13.9.2018

Bericht #2 – Muttertag und Kartoffelpüree in Thailand…?

Hey Metropolregion Rhein-Neckar, es ist jetzt schon eine Weile her seit meinem ersten Blog und ich denke es wird mal wieder Zeit euch von meinem Aufenthalt hier ein bisschen zu erzählen.

Seit meinem letzten Blog ist eine Menge passiert. Unter anderem war Muttertag in Thailand und ich kann euch sagen, Muttertag in Thailand ist ein Riesending; ich glaube die meisten Mütter in Deutschland würden das gar nicht schlecht finden. Es fängt schon früh morgens an und viele Mütter kommen in die Schule, so auch meine Gastmutter. Hier fand dann eine riesige vierstündige Zeremonie statt. Zuerst wurden Tänze und „Theaterstücke“ vorgeführt; dann wurde mit einem Mönch gebetet, und danach wurden den Müttern von ihren Kindern Geschenke übergeben. Abschließend gab es dann ein großes Buffet in der Schule. Nach der Schule wurde dann noch die Großmutter geehrt und wir sind zusammen essen gegangen.

Bevor ihr euch fragt, nein, die Frau neben der anderen Austauschschülerin ist nicht ihre Mutter, sie ist die Sekretärin von der Schule.

In der Zwischenzeit habe ich eine neue Beschäftigung gefunden. Ich dachte, ich bin jetzt in Thailand, da muss man das einfach mal ausprobieren: Ich gehe jetzt 3-mal die Woche zum Thai-Boxen. Die Leute dort sind einfach mega nett und ich langweile mich nicht mehr nach der Schule.

Und mal so ganz nebenbei gesagt, hätte nie gedacht, dass ich das mal sagen werde, aber ich vermisse die deutsche Schule. Versteht mich nicht falsch, die Schule hier ist toll, die Lehrer sind alle super nett und die Schüler natürlich auch alle. Es ist mehr der Unterricht. Ich habe ein Haufen Freistunden während der Schule. Der Unterricht ist nicht wirklich informativ und ich habe so das Gefühl, dass ich hier so langsam Stück für Stück verblöde.

Und außerdem werden wir Austauschschüler über absolut nichts informiert. Letztens ist eine Schülerin von der Schule hier mit AFS nach Belgien gegangen. Und während der Abschiedszeremonie kommt auf einmal meine Betreuerin zu uns, und sagt, dass einer von uns AFSlern jetzt noch ein paar Worte zu Lina sagen soll. Jetzt dürft ihr dreimal raten, wer am Ende da vorne stand, ja richtig, ich. Also hab ich in 3 Minuten eine Rede zusammengebastelt und Lina im Namen von uns gratuliert und verabschiedet. Im Endeffekt war sie sogar echt gut, die Rede, zwar ein bisschen kurz aber für die 3 Minuten in denen ich sie erstellt habe, war sie echt nicht schlecht. Der Lehrer aus England hat sogar gefragt, wie lange ich für die Rede geübt habe, weil sie so gut war. Ich würde sagen: „Mission accomplished“

Dann kam „Science Day“ und wir mussten zwei Experimente vorbereiten. Wie das in der Wissenschaft so ist, hat eins von den beiden natürlich nicht funktioniert, aber das andere war der „Burner“. Haha, also buchstäblich, ihr versteht … weil es eins mit Feuer war... ok reicht dann auch wieder. Auf jeden Fall ist unser Experiment super angekommen, wir mussten nicht mal erklären, was wir machen, wir haben es einfach vorgeführt und die anderen haben es nachgemacht. Wir hatten zwei Stunden lang mindestens 70 Schüler an unserem Stand.

Als Nächstes ging es weiter nach Ayutthaya, die alte Hauptstadt von Thailand. Wir haben den ganzen Tag Tempel und Märkte besichtigt. Ich glaube an dem Tag wurden 500 Fotos von uns gemacht, aber immerhin hab ich mich nicht wie ein Tourist gefühlt, da ich nur ungefähr 10 Fotos gemacht habe und unsere Thai-Lehrer um die 300.

Den Monat haben wir mit einem schönen „Europäischen Buffet“ beendet. Ich habe Frikadellen mit Gemüse und Kartoffelpüree gemacht und von den Italienern gab es Pasta und Tiramisu. Auf meinem Vorschlag hin findet das jetzt einmal im Monat statt. Ahhh, wie ich Kartoffelpüree vermisst habe, endlich mal was anderes als Reis.

Das war‘s jetzt erstmal von mir. Ich melde mich, wenn es was Neues zu erzählen gibt. Aber bis dahin „Jö gan (Wir sehen uns) Metropolregion Rhein-Neckar“

Tim