3.11.2014

Bericht #1 - Der erste Schultag

Hallo liebe Region-Rhein-Neckar!

Ich werde heute meinen ersten Bericht über mein Auslandsjahr mit euch teilen. Ich kam am 14 August 2014 in Chicago an und wurde von AFS, meiner Entsendeorganisation, zu einem Arrival Camp gefahren in Manitowoc, Wisconsin. Ich war nicht wirklich müde. Das lag vermutlich daran, dass ich sehr aufgeregt war.

Am nächsten Tag wurde ich von meiner Gastmutter mit dem Auto abgeholt. Auf der Fahrt nach Hause haben wir gleich mal einen kurzen Halt in einem typisch amerikanischen Restaurant gemacht und ich verspeiste meinen ersten genialen Burger.

Nach ein paar Tagen lernte ich drei nette Mädels kennen, die mit mir auf dieselbe Schule gehen. Jeder Schritt hier ist wirklich sehr aufregend. Man merkt gar nicht, wie schnell die Zeit vergeht, weil man einfach wirklich immer etwas zu tun hat.

Der erste Schultag

Mein erster Tag in der Schule war unglaublich cool. Wenn ich mich mit jemanden unterhalten habe und sagte, dass ich eine Austauschschülern aus Deutschland bin, fanden sie es total cool und mittlerweile kennt mich auch schon fast die ganze Schule –, weil ich ständig nach dem Weg zu meinem Klassenzimmer fragen musste, bis ich es mal selber finden konnte. Das Witzigste war anfangs, dass man mich immer fragte, ob ich Spanierin sei. Warum, weiß ich auch nicht ;-)

Mein erster Besuch eines Footballspiels war unglaublich. Ich hatte noch nie zuvor in meinem Leben so viel Spaß, ein Spiel anzuschauen, obwohl ich dessen Regeln nicht kenne J. Ich werde es wirklich sehr vermissen, wenn die Saison vorbei ist.

Ich selbst bin diese Saison im Tennis-Team. Und ich liebe es, auch wenn ich nicht besonders gut bin, denn ich habe einen Riesenspaß in jedem Training. Meinen erstes richtiges Match hatte ich auch schon und ein Riesenspaß dabei, trotzdessen ich leider verloren habe

Homecoming Week

Ich hatte sogar schon meinen Homecoming-Dance. Ich kann es einfach nur mit den Worten beschreiben: unglaublich toll. Es war der festliche Abschluss der Homecoming-Woche (eine wichtige Tradition an amerikanischen Schulen, die meistens zwischen Ende September und Anfang Oktober stattfindet).

Es begann als Motto-Woche, d.h. wir mussten jeden Tag bestimmte Sachen anziehen. Am Pyjama Day zum Beispiel haben wir uns wie verrückt verkleidet, als wären wir wirklich frisch aus dem Bett gestiegen. So sind wir in die Schule gegangen, es war wirklich sehr lustig. Einige hatten sich sogar extra einen neuen Schlafanzug gekauft, um als „Kuh“ oder „Küken“ zu gehen. Dann hatten wir den „Tie dye“, dazu trug man ein T-Shirt mit tausend verwischten wunderschönen verschiedenen Farben. Des Weiteren gab es noch den Klassenstufen-Shirt- Day, d.h. bestimmten Klassenstufen trugen bestimmte Farben: Meine war Pink J. Am „Team Day“ (unser Team hieß „Gosling“) wurde sich extrem blau-schwarz verkleidet und geschminkt. Es war wirklich sehr aufregend. Nicht zu vergessen den „Powder Puff day“, wo die traditionellen Rollen getauscht wurden. Die Mädchen traten zu einem Football-Spiel an (mit etwas leichteren Regeln), während die Jungs als Cheerleader am Feldrand einfach irgendwie rumtanzten.

Am vorletzten Tag vor dem Homecomeing-Ball, einem Freitag, hat sich die ganze Schule in der Sporthalle versammelt und es gab verschiedene Vorführungen.