1.11.2019

Bericht #1 – Meine ersten Monate in den USA

Hallo Metropolregion Rhein-Neckar,

auch wenn es sich nicht so anfühlt, bin ich jetzt schon seit etwas mehr als zwei Monaten in den USA. Die Zeit hier vergeht einfach viel schneller was vor allem daran liegt, dass ich hier durchgehend beschäftigt bin.

So jetzt aber mal von Anfang an. Ich bin am 7. August in Washington angekommen, habe dann aber nicht gleich meine Gastfamilie kennengelernt, sondern hatte erst ein „Orientation“-Wochenende von AFS. Dort habe ich auch die anderen Austauschschüler in Virginia kennengelernt und die ersten Freunde hier gefunden. Am nächsten Tag wurden wir dann von unseren Gastfamilien abgeholt, was ziemlich chaotisch war, da keiner so genau wusste wie seine Gastfamilie wirklich aussieht, wir hatten davor ja nur Bilder von ihnen gesehen.

Nachdem das geschafft war und ich meine Gastfamilie gefunden hatte sind wir auch direkt nach Hause gefahren, wo ich Corey, meinen Gastbruder, und seine Freundin Esperanza kennengelernt habe. Lange Zeit um mich auszuruhen hatte ich allerdings nicht, da wir dann zur Eröffnung von Cameron, Coreys Zwillingsbruder, seinem Tattoostudio gefahren sind, wo ich dann den Rest meiner, insgesamt fünf, Gastgeschwister kennengelernt habe. Die nächsten zwei Wochen Ferien habe ich dann vor allem mit meiner Gastfamilie verbracht, die versucht hat, mir soviel wie möglich von Virginia zu zeigen. Meine persönliche Highlights dieser zwei Wochen waren Bush Gardens, ein riesiger Freizeitpark, ein Konzert und Washington D.C.

Am Ende der Ferien hatte ich dann ein Gespräch mit meinem Counselor, wo ich mir dann meine Fächer aussuchen konnte. Da mein Schuljahr hier, in Deutschland nicht zählt, konnte ich mich komplett frei entscheiden welche Fächer ich haben möchte und musste nicht, so wie die Amerikaner, bestimmte Plichtfächer belegen. Ich habe mich für USA/VA History, AP Statistics, Personal Fitness, Human Anatomy & Physiology, Gourmet Foods, English und AP Biology entschieden, wobei ich mittlerweile von AP Biology zu Art & Design gewechselt bin, da mir Biologie zu kompliziert war. Außerdem habe ich angefangen Field Hockey zu spielen und so auch schon in den Ferien, die ersten Menschen aus meiner Schule kennengelernt, was mir den Start hier deutlich leichter gemacht hat.

Als dann die Schule angefangen hat, war ich erstmal komplett überfordert, da wir hier deutlich mehr Hausaufgaben bekommen als in Deutschland und dadurch, dass ich die Sprache nicht hundert Prozent beherrsche, alles viel schwieriger für mich war. Mittlerweile habe ich es geschafft mein Schulleben so zu organisieren, dass ich außerhalb der Schule auch noch Zeit für meine Freunde habe.
 

Macht’s gut und bis zum nächsten Mal,

Angela