25.5.2016

Bericht #5

Hallo Liebe MRN und Leser,

mit neuen Erfahrungen melde ich mich hier aus dem wunderschönen Argentinien. Ich war nämlich ein paar Tage mit meiner Gastschwester Gabi und zwei ihrer Freunde unterwegs. Wir sind alle zusammen nach Salta und Jujuy gereist. Das sind zwei Provinzen Argentiniens, die touristisch sehr bekannt sind. Salta und Jujuy liegen im Norden und grenzen an Chile und Bolivien, weshalb es verschiedene Akzente gibt.

Die Hauptstädte der Provinzen Salta und Jujuy haben jeweils den gleichen Namen. Mit meiner Reise ging es an einem Freitagmorgen los. Das war so, dass ich einfach friedlich geschlafen hab und mit einem Mal kommt meine Mama ins Zimmer und sagt mir: Helen steh auf, wir müssen reden. Und das erste was ich gedacht habe, war sowas wie, oh nein, was hab ich verbrochen? Und dann sagt mir meine Mama, dass Gabi, meine Schwester, schon auf dem Weg hierher ist und dass sie fragt, ob ich mit ihr und zwei weiteren Freunden nach Salta und Jujuy reisen will.

Ist ja klar, dass ich zu einer Reise niemals Nein sagen werde. Also habe ich mich sofort ans Packen gemacht und in ein paar Sekunden war schon fast alles fertig. Ich hab mir auch kurz Gedanken in Bezug zur Schule gemacht, weil ich schon ziemlich viel gefehlt habe, aber das ging auch so schnell wieder aus meinem Kopf raus, wie es da reingekommen ist.

Kurz darauf kamen auch meine Schwester und ihre Freunde an und nach einem kurzen Schwatzen ging es schon los. Ab auf die Route und nach Salta.
Nachts sind wir in Salta Kapital angekommen und nachdem wir ein Hotel gefunden hatten, haben wir uns frisch gemacht und sind Essen gegangen. Am nächsten Tag wechselten wir auch schon das Hotel gewechselt, weil wir ein besseres suchten und schließlich auch fanden.

Die Besitzerin heißt Vilma und ist super verrückt, aber weiß fast alles von der Stadt und gibt super Tipps. Wir haben also ziemlich viel von Salta gesehen und erlebt. Zum Beispiel sind wir mit einer Art Gondelbahn hoch auf einen Berg gefahren, weil die Stadt Salta wie in einem Loch ist. Dort oben haben wir ziemlich lustige Sachen und tolle Fotos gemacht.

Nachts sind wir dann eigentlich immer ausgegangen bis spät. Das Schlimmste für mich war, dass wir morgens auch immer relativ früh aufgestanden sind, um Sachen zu machen und zu sehen etc. Aber irgendwie haben wir das immer gut hinbekommen und es gab nie irgendeine miese Stimmung. Es war aber auch die perfekte Gruppe mit der man reisen konnte.

Wir sind dann auch noch nach Jujuy gefahren um das „cerro de siete colores“ (Hügel der sieben Farben) zu sehen. Davon hat mir auch schon ein Betreuer von AFS erzählt und er war davon sehr beeindruckt gewesen. Und ich auch, als ich das alles gesehen habe. Dort wo diese Hügel sind, ist es echt super kalt und es gibt auch nur am Fuß des Berges ein kleines Dorf, was vom Tourismus lebt, indem sie dort warme Pullover, Souvenirs und vieles mehr verkaufen.

Da es in dem Dorf wirklich nichts gab, sind wir ziemlich früh schlafen gegangen. Doch standen wir auch am nächsten Morgen sehr früh auf, um noch vor dem Sonnenaufgang auf dem Hügel zu sein. Denn da oben gibt es Salinen bzw. Salzwerke, und wenn die Sonne aufgeht, kann man echt gute Fotos machen. Was wir natürlich nicht versäumten.

Dann später, als die Sonne schon da war, fuhren wir wieder den Berg runter, und um Fotos von den Hügeln mit den sieben Farben zu machen, sind wir dann einen anderen kleineren Hügel hoch gelaufen. Aber wir alle sind fast vor Kälte gestorben. Sogar ich hab gefroren und obwohl ich die „Deutsche“ bin. Aber auch ich bin jetzt schon nicht mehr an die Kälte gewohnt. Nachdem wir alle Fotos geschossen hatten, machten wir uns auch schon auf den Heimweg. Auf den Wegen haben wir auch immer ein paar weitere gute Foto-Motive gefunden, aber auch davon zu erzählen würde sehr lange dauern…

Zusammenfassend habe ich in diesen wenigen Tage sehr viel gesehen und sehr viel Spaß gehabt mit dieser Gruppe. Diese Reise werde ich nicht mehr vergessen.

Liebe Grüße an die MRN und alle Leser

Helen J