22.6.2016

Bericht #8

Dear Metropolitan region of Rhine-Neckar,

“What time is it?- Summer time!”

Mit diesem Lied zum Start der Sommerferien begann der zweite Highschool Musical Film, den ich früher liebte und mir oft anschaute. Damals hätte ich mir jedoch nicht erträumen lassen, dass ich ein Schuljahr und den Ferienbeginn einmal selbst an einer Highschool erleben würde.

Botschafter-Präsentation findet Anklang

Die letzten Wochen in der Schule gingen sehr schnell vorüber. Ich habe nochmal zwei MRN-Präsentationen gehalten; eine in meiner Geschichtsklasse und eine etwas kürzere in einer Jugendgruppe von meiner Schule. In der Geschichtsklasse waren meine Mitschüler sehr beeindruckt von meiner Heimatregion, vor allem von den Erfindungen und den weltweit tätigen Unternehmen, von welchen sie auch viel, wie zum Beispiel SAP, Daimler oder Capri Sonne, kannten. Im Feedback wurde oft gesagt, wie informativ die Präsentation war, dass sie von Vielem schon gehört hatten aber es ihnen jetzt nochmal klarer wurde. Das Chart, das bei allen sehr beliebt war, war das vom typischen deutschen bzw. pfälzischen Essen. Meine Mitschüler und die Lehrerin waren sehr fasziniert von den vielen zu USA kulturellen Unterschieden wie beim Essen, aber auch, dass wir so schöne Naturparks und alte Burgen und Ruinen haben.

In der Jugendgruppe kam die kürzere Präsentation auch sehr gut an. Es waren mehrere Lehrer und bestimmt 45 Schüler da. Beide, sowohl die Klasse, als auch die Gruppe fanden es sehr cool, die MRN kennenzulernen und viele haben sogar gesagt, dass sie da auch unbedingt mal hinreisen und mich besuchen kommen wollen. Danke nochmal an die MRN und SAP, die mich mit den Materialien ausgestattet haben und durch die ich die MRN als Botschafterin in den USA stolz vertreten darf.

In Deutschland sind die letzten Schultage meist sehr gechillt, da der Notenschluss bereits ca. zwei Wochen vor den Sommerferien ist. Hier an der Highschool hatte meine Stufe alle großen Abschlussprüfungen, die Finals, in der letzten Woche, was ganz schön hart und nochmal viel auf einmal war. Die letzten Schultage waren auch sehr traurig, da ich mich schon von vielen Freunden verabschieden musste und realisierte, dass ich nächstes Jahr gar nicht zurückkomme. Der Abschied kommt jetzt mit jedem Tag näher. In ein paar Wochen ist es dann schon so weit und ich werde „Tschüss“ zu meiner Gastfamilie, zu meinen Freunden und zu Texas, meiner zweiten Heimat sagen müssen. Ich kann es einfach immer noch nicht glauben, wie schnell das letzte Jahr vorbei geflogen ist und wie viel ich erlebt habe!

AFS-Orientation und Abschied auf Raten…

Das letzte große AFS-Event hat nun auch schon stattgefunden. Wir haben vor allem über den anstehenden Abschied und die Rückkehr ins Heimatland gesprochen. Aber wir hatten auch wieder ganz viel Spaß beim Schwimmen im Pool und einfach nochmal herumalbern und quatschen mit unseren Freunden aus aller Welt. Ich weiß schon jetzt, dass ich meine AFS-Gruppe hier sehr vermissen werde und noch lange in Kontakt mit guten Freunden bleiben will.

Eine der deutschen Austauschschülerinnen von AFS hatte kurz darauf ihre Abschiedsparty und lud auch viele Freunde von unserer Gruppe ein. So grillten wir gemeinsam bei schönem Wetter und sprangen danach noch in den Pool. Da hatten wir auch nochmal die Möglichkeit, uns alle voneinander zu verabschieden. Abschied auf Raten…

Jetzt in den Ferien, die schon seit zwei Wochen sind, ist meine Gastschwester vom College da. Da sie und ich uns sehr gut verstehen, unternehmen wir viel zusammen und sind schon gute Freundinnen geworden. Auch mit vielen anderen Freunden treffe ich mich nochmal. Mit einer Freundin machte ich letzte Woche sogar einen College-Ausflug zu der „University of North Texas“ und war fasziniert von der Größe und den vielen Möglichkeiten. Amerikanische Colleges sind meistens wie eine eigene Stadt. Die Studenten leben quasi auf dem Campus und es gibt, neben großen Bibliotheken oder Lernhäusern, für viele Fächer auch mehrere Gebäude und schöne Parkanlagen dazwischen. Ich war echt beeindruckt davon.

Das war es auch schon wieder von mir. Ich freue mich aufs nächste Mal.

Goodbye from Texas,

Ann-Christin!