24.4.2019

Bericht #7 – mein Trip in den Suratthani-Nationalpark

AFS-Camp

Hey Metropolregion, wie versprochen gibts jetzt meinen Blog über mein Massage-Camp und den Trip in den Suratthani-Nationalpark. Fangen wir beim Massage-Camp an. Ich muss leider sagen, dass, was die Planung angeht, AFS-Thailand bei diesem Camp kläglich versagt hat. Einen Tag vor Beginn des Camp schreibt uns ein AFS-Volunteer, dass wir am nächsten Tag so früh wie möglich in Ayutthaya, einer Stadt im Norden von Bangkok, sein sollen. Anreise und Unterkunft mussten wir komplett allein organisieren. Keinen Tipp oder Hinweis, nix. Am nächsten Tag ging’s dann morgens früh raus da ich eine vierstündige, recht komplizierte Anreise vor mir hatte. Als ich dann gegen Nachmittag in Ayutthaya angekam, habe ich erstmal erfahren, dass ich zu spät für die Unterrichtseinheit an diesem Tag war. Also bin ich direkt weiter ins Hostel zum Einchecken. Eine knappe Stunde später sind dann die anderen Campteilnehmer zu mir gestoßen. Glücklicherweise meinten die, dass ich im Unterricht nichts verpasst habe, da sie eigentlich nur die Grundlagen gelernt hatten, wir das aber am nächsten Morgen nochmal wiederholen würden. Also am kommenden Tag ging es um 10 Uhr morgens los. Die Massageschule war zum Glück nicht weit entfernt von unserem Hostel, so dass wir relativ schnell dort waren, und kaum angekommen, auch schon der Kurs begann. Der Unterricht war sehr  gechillt. Jeden Tag von 10Uhr bis 15Uhr und dazwischen eine Stunde Mittagspause, in der wir übrigens jeden Tag ins gleiche Restaurant gegangen sind, in der Hoffnung, dass wir vielleicht mehr oder weniger Stammkunden werden und als „Farangs“ vielleicht mal ein oder zwei Sachen kostenlos bekommen würden. Ab dem dritten Tag ist unser Plan dann auch aufgegangen und wir haben jeden Tag ein Süppchen umsonst bekommen. In der Schule haben wir jeden Tag ein neues Set gelernt, was relativ einfach und entspannt war, da man entweder jemanden massiert hat, oder massiert wurde. Am Ende des Camp hatten wir dann einen zweistündigen Test, in dem wir unser neu erworbenes Wissen anwenden sollten. Mit 89/95 Punkten bin ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Jetzt habe ich ein „ Certificate in Thai Massage“, mit dem ich daheim vielleicht ein bisschen jobben kann. 

Leider musste ich das Camp dann nach meiner Prüfung auch sofort verlassen, da ich bis 18 Uhr schon wieder in Bangkok sein musste, um meinen Bus in den Süden Thailands zu erwischen. Am Busbahnhof bin ich dann auch auf die anderen Austauschschüler getroffen und wir haben uns zusammen auf eine zehnstündige Busfahrt vorbereitet. Um  vier Uhr morgens sind wir dann auch endlich in Suratthani angekommen, natürlich war wieder alles absolut unorganisiert und wir mussten erstmal 1 1/2 Stunden am Busbahnhof warten. Als dann unser Minivan endlich da war, haben wir natürlich alle geschlafen anstatt die wunderschöne Landschaft um uns herum zu bewundern. Als Erstes ging es dann zum Frühstück auf einen kleinen Markt. Von dort aus sind wir dann an einen kleinen Hafen innerhalb des Nationalparks gefahren. Der Park ist übrigens ein sehr großer, unübersichtlicher Stausee, eingekesselt von riesigen Steinwänden und Felsblöcken. Vom Hafen aus sind wir dann mit einem Bot auf unsere schwimmende Unterkunft gefahren. Es war wunderschön dort, nur leider durften wir uns nur in einem sehr begrenzten Bereich zum Schwimmen und Kanu fahren aufhalten, was aber recht schnell langweilig wurde, da es ja immerhin erst 12 Uhr mittags war. Wie dem auch sei, haben wir dann den Rest des Tages einfach im Wasser verbracht und wir haben uns alle sehr böse verbrannt.

Den nächsten Tag saßen wir größtenteils im Auto, um zur Westküste Thailands zu fahren, meiner Meinung nach nur, damit wir die Sonne über dem Ozean untergehen sehen können. Wie es das Schicksal aber auch wollte, war es so wolkig, dass wir noch nicht mal einen Sonnenuntergang hatten. Als wir  im Ozean schwimmen waren, wurde ich dann auch noch von einer Qualle gestochen. Zum Glück außer einer Rötung und einem brennenden Gefühl nix passiert. Am nächsten Tag das Gleiche, wieder den ganzen Tag im Auto sitzen, um wieder zurück nach Suratthani zu fahren. Dort waren wir dann noch Pizza essen und eine Stunde in einer Mall und dann ging es auch schon wieder zum Busbahnhof und zurück nach Bangkok. 

Im Prinzip ein schönes Camp, leider war ich etwas enttäuscht und hätte mir für das viele Geld dass wir bezahlt haben, etwas mehr Programm gewünscht, so wie es in der Ankündigung auch beschrieben war. Doch wie immer haben wir Austauschschüler das Beste draus gemacht und hatten dann doch einen recht angenehmen Aufenthalt.

Das waren jetzt also meine zwei AFS-Camps, es gibt aber noch so viel Anderes zu erzählen, ihr könnt also gespannt sein auf meinen nächsten Blog. Bis dahin,  Frohe Ostern, Metropolregion.