20.4.2016

Bericht #4

Guten Tag liebe MRN und Leser, ich möchte hier mal wieder ein bisschen berichten. Dieses Mal, was ich in der Osterwoche gemacht habe.

Am Samstag vor der Osterwoche ist meine neue „Schwester“ Gabi (Gabriela) nach Formosa gekommen. Sie wohnt jetzt in Resistencia, der Hauptstadt der Provinz Chaco, weil sie sich nach 8 Jahren Beziehung von ihrem Freund getrennt hat. Bevor sie sich getrennt hat, wohnte sie in Corrientes. Ich hab das alles auch mitbekommen und sogar in der Schule gefehlt, um ihr bei dem Umzug zu helfen. Na gut. Das war eine kurze Geschichte zu meiner Schwester Gabi aus Resistencia. Mit ihr bin ich dann am Sonntag im Bus nach Buenos Aires gefahren. Ganz ohne meine neue Mama. Und wir sind gefahren, um Buenos Aires und außerdem meine andere neue Schwester zu besuchen. Meine andere Schwester heißt Daniela und wohnt schon lange in Buenos Aires um zu studieren. Sie lebt jetzt mit ihrem Freund in einer Wohnung. Sie sind jetzt seit 4 Jahren zusammen.

In Buenos Aires holte uns Daniela an der Busstation ab. Für die restliche Strecke bis zur Wohnung nahmen wir die U-Bahn, welche hier „Subte“ heißt. Nach ungefähr 15 Stunden – per Bus, U-Bahn und dann nochmal ein bisschen zu Fuß – kamen wir endlich im Apartment an. Das Apartment ist echt richtig schön. Das einzige was ein bisschen nervig war, waren die Bauarbeiter im Hinterhof, aber da wir in Formosa auch grade Bauarbeiter beim Nachbarn haben, war ich das schon so ein bisschen gewohnt.

Im Apartment habe ich dann auch Mati, den Freund von Daniela, kennengelernt. Er ist ziemlich ruhig, das heißt jetzt aber nicht, dass er nur wenig redet, sondern auch vom Charakter her. Den ersten Tag hat Mati mit uns dann sozusagen eine kleine Stadtführung gemacht, d.h. mit Gabi und mir, weil Daniela in die Uni musste. Ich machte sehr viele Fotos von den Gebäuden in der Stadt, weil mich mein Bruder aus Deutschland darum gebeten hatte, weil er Architektur studiert. In der ganzen Stadt kann man immer Gebäude entdecken, die einen überraschen und sehr schön sind.
 

Es gibt in Argentiniens Hauptstadt auch sehr viele Altbauten, die neu gemacht wurden. An diesem ersten Tag liefen wir durch einen großen Teil der Stadt und kamen auch bei der „Casa rosada“ (das Gebäude, in dem der Präsident arbeitet) vorbei. Nachts waren wir dann immer alle zusammen und sind essen gegangen. Sehr oft waren wir auch noch um ein Uhr nachts unterwegs.

In Buenos Aires war ich auch in dem Chinesischen Viertel und habe ziemlich viele Sachen gekauft. Aber immer nur was kleines, damit alles in meinen Rucksack passt, weil ich nur einen Rucksack zum reisen dabei hatte. Fast den ganzen Tag waren wir da in dem Chinesischen Viertel und sind in so gut wie in jeden Laden gegangen, um Andenken zu kaufen und alles Mögliche anzuschauen. Da hat man echt Sachen gesehen, die man sich nicht mal vorgestellt hat.

Außerdem waren wir auch in einem Museum. Da konnte man ungefähr Tausende von Steinen sehen und dann extrem viele ausgestopfte Tiere aus der Vergangenheit und der heutigen Zeit betrachten. Außerdem konnte man zum Beispiel auch den verschiedenen Pfiffen von Vögeln lauschen und vieles mehr. Wir sind auch einmal shoppen gegangen und ich hab mir ein paar Sachen gekauft. Unter anderem auch einen neuen Rucksack, damit ich mit allen meinen Sachen wieder zurückfahren konnte und nichts in Buenos Aires lassen muss.

Was mich überrascht hat ist, dass ich andere Deutsche getroffen habe. Das war so, dass ich mit meinen Schwestern, Matias und einer Freundin meiner Schwestern unterwegs war und dann mit einem Mal Leute in Deutsch reden gehört habe. Und ich war erst mal sehr verwirrt und hab so zu meiner Schwester gesagt: „Hey, die sprechen deutsch!“ Und ich konnte das nicht so wirklich glauben, weil ich auch gar nicht mehr so wahrnehme, welche Sprache ich spreche, weil ich schon gar nicht mehr nachdenke um Spanisch zu sprechen. Auf jeden Fall hab ich dann mit den Deutschen gesprochen und es hat sich rausgestellt, dass sie in Deutschland sogar aus einer Nachbarstadt waren.

Wo wir außerdem noch waren in Buenos Aires, war in dem Haus von Matias Familie. Also in dem von seinen Eltern. Und in der Osterwoche hat sich dort dann die ganze Familie versammelt und darunter dann auch noch Gabi und ich. Die Familie ist wirklich aus der ganzen Welt zusammen gekommen. Der Bruder von Matias ist aus Russland her gekommen und seine Schwester mit ihrem Ehemann und Sohn sind aus Deutschland gekommen! Nur eine Schwester und Matias sind Buenos Aires treu geblieben.

Mit der Familie war es echt lustig und wir haben sehr schöne Tage und Nächte mit ihr verbracht, die man so schnell nicht vergisst. Außerdem haben die Eltern immer lecker gekocht und gegrillt.

Das war dann auch schon fast meine kleine Rundreise in Buenos Aires. Am Sonntagabend sind dann Gabi und ich wieder im Bus zurück gefahren, was auch nochmal an lustige Momente denken lässt. Am Montagmorgen bin ich dann auch schließlich in Formosa angekommen. Liebe Grüße an die MRN und alle Leser Helen J