etwas kurz gekommen ist.

Wir haben hier in meinem AFS Komitee fast jeden Monat ein Treffen, bei dem wir uns austauschen können und über Probleme, neue Erfahrungen, etc. sprechen. Außerdem hatten wir im Laufe des Jahres zwei Ausflüge, die vom Komitee organisiert wurden und bei denen wir uns Orte hier in der Gegend angeschaut haben. Zum Beispiel haben wir ein Haus von Pablo Neruda, einem bekannten chilenischen Schriftsteller, besichtigt, das auch eine sehr schöne Lage am Meer hat. Im Anschluss daran gingen wir zu einem Strand, an dem es Seehunde gibt. Der andere Ausflug, bei dem ich leider nicht dabei sein konnte, ging durch Valparaiso.

Außerdem hatten wir sowohl nach unserer Ankunft, als auch nach der Ankunft der neuen Austauschschüler im Februar ein Picknick, bei dem wir mit unseren Gastfamilien gegrillt haben und wir internationale, aber auch chilenische Desserts mitgebracht haben. Letztes Jahr habe ich einen Apfelstrudel zubereitet, dieses Mal etwas Chilenisches: „Leche Asada“. Das besteht hauptsächlich aus Kondensmilch und ist mit Karamell beschichtet. Es war total lecker, sich durch die verschiedenen Sachen durchzuprobieren und wir haben alle ziemlich viel gegessen.

Im April hatten wir auch unser drittes und letztes AFS Camp und es war schön viele wiederzusehen, neue Leute kennenzulernen und sich austauschen zu können. AFS organisiert wirklich unglaublich viel und wir können uns immer an jemanden wenden, wenn wir Fragen oder Probleme haben. Sowohl in Deutschland, als auch in Chile ist immer jemand erreichbar und es geben sich alle viel Mühe, um uns zu unterstützen, deshalb möchte ich auch ein großes Dankeschön aussprechen.

Jetzt zum Ende meines Auslandsjahres habe ich auch noch meinen Geburtstag hier in Chile feiern können und es war einfach richtig schön. Meine Klasse hat mich morgens mit Luftballons und mit Gebäck, das hier Berlines genannt wird, überrascht. Ich habe mich richtig darüber gefreut und natürlich gar nicht damit gerechnet. Abends habe ich dann mit meiner Familie und am nächsten Tag mit Freunden gefeiert- und ich habe beide Male mein Gesicht in meine Geburtstagstorte gedrückt bekommen.

Außerdem habe ich die Botschafter-Präsentation vor meiner Klasse gehalten. Meine Klasse war sehr interessiert und ich denke, ich konnte Deutschland und vor allem die Metropolregion näherbringen. Man hört hier zwar viel über Deutschland, aber das meiste ist auf Fußball, Berlin und Bier begrenzt. Ich hoffe, ich konnte dieses Bild auf unser Land etwas ändern und zeigen, was es noch so gibt.

In meinem nächsten Bericht werde ich euch über meine letzten Wochen in Chile erzählen, den Besuch meiner Familie aus Deutschland und einer letzten Reise in den Norden Chiles.

Bis dahin liebe Grüße in die Heimat

Lea