14.1.2015

Bericht #5 - Meine fantastische Reise zu den Foz do Iguazu

Ein „Frohes Neues“ in die Metropolregion Rhein Neckar, Zuerst einmal, liebe Menschen in der MRN, wünsche ich Ihnen allen ein frohes und gesundes neues Jahr, und hoffe, dass all Ihre Vorsätze, die Sie sich für 2015 vorgenommen haben, in Erfüllung gehen. Auch hoffe ich, dass Sie alle ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest mit Ihren Familien verbringen konnten und eine entspannte Weihnachtszeit hatten.

In diesem Blogeintrag möchte ich Ihnen, liebe Leser und Leserinnen, noch einmal etwas über den vergangenen Dezember berichten, denn er war wohl einer der Monate, in dem ich bis jetzt, am meisten Neues erleben durfte. Ob Weihnachten, Neujahr oder die fantastische Reise zu den Foz do Iguazu - all das waren Erlebnisse, die ich wohl nie mehr vergessen werde.

Zuerst einmal muss ich Ihnen sagen, dass es hier in Caicó während des gesamten Dezembers unglaublich heiß war, und das diesjährige Weihnachten wohl mein Erstes bei circa 40 Grad Celsius und strahlendem Sonnenschein war. Auch zum Jahreswechsel fiel die Temperatur nicht unter 28 Grad Celsius, was sich doch alles etwas merkwürdig anfühlte. Schließlich hatte ich bis jetzt jeden Dezember mit langen Hosen, Winterjacke und Winterschuhen verbracht. Jedoch, habe ich das sommerliche Weihnachten und den Jahreswechsel hier sehr genossen, und mich gefreut, all das einmal hier in Brasilien erleben zu dürfen. Eine wirklich irre Erfahrung ! J

Nun jedoch möchte ich Ihnen von dem erzählen, was für mich das absolute Highlight im Dezember 2014war. Ein Highlight, das ich wohl nie wieder vergessen werde: Eine Reise zu den Foz do Iguazu – den größten Wasserfällen der Erde. Umgeben von unersättlichem Regenwald, brechen die Wassermassen der Foz do Iguazu an der Grenze zwischen Argentinien und Brasilien in die Tiefe. Ein Naturschauspiel, das ich so noch nie in meinem Leben bestaunen konnte. Klar, dass man die Foz do Iguazu schon einmal im Fernsehen oder auf Bildern gesehen hat, aber wenn man dann echt, gerade einmal zwei Meter vor den Wasserfällen steht, ist das Gefühl noch einmal ein ganz anderes.

Die Reise machte ich zusammen mit vielen anderen AFSern aus ganz Brasilien. So ergab sich wieder eine bunte Truppe von Schülern aus der ganzen Welt: aus Deutschland, Thailand, Russland, Türkei, Island und der Schweiz. Sie waren zusammen gekommen, um gemeinsam die Foz do Iguazu zu besichtigen. Und wie das nun einmal so ist unter AFS-ern, war die Stimmung von Anfang an richtig gut und alle verstanden sich super miteinander. Warum das so ist, weiß ich auch nicht. Das muss wohl am sagenumwobenen „AFS-Spirit“ liegen, den man nun wirklich nicht beschreiben kann, sondern einfach mal erlebt haben muss. J

So trafen also alle Austauchschüler nach und nach im Hotel ein und diejenigen, die schon am Morgen ankamen, entspannten den gesamten Tag am Pool und genossen die tropische Hitze, die im Nachhinein, nämlich ohne Pool, echt fast unerträglich wurde. J In den drei kommenden Tagen, stand uns ein volles Programm bevor, in dem wir unter anderem auch das Itaipú Wasserkraftwerk in Paraguay und die argentinische Seite der Wasserfälle besuchen sollten. In der eigentlichen Stadt Foz do Iguazu besuchten wir zuerst jedoch den sehr bekannten „Parque das aves“ ( Vogelpark), indem es Vögel gab, von denen ich noch nicht einmal wusste, dass sie existieren. Vom Ara bis zum Tucan gab es hier alle Vögel, die man sich vorstellen kann. Auch einige sehr besondere Arten konnte man im Vogelpark von Iguazu besichtigen.

Der Besuch im Parque das aves war ein wunderbares Erlebnis, denn die Artenvielfalt, die vielen bunten Farben der Vögel und der unersättliche Urwald, in dem er sich befindet, sind beeindruckend und bewundernswert. Der Park ist wahrhaftig ein Stück Paradies, und jeder, der schon einmal dort gewesen ist, wird mir in diesem Punkt zustimmen.

In den nächsten Tagen besichtigten wir die Foz do Iguazu von der brasilianischen und der argentinischen Seite, wobei zu erwähnen ist, dass man dies nur tun kann, wenn man die Nationalparks der jeweiligen Länder besucht, denn die Foz do Iguazu befinden sich in einem Naturschutzgebiet, was von beiden Ländern stark beschützt und überwacht wird. Schließlich leben in diesem Park Tierarten, die man sonst nur im Zoo besichtigen kann: Nasenbären, Gürteltiere, Rieseneidechsen, tropische Schmetterlinge, Kolibris und sogar eine Wasserschildkröte konnten ich und die Anderen im Nationalpark von Argentinien in freier Wildbahn beobachten. Ein wirklich schöner Anblick.

In beiden Parks, erhält man die einmalige Chance, mit einem kleinen Speedboot direkt an die Wasserfälle zu fahren, was ich und die anderen Austauschschüler sich natürlich nicht entgehen ließen. Diese Bootstour war unglaublich, denn näher konnte man schlicht und einfach nicht an die Foz do Iguazu herankommen. Nach der Bootstour fuhren wir alle klitschnass, aber überglücklich zurück in unser Hotel. Das Gefühl des Respekts vor den Wassermassen, derAngst, Aufregung und Freude, liess uns alle den absoluten Adrenalinkick spüren ! J

Am nächsten Tag besuchten wir unter anderem das Itaipú Wasserkraftwerk, welches das größte seiner Art ist. Bald wird es jedoch von einem Wasserkraftwerk in China abgelöst. Das Itaipú Wasserkraftwerk ist binacional, das heißt, es wird von zwei Ländern betrieben. In diesem Fall sind das Paraguay und Brasilien. Der Name Itaipú stammt aus dem Guaraní, einer Indianersprache, und bedeutet übersetzt „der singende Fels“. Mit dem Bus machten wir dann eine Rundfahrt und hatten somit die Gelegenheit, auch einmal auf den mehr als 100 Meter hohen Staudamm zu kommen, was zugegeben echt hoch war.

Im allgemeinen war diese Reise also wirklich unglaublich schön und ich kann mit voller Überzeugung sagen, dass diese einer der besten Reisen meines Lebens war! Auch habe ich viele neue Freunde in den anderen Austauschschülern gefunden und bin froh, diese Reise gemacht zu haben.

So, liebe Leser und Leserinnen. Das war´s erst einmal wieder von mir, hier aus Brasilien. J Bald steht der Karneval vor der Tür... Darüber werde ich Ihnen bestimmt einiges erzählen. herzliche Grüße Gregor