10.8.2018

Bericht #10 – Back in Rhine-Neckar…

Hallo liebe Leser!

Inzwischen bin ich wieder hier im Lande, in meiner Heimat Metropolregion Rhein-Neckar, in Gerolsheim im Kreis Bad Dürkheim – aber immer noch auch ganz voller Eindrücke von meinem Auslandsjahr in den USA. Aber der Reihe nach: Am Montag, den 9. Juli, landete ich mit der Nachtmaschine aus Chicago in Frankfurt, und von meinen Eltern und Geschwistern begeistert empfangen. Ich war müde und aufgeregt zugleich und bin mit jeder Menge Übergepäck, das sich in so einem Jahr ansammelt, durch den Transitbereich gekommen.

Zuhause bin ich als erstes in mein Zimmer gerannt und alles war mir sofort vertraut. Da noch viele meiner Freunde im Urlaub sind, konnte ich mich mit noch nicht so vielen Leuten treffen. Mit ein paar Freunden war ich aber letzte Woche abends weg in einem neu eröffneten Burger-Restaurant in Frankenthal. Während es allen super geschmeckt hat, fand ich die Burger einfach nur viel schlechter als das Original in den USA. Nicht vergessen werde ich allerdings mein erstes richtiges Brot nach fast einem Jahr ohne deutsches Brot. Inzwischen habe ich noch täglich Kontakt zu den Leuten in Amerika, denen ich auch via Skype bereits einiges von meinem Zuhause gezeigt habe. 

Seit einer Woche gehe ich auch wieder in meine Frankenthaler Schule, in die Oberstufe des Karolinen-Gymnasiums. Da jetzt alle neu starten in Klasse 11 und alle aus unterschiedlichen Klassen kommen und in Kursen neuzusammengewürfelt sind, fällt mir bisher der Einstieg nicht allzu schwer. Besonders gefreut hat mich, dass ich direkt wieder an meine alten Freundschaften anknüpfen konnte und wie selbstverständlich dazugehöre. Auch viele Lehrer haben sich gefreut, mich wieder zu sehen und sich neugierig nach meinem USA-Aufenthalt erkundigt.

Aber kurz möchte ich Euch noch von meinen letzten Wochen in Wisconsin erzählen. Nachdem die Schule zu Ende war, habe ich mit meiner Familie und Freunden noch jede Menge unternommen. In der Nähe von Chicago haben wir einen so genannten Sixflags besucht. Das ist ein riesiger Freizeitpark mit mindestens zehn gigantischen Achterbahnen und anderen tollen Attraktionen. Am Nationalfeiertag (4.7.) sind wir zum Wochenendhaus am See gefahren. Alle haben sich in rotweißblau, den Nationalfarben, gekleidet. In jeder Stadt gibt es große Paraden. Wir beschlossen allerdings, nochmals Wassersport zu machen und ich hatte die einmalige Gelegenheit, auf dem Rücksitz mit Jetski zu fahren – ein Abenteuer, von dem ich schon immer geträumt habe. Abends war dann ein riesiges Feuerwerk angesagt, vergleichbar mit unserem Silvester.

In meiner letzten Woche hatte meine Gastfamilie noch eine besondere Überraschung für mich und wir besuchten zusammen das weltberühmte Summerfest in Milwaukee. Es soll das weltgrößte mehrtägige Musikfestival sein. NF, Logic und Halsey haben wir uns einen Tag lang zusammen angeschaut. Bei super Sommerwetter, fast war es zu heiß, haben wir bis weit in die Nacht das Festival besucht. Besonders beeindruckend fand ich neben dem Konzert und der Stimmung die tollen Lichteffekte.

Meinen letzten Tag, den Sonntag, haben wir mit der ganzen Großfamilie auf einem Baseballspiel in Milwaukee verbracht. Für mich war dies ein komischer Tag. Einerseits habe ich mich total auf Deutschland gefreut, andererseits fand ich auch die letzten Stunden sehr traurig. Etwas abgelenkt waren wir alle durch das Spiel im vollbesetzten Stadion der Milwaukee Brewers. Zusammen mit meiner Gastschwester und den Eltern und meinem riesigen Gepäck fuhren zum Flughafen nach Chicago. Nach der Gepäckaufgabe hieß es nun endgültig Abschied nehmen. Dies fiel mir fast schwerer als vor einem Jahr in Frankfurt und auch bei meiner Familie flossen ein paar Tränen. Nach einem letzten Blick aus der Lufthansamaschine auf das erleuchtete nächtliche Chicago begann ich mich aber mit jeder Flugstunde mehr und mehr auf Deutschland zu freuen.  

Ganz herzlichen Dank möchte ich an dieser Stelle der SAP und der Metropolregion Rhein Neckar GmbH für das großzügige Stipendium sagen, das mir dieses einmalig tolle Jahr ermöglicht hat. Ebenso ein großes Dankeschön an AFS für die super Vorbereitung und Betreuung.

Vor genau einem Jahr ging mein Flieger von Frankfurt nach Chicago. Vermutlich starten jetzt wieder ganz viele AFSler in ein aufregendes Jahr. Ihnen wünsche ich alles, alles Gute und tolle Eindrücke!

Liebe Grüße jetzt aus Gerolsheim

Hanna