29.9.2015

Bericht #2

Magandang Araw MRN! (Guten Tag/Hallo).

Ich bin jetzt ca. seit zwei Monaten hier und es wird Zeit für meinen zweiten Bericht. Die Zeit vergeht so unglaublich schnell und ich habe noch immer das Gefühl, dass ich erst seit Kurzem hier bin. In diesem Bericht will ich ein bisschen über philippinisches Essen und außerdem über typische Transportmittel berichten.

Das Essen steht hier immer hoch im Kurs, denn ALLE Filipinos lieben Essen. Man isst hier zwischen 4-6 Mal am Tag! Filipinos benutzen Gabel und Löffel zum Essen, wobei man meistens dann doch nur mit den Händen isst, was gelernt sein sollte! Das ist gar nicht so einfach, Reis mit den Fingern zu essen :D. Man isst morgens, mittags und abends Reis mit Fleisch. Seitdem ich hier bin, liebe ich Reis J Filipinos LIEBEN Fleisch; Gemüse bekommt man hier wenig zu sehen. Und ich habe auch noch keinen Filipino kennengelernt, der Gemüse wirklich mag. Also an alle Vegetarier: schlechte Chancen hier :D.

Beim Essen gibt es keine Regeln. So kommt es vor, dass man auch mal Bananen in der Fleischsuppe hat, oder einen Muffin zusammen mit Spaghetti genießt. Das Motto der Filipinos: „Solange es Dir schmeckt, iss es. Es ist ja nicht verboten, oder?“ Ach, und es gibt auch Käse-Eiscreme und Käse-Kuchen (ja, mit richtigem Käse, nicht wie der deutsche).

Man findet in jeder Stadt einen Markt, der immer geöffnet hat. Dort gibt es alles, von Gemüse, Obst über Fleisch aller Art bis hin zu billigster Kleidung und Haushaltsgeräten. Nicht alle Filipinos gehen dorthin, weil es dort nicht so sicher ist und man aufpassen muss. Generell muss man immer auf seine Sachen aufpassen, da die Philippinen nicht gerade ein sicheres Land ist. Vielleicht ist ein anderer Grund auch, dass es dort sehr, sehr schlecht riecht, wegen des Fischmarkts und es mal vorkommen kann, dass man irgendwelche Eingeweide bzw. tote Tiere neben dem Bordstein liegen sieht. Zum Glück sind die Bordsteine hier sehr hoch wegen den vielen Überschwemmungen. Ich sage nur, der Markt in den Philippinen ist ein Abenteuer!

In den Philippinen wird das Essen oft selbst zubereitet, wobei es auch viel Fastfood-Angebote gibt wie KFC, McDonalds oder Jollibee („philippinischer McDonalds“). Natürlich gibt es auch viel exotisches Essen, von „Balut“ (19 Tage angebrütetes Entenei) bis hin zum „Isaw ng Manok“ (gegrillter Hühnerdarm), der übrigens sehr masarap (lecker) ist.

Es gibt acht Arten von Transportmittel in den Philippinen: Auto, Fahrrad, Taxi, Bus, Motorrad, Jeepney, Tricycle und Pedicab. Züge gibt es fast gar nicht; Autos besitzen nur die reicheren Leute; Taxis gibt es in meiner Stadt nicht und Busse werden nur bei längeren Reisen genutzt. Die vier letzteren Transportmittel werden am meisten in den Philippinen bzw. in meiner Stadt genutzt. Filipinos mögen es nicht, so viel zu laufen, wegen der Hitze. Sobald es von einem Ort zum anderen 10 Minuten dauert, ist es schon eine Reise und es wird der Jeepney oder das Tricycle, auf dessen Dach man auch sitzen kann, genommen. Wenn es nur 5 Minuten dauert, wird auf das Pedicab umgestiegen. Der Jeepney ist am billigsten, aber auch am unsichersten. Es ist jedes Mal ein Erlebnis, weil man aufpassen muss, dass man den richtigen nimmt und auch rechtzeitig „Para po!“ (Stop) sagt. Wenn man bezahlen will, sagt man „Bayad po!“ (Bezahlung, bitte) und dann wird das Geld bis zum Fahrer vorgereicht. Eine Jeepneyfahrt kostet ca. 15 Cent (8 pesos), wobei Schüler nochmal einen Rabatt von einem Peso bekommen. Wie viele Leute in so einen Jeepney passen? Oh, da gibt es kein Limit! Filipinos nehmen sich den Spruch „Einer geht noch rein“ sehr zu Herzen. Wenn man dann mit 20 anderen Leuten im Jeepney sitzt, passt trotzdem immer noch jemand reinJ.

Ach ja, zur Schule komme ich mit dem Motorrad J Hanggang sa muli! (see you soon) Eure Davina  J