25.5.2018

Bericht #8 - Prom: definitely a night to remember!

Hallo MRN!
Mittlerweile geht es auch schon dem Ende des Schuljahres zu und das wird ja bekanntlich mit dem Prom, vielleicht vergleichbar mit dem hiesigen Abiball, groß gefeiert. Schon Monate davor starten alle mit den Vorbereitungen. Auf die Suche nach dem perfekten Kleid wird sich auch schon früh begeben. Normalerweise fängt man schon Ende Januar an, nach dem persönlich perfekten Kleid zu suchen. Meine amerikamische Cousine, die jetzt schon im College ist, war immer fleißig am Abendkleider shoppen und hat daher auch eine gut bestückte Kleiderstange. So kam es, dass meine Gastmutter die Idee hatte, dort vorbeizuschauen. Als wir in dem Haus meiner Verwandten ankamen,  habe ich mich sofort in mein Traumkleid verliebt, mit dem ich dann am Ende auch zum Prom gegangen bin. Da meiner Gastschwester Izzy die Kleider entweder nicht so gefallen haben oder nicht gepasst haben sind wir mit vereinter Frauenpower zusammen in die Mall gefahren und haben auch schließlich für Izzy ein passendes Kleid gefunden. Das typische Prom Kleid ist lang und oben an der Brust eng anliegen, dann ab der Taille aber weit abstehend, ein echtes Prinzessinnenkleid eben. Die Prinzen haben es da schon einfacher, die leihen sich einfach einen klassischen Smoking aus. Der große Tag des Proms rückte dann auch immer näher und so stieg auch die Aufregung und Spannung. An den meisten Schulen ist Prom für die Oberstufler gemacht, also 11. und 12. Klasse. Aber auch jüngere Schüler können den Prom besuchen, vorausgesetzt man hat mit jemanden aus den oberen Klassenstufen ein „date“.

Normalerweise frägt dann auch der Junge ganz klassisch ein Mädchen, ob sie mit ihm auf den Ball gehen möchte. Da wird dann aber nicht einfach so gefragt, sondern man muss schon etwas kreativ sein. Die häufigste Variante ist das Plakat, auf dem man mit irgendeinem originellen Spruch zum  Prom gefragt wird. Meistens ist es dann aber doch so, dass nur Paare offiziell als date zusammen zum Ball gehen. Ich persönlich bin in einer reinen Mädchen-Freundesgruppe zum Prom gegangen und wir haben spaßeshalber uns gegenseitig gefragt.

Als es dann so weit war und der Tag aller Tage da war, wurde es nochmal aufregend und hektisch. Gegen Mittag haben meine Freundinnen und ich uns bei mir zuhause getroffen, um uns gemeinsam fertig zu machen. Unterstützt wurden wir dabei von meiner amerikamischen Cousine Ava, von der ich das tolle Kleid bekommen habe, und deren Mutter. Ava hat uns allen die Haare schick gemacht und ihre Mutter war fürs Fotoshooting zuständig. Ihre Mutter Cathrin fotografiert nämlich liebend gern und sehr professionell. Nachdem wir alle schick gemacht waren und das Fotoshooting hinter uns hatten,  gingen wir gemeinsam Essen in ein tolles Restaurant. Gestärkt machten wir uns auf den Weg zur High School, in deren Mensa der Ball stattfand. Viele Leute mieten sich sogar extra luxuriöse Autos oder Limousinen dafür. Angekommen an der Location wurden wir mit einem rotem Teppich empfangen, auf dem wir wie Stars einliefen. Engagierte Schüler und Lehrer haben am Vormittag alles dekoriert und geschmückt, was Ihnen auch echt perfekt gelungen war. Unsere Schulkantine war kaum wiederzuerkennen. Mit Lichteffekten und Popmusik wurde unsere Schulcafeteria zu einer richtigen Tanzfläche. Um Mitternacht wurde das letzte Lied gespielt und der Prom war vorbei. Naja aber so ganz vorbei war er dann doch noch nicht, denn anschließend zum Prom gab es nämlich noch eine von der Schule organisierte After Party, wo man diverse Spiele spielen konnte und Essen und Trinken angeboten wurde. Auch zahlreiche Preise, die von Firmen und der Stadt gesponsert wurden,  konnte man gewinnen. Abschließend kann ich nur sagen Prom war auf jeden Fall ein voller Erfolg – definitely a night to remember!

 

Hanna