30.3.2019

Bericht #5 – Meine März-Highlights…

Meinen Namen kann hier so ziemlich niemand aussprechen, außer ein Freund aus Marokko, der Arabisch spricht (!) Die Amerikaner sprechen meinen Namen "Liendra", oder so aus... hab’ mich aber schon dran gewöhnt. So wie an den Alltag an sich, auch wenn es mich eine Weile gebraucht hat, vor allem weil die Tage hier immer extremst lange sind, ob Schule oder Training oder alles andere...

Dollar statt Euro zu benutzen ist auch eine Umgewöhnung gewesen, aber ich benutze sowieso für fast alles meine Kreditkarte hier, also ist das eigentlich egal. An das Essen habe ich mich auch schon gewöhnt, mir kam aber anfangs alles total süß vor, wie das “Pumpkin Bread”, das zwar Kürbisbrot heißt, aber mehr wie Kuchen ist, ziemlich nass und extremst süß. Man isst es hier vor allem im Herbst…mit Butter. Oder Beispiel Tomatensoße, in welche die Amerikaner hier Mengen an Zucker reintun -- das konnte ich anfangs alles nicht essen, war mir viel zu süß, aber mittlerweile ist das schon alles normal für mich geworden!

Viel Freiheiten habe ich hier nicht, was das Reisen oder so angeht, weil hier öffentliche Verkehrsmittel nicht sehr verbreitet bzw. flächendeckend vernetzt sind wie etwa in Deutschland. In den USA ist im Prinzip jeder und immer total vom Auto abhängig, was mich echt manchmal nervt, weil ich nicht fahren kann/darf. Klar, viele meiner Freunde fahren schon Auto, weil man den Führerschein hier bereits ab 16 Jahren haben kann, was ich ziemlich cool finde. Umso mehr vermisse ich das Fahrradfahren; seit ich hier bin, saß ich vielleicht 2 Mal auf dem Rad. Daheim in Landau bin ich jeden Tag zur Schule mit dem Rad und zurück gefahren!

Mit dem Englisch komme ich echt immer besser zurecht, klar gibt es hier und da immer mal ein Wort von der Lehrerin, das ich nicht verstehe oder mein immer noch deutscher Akzent kommt mir in den Weg der Kommunikation mit den Amis, aber ich kann mich schon gut verständigen und lerne jeden Tag dazu! Es ist echt sehr interessant in der Schule, die Geschichte beispielsweise von einer völlig anderen Perspektive zu betrachten. Da lerne ich einiges in meiner „US History Class“ aber auch „Modern World History“.

Ein paar „fun classes“ habe ich aber auch genommen: Ich bin im Theaterkurs und in einer Chorklasse, denn die künstlerische Fachschaft an unserer Schule ist super gut und renommiert. Außerdem bin ich einigen Clubs an unserer Schule beigetreten, da ich mich dazu entschieden habe keinen “Spring Sport” zu machen, um Zeit für andere Dinge zu finden. Ich gehe jetzt 3 Mal die Woche ins YMCA, ein Fitness Center mit Pool, wo ich mit ein paar Freunden trainieren gehe, Schwimmen und Rennen. Ich trainiere momentan für den 10k-Forest-Run, den ich mit meinem Gastvater am Wochenende rennen werde. 

Mit unserer Chorus-Class, in der ich eine von 40 Schülern unserer Schule bin, war ich in New Haven, wo unser großes "Spring Concert" in der "Woolsey Hall" at Yale stattfand.

Ein anderes tolles Erlebnis diesen Monat war der von AFS organisierte Pi(/π)- Day in Hartford der am 14.3. stattgefunden hat – also die Zahl Pi (3.14) umgedreht. Alle Austauschschüler in der Umgebung haben typische Desserts von ihrem Land mitgebracht und es gab den Pi(e)-Wettbewerb für die besten und schlechtesten Pi(e)s. 

Dieser Monat war für mich sehr erlebnisreich, ich hoffe euch geht es allen gut, ich melde mich schon bald wieder.

Eure Leandra :)