31.3.2018

Bericht #5 - Frostige "Spring Break"-Ferien

Hello MRN!

Nun haben wir auch in den USA Ferien, die hier "Spring Break" heißen und mehr oder weniger zeitgleich mit unseren Osterferien fallen. Allerdings dauern die Ferien in den USA nur eine Woche. Meine Gastschwester und ich hatten eine Einladung von „unseren Verwandten“ in Seattle. Der Bruder meiner Gastmutter ist bei der US-Army und war sogar für ein paar Jahre in Deutschland stationiert und ist mit einer Deutschen verheiratet. Beide haben zwei Kinder, ein vierjähriges Mädchen und einen gerade paar Monate alten Sohn. Mit unserem Flug aus Chicago kamen wir spät abends an und wurden von „unserer Tante“ am Airport Seattle abgeholt. Wir waren uns gleich sympathisch und ich freute mich, auch mal wieder richtig deutsch sprechen zu können. In der knappen Woche hatten wir jede Menge Spaß zusammen. Am ersten Tag waren wir shoppen, während die Kleine in der KiTa war. Nach unserem Shoppingtrip haben wir zusammen Eier bemalt, um das Haus ein wenig österlich zu schmücken. Am Abend wurde dann noch gemütlich zusammen ein Film geschaut. Am darauffolgenden Tag ist Daria zu ihrem Fitness Kurs gegangen, wo wir ebenfalls mitdurften. Das Fitnessstudio war auf dem Militärgelände und für sie und in dem Fall auch für uns umsonst, da wir als Militärangehörige gelten. Generell gibt es viele Angebote, die man auf dem Militärgelände nutzen kann. Es gibt sogar eine Bowlingbahn, wo wir uns abends mit einer  befreundeten Familie getroffen haben, um zusammen zu bowlen. Die Familie hatte sogar auch gerade Besuch aus Deutschland: zwei Jungs, die gerade mit dem Abi fertig wurden und die jetzt  Amerika erkunden wollen.

Am Sonntag ging es dann in die Berge zum Skifahren. Das Gebiet Seattle und Umgebung hat eine sehr hohe Bevölkerungsdichte, entsprechend voll sind die Ausflugsziele am Wochenende. So mussten auch wir eineinhalb Stunden anstehen, um die Ausrüstung zu leihen. Am Lift war es auch nicht viel besser mit dem Anstehen. Davon aber mal abgesehen war das Skifahren richtig super und hat auch echt viel Spaß gemacht, da das Skigebiet recht abwechslungsreich ist. Nach einem ganzen Tag Skifahren waren wir dann auch dementsprechend ausgepowert und haben den Abend mit einem schönen Essen ausklingen lassen. Montags fuhren wir erstmals in die Großstadt Seattle. Erste Station war der bekannte Fish Market, ein großer Wochenmarkt mit vielen kleinen Ständen, die neben Fisch, Krustentieren und toll präsentierten Lebensmitteln auch Sonstiges wie Blumen verkaufen. Gegenüber von diesem Markt gab es einen Starbucks, aber nicht nur irgendeinen Starbucks, sondern der erste weltweite Starbucks! Von dort aus ging es zum Riesenrad, dem bekannten Ferris wheel,  von wo aus man einen unglaublichen Blick auf die Stadt hat. Beim anschließenden Stadtbummel haben wir uns auf den Weg zum Wahrzeichen der Stadt gemacht , der so genannten Space Needle (Weltraumnadel) gemacht. Leider mussten wir enttäuscht feststellen, dass schon alle Tickets für die Plattform ausverkauft waren. Am nächsten Tag hieß es dann auch schon Abschied nehmen für den Rückflug.

Ostern verbrachten wir zusammen mit den Großeltern, die uns nach der Kirche zum Lunch besuchten. Am Nachmittag besuchten wir dann zusammen den Bruder meines Gastvaters, so dass wir mit über zwanzig Leuten zusammen feierten. Frühling kam bei Temperaturen von unter Null Grad, die auch für Wisconsin um diese Zeit sehr ungewöhnlich sind, leider nicht auf. So fühlte ich mich eher wie bei einem großen Familientreffen zu Weihnachten. Da auch in den kommenden Wochen noch kein Tauwetter in Sicht war, entschloss sich „unser“ Wochenendskigebiet in Wisconsin, Cascade Mountains, noch bis Mitte April die Saison zu verlängern und ich konnte ein letztes Mal in den USA Skifahren.

Hanna