13.6.2019

Bericht #9 – Meine Tage hier sind gezählt...

Hey Metropolregion, meine Tage hier in Thailand sind gezählt. Die Stimmung ist schon etwas traurig. Aber trotzdem lassen wir uns nicht davon abhalten, eine paar coole letzte Wochen miteinander zu verbringen. Aufgrund der Verpeiltheit meiner Lehrer bin ich bis jetzt nicht dazu gekommen meine Präsentation über die Metropolregion Rhein-Neckar zu halten, also habe ich mich jetzt selbst drum gekümmer. Nachdem ich ein paar Englisch-Lehrer gefunden habe, die sich dazu bereit erklärt haben, sich meine Präsentation anzuhören, habe ich dann die Präsentation in der drittletzten Woche meines Auslandsjahres gehalten.Meine Vorstellung ist sehr gut angekommen und hat allen gut gefallen, jedoch bezweifle ich, dass sie alles verstanden haben, da die Englischkenntnisse der Thais doch eher dürftig sind.
 

In der vorletzten Woche habe ich dann mit Enrico aus meinem Ort noch eine große Abschiedsparty bei mir daheim veranstaltet. Es sind ungefähr 40 Leute gekommen und wir hatten noch mal riesig Spaß zusammen. Am Tag nach der Feier sind wir dann noch zusammen in die Schule gefahren, um unsere Zeugnisse abzuholen. Witzigerweise entsprechen unsere Zeugnisse in keinster Weise den Tatsachen. Ich hab dann ein paar meiner Lehrer gefragt, ob sie meiner Advisorin überhaupt meine Noten gegeben haben... hatten sie natürlich nicht, jetzt habe ich halt mehr oder weniger ein richtiges Zeugnis. Meine Noten stimmen sogar mehr oder weniger mit der Realität überein, jedoch stimmen meine Fehltage und Unterrichtsstunden absolut gar nicht. Deshalb habe ich zum Beispiel viel zu viele Thai-Stunden in meinem Zeugnis drinne stehen, insgesamt hatte ich in meinen zehn Monaten Vielleicht 5 Stunden Thai Unterricht. Das gleiche gilt für die anderen speziell thailändische Fächer. Und ich habe höchstens  fünf Fehltage, und trotzdem steht in meinem Zeugnis dass ich nur an 15 von 40 Badminton-Stunden teilgenommen habe, was ja aber schon über 25 Fehltage wären... Gegen Abend sind wir dann noch mit unseren Lehrer essen gegangen, was auch sehr witzig war, weil da ein Haufen Lehrer dabei waren die ich noch nie in meinem Leben gesehen habe.

Am nächsten Tag ging dass Problem mit Koffer packen schon los.  Nach insgesamt knapp 2 1/2 Stunden war ich dann fertig mit all meinem Zeug und war sogar noch im zulässigen Gewichtsbereich. Ein paar Tage später sind Enrico und ich dann nach Bangkok auf unser letztes AFS Treffen gefahren. Hier haben wir dann nochmal unsere Auslandserfahrungen mit allen anderen Austauschschülern ausgetauscht und wir hatten nochmal ein schönen letztes Wochenende zusammen. Am Donnerstagabend ging’s dann zum Flughafen. Ich hatte meiner Familie gesagt wann ich abfliege, so dass sie nochmal zum Verabschieden vorbei kommen können. Es war ziemlich witzig, da wir insgesamt acht deutsche Austauschschüler am Flughafen waren, ein, zwei andere Deutsche wurden auch von ihren Familien besucht, aber es waren dann maximal drei bis vier Leute. Dann kamen meine Familie und Freunde... über 30 Leute waren da am Flughafen, nur um mich zu verabschieden. Ich war gerührt!
Trotzdem muss ich komischerweise sagen, dass mir der Abschied nicht so schwer gefallen ist. Ich nehme mal an, weil ich im Hinterkopf hatte dass ich ja im Oktober noch mal mit meiner echten Familie zurückkomme.

 

An diese Stelle möchte ich mich bei meinem Stipendiengeber SAP und MRN bedanken, die mir bei der Finanzierung meines Auslandsjahres sehr geholfen haben und mir die Möglichkeit gegeben haben, dieses unvergessliche Jahr überhaupt zu erleben. Vielen Dank