13.12.2018

Bericht #3 - Thanksgiving, Kalifornien, Wale etc…

Hallo Metropolregion Rhein-Neckar,

zuerst einmal ich habe endlich einen Sport gefunden, an dem ich bis zum Ende des Schuljahres teilnehmen kann und zwar ist es Softball. Für die, die jetzt nicht genau wissen was das ist: Es handelt sich dabei um die „Frauenversion“ von Baseball. Die Bälle sind größer und das Feld ist kleiner. Auf jeden Fall hat das Vorbereitungstraining jetzt schon seit einer Woche angefangen, doch es dauert noch bis zum neuen Jahr, bis wir im Freien und richtig spielen können.

Kommen wir mal dazu, was ich die November-Feiertage über gemacht habe. Da es Thanksgiving war und man dies immer mit der Familie verbringt, hat uns mein Gast Opa zu sich nach Kalifornien eingeladen. Also haben wir einen Flug gebucht und waren nichts wie weg in Stockton. Als wir ankamen, war das Wetter schlechter als erwartet und man konnte auch die Waldbrände etwas riechen, die zu diesem Zeitpunkt weltweit Schlagzeilen machten, was uns nicht davon abgehalten hat am nächsten Tag in das eine Stunde entfernte San Francisco zu fahren. Die Fahrt war lange und ungemütlich, aber total lohnenswert für das was wir dort zu sehen bekamen. Der erste Stop war - natürlich - bei der Golden Gate Bridge und sie sah noch viel besser aus als auf Bildern. Es hat zwar geregnet und es war sehr windig aber dieser Ausblick war einfach wunderschön, wie im Traum. Danach sind wir noch in die Stadt reingefahren, haben uns ein paar Läden angeschaut und sind bei „Bubba Gump and Co“ essen gegangen.

An Thanksgiving, dem 22. November, kam dann die Familie zu uns und wir haben traditionell Truthahn gegessen, einen Weihnachtsfilm geschaut und Uno gespielt. Es war echt schön und es hat mich sehr gefreut einmal ein richtiges Thanksgiving zu erleben, auch wenn es nur vergleichsweise klein war.

Nach der vierstündigen Fahrt mussten wir aber auch wieder zurück nach Stockton. Dort blieben wir nur noch ein paar Stunden, denn am Sonntagmorgen um 2 Uhr mussten wir schon wieder los zum Flughafen und leider zurück nach Chicago. Kalifornien hat mir so gut gefallen und ich wäre gerne länger geblieben aber die Schule hat uns leider nur drei Tage schulfrei gegeben, wovon wir aber jede Stunde genutzt haben.

Ich bin meiner Gastfamilie so dankbar, ich konnte in der bisherigen Zeit schon so viel reisen und so viel sehen von den USA, womit ich gar nicht gerechnet hatte. Mein Traum ist in Erfüllung gegangen – und er ist noch besser als ich es mir vorgestellt habe. Es ist einfach unglaublich und ich bin „erst“ seit vier Monaten hier. Ich hoffe ihr seid auch so aufgeregt wie ich auf was noch so alles kommt.

Bis zum Neuen Jahr, Feiert schön und bleibt gesund, Elif