12.12.2019

Bericht #3 – Eine spannende Woche geht vorbei

Hallo liebe Metropolregion zu meinem neuen Blog. Heute möchte ich euch von meiner unfassbaren Klassenfahrt von meiner Gastschule in das wunderschöne Cancun in Mexiko berichten.

Die letzten Schultage gingen vorbei, die letzten Sachen wurden gepackt, das Geld wurde getauscht und schon ging es ab zum Flughafen nach Santiago. Am Samstag den 31.11 um 9:10 Uhr hob das Flugzeug ab nach Mexiko. Es war ein unbeschreibliches Gefühl, ich war einfach nur mega gespannt, was auf mich zukommen wird und mega glücklich, dass alles geklappt hat und ich die Chance habe so etwas mitzuerleben. Hier möchte ich mich auch einfach noch einmal bei allen bedanken, die mir zum einen dieses Jahr, als auch diese Reise ermöglicht haben. Danke! Ca. 8 Stunden später sind wir auf mexikanischem Boden gelandet. Es ging durch die Sicherheitskontrolle, Gepäck wurde abgeholt und nachdem all die typischen Dinge am Flughafen erledigt waren, ging es für ca. 20 min in einem Bus ab zum Hotel. Als wir ankamen, war es bereits dunkel. Sofort nachdem wir das Hotel betraten, war ich erst einmal für einen Moment sprachlos. Ich konnte es einfach nicht fassen. Das Hotel alleine war schon einfach... Ich finde keine Worte dafür, einfach unglaublich. Keine Stunde später öffneten wir dann unsere Zimmertür. Das zweite Mal an diesem Tag war ich einfach nur geschockt. Noch nie zuvor hatte ich so etwas erlebt oder im echten Leben gesehen. Ebenso der Ausblick aus unserem Zimmer war einfach nur traumhaft, vor allem beim Sonnenuntergang. An diesem Abend wurde das Hotel noch ein bisschen im Dunkeln erkundet. Außerdem gab es eine Show im Foyer des Hotels. Selbst im Dunkeln mit dieser Beleuchtung war es einfach wunderschön. Das warme mit einer frischen Prise vom Strand mit Sand an den Füßen war nahezu perfekt. Nach diesem Tag war ich einfach nur müde und erschöpft und bin schlafen gegangen.

Den darauffolgenden Tag blieben wir im Hotel und haben den Tag am Strand und im Schwimmbad verbracht. Das Hotel erneut im Hellen zu sehen war noch einmal eine Steigerung gegenüber am Abend. Das Meer, dieses Blau, der Strand, dieses Weiß. Unbeschreiblich! Das erste Mal als ich ins Meer gehen wollte, war ich sehr vorsichtig und dachte,wird bestimmt frisch. Ha, Im Gegenteil, es war einfach nur mega warm. Das Meer war ungefähr 20°C warm und somit auch deutlich wärmer als das Schwimmbad. Meine Augen haben in diesem Urlaub sehr gelitten. Das Salzwasser zusammen mit der Sonnencreme tut absolut nicht gut.

Trotz häufigen eincremen war ich bereits nach dem ersten Tag ein Krebs und knallrot. In dem Hotel an sich gab es auch einige Tiere, zum Beispiel Pfaue, Leguane und Koie. Wir wollten aus dem Schwimmbad raus, jedoch lag vor diesem Ausgang ein Leguan, da haben wir doch einen Umweg gemacht um diesen nicht zu stören.

Wenn wir den ganzen Tag im Hotel waren, lief ungefähr so ab: im Meer gebadet dann zum Schwimmbad gewechselt und dann zum Essen. Am das selbe noch mal mit noch ein bisschen Schlaf zwischendrin.

Apropos Essen: es gab 24/7 Essen. Zwar immer an verschiedenen Orten, aber es gab immer irgendwas. Es gab ein Buffet, an welchem es Frühstück, Mittagessen und Abendessen gab. Des Weiteren gab es einige Restaurants, wie z.B Chinesen, Italiener, Mexikaner,.. und diese Restaurants in mehrfacher Ausführung. Außerdem gab es eine Cafeteria, welche quasi den ganzen Tag unterschiedliche Kaffee´s, Tee´s und verschiedene Süßigkeiten hatte. Also wenn man zu spät zum Frühstück kam, konnte man sich dort noch bedienen. Das Buffet war nicht schlecht, aber auch nicht das Beste. Auf alle Fälle nicht dem Hotel entsprechend.

Am zweiten Tag ging es dann schon früher los. Eigentlich sollte der Bus um 9 Uhr losfahren, durch einige Probleme und Verspätungen ging es dann ca. um 10 Uhr los. Ich dachte, das wäre nur an diesem Tag so, aber nein. Falsch gedacht. Immer ging es eine halbe Stunde bis Stunde später los. Naja, jedenfalls sind wir zuerst 20min mit dem Bus gefahren bis wir an einem Steg mit einer Menge Katamaranen ankamen und ich war, wieder mal, sprachlos, da ich nicht verstand was wir hier machen. Schlussendlich sind wir dann auf eines der Katamarane gegangen und losgefahren. Einfach der Hammer mit der Sonne und dem Wind und dem wunderschönen blauen Meer und dazu kam noch coole Musik. An einem Punkt im Meer angekommen, sind wir alle zusammen schnorcheln gegangen. Die Fische waren super schön und das Wasser war super angenehm. Alle wieder zurück an Bord angekommen, ging es an einen anderen Punkt, wo wir ins Meer springen durften. Von außen sieht das Meer so harmlos und ruhig aus. Und obwohl ich eine gute Schwimmerin bin, empfand ich die Störmung als ziemlich stark und ich war sehr froh als ich wieder zurück auf dem Katamaran war. Noch eine weitere halbe Stunde und wir sind an dem eigentlichen Ziel angekommen. Isla de Mujeres ist eine, wie der Name schon besagt, eine Insel. Dort gab es dann zum Mittagessen Buffet und wir verbrachten 3h dort, haben Bilder gemacht und ein bisschen im Meer gebadet. Jedoch gingen diese 3h sehr schnell vorbei und es ging wieder zurück mit dem Katamaran. Auf der Rückfahrt haben wir keine Halts mehr gemacht, es ging direkt zurück ins Hotel. Angekommen in Hotel waren wir noch ein bisschen im Schwimmbad und waren Essen und saßen noch schön zusammen.

Den nächsten Tag haben wir wieder im Hotel verbracht, haben wieder einige Bilder gemacht und hatten wieder einen entspannten Tag. Ich fande die Mischung super. Wir hatten sowohl einige mega coole Aktivitäten, aber ebenso eine super Zeit in der Hotelanlage.

Den nächsten Tag ging es wieder früher los. Am Morgen sind wir nach Tulum gefahren. Tulum ist eine sehr wichtige Handelsstadt am Meer. Dort konnten wir uns zwischen einer Führung durch die Ruinen oder dem Strand entscheiden. Der Strand war wie die meisten Strände in Cancun, einfach der Wahnsinn. Jedoch habe ich mich für die Führung entschieden, wo ich sogar einiges verstanden habe. Dort hat man auch wieder eine Menge Leguane gesehen und ebenso Affen. Moskitos waren auch nicht gerade wenige dort, sodass ich doch ziemlich zerstochen war. Danach ging es an einen angelegten Fluss in dem wir ein bisschen schwimmen gehen durfte. Nachdem dem Mittagessen ging es weiter an den ,,Playa del Carmen“, jedoch nicht an den Strand sondern zum Shoppen in typischen Touristenshops und einer Einkaufsmall. Um 23 Uhr sind wir dann mit dem Bus am Hotel angekommen. Danach war für uns noch eine ,,offizielle“ Party in einem gemieteten Raum mit DJ und Lightshow. Ein schöner Abschluss eines schönen Tages

Am nächsten Morgen war ausschlafen und chillen angesagt. Erst um 15 Uhr ging es in den Park Xplor (von welchem ich leider nicht wirklich Bilder habe, da der Park mit Wasser war und man sich nur Bilder kaufen konnte). Dieser Park war einer meiner Highlights, es war einfach nur schön. Es gab verschiedene Aktivitäten wie z.B mit einem Wüstenquad für 4 Person durch einen ,,Parcour“ fahren. Da alle Aktivitäten erst ab 18 waren musste das Personal uns durch diese Strecke bringen. Des Weiteren gab es einen Parcour mit Seilrutschen. Es waren 9 Seilrutschen und diese waren auf verschiedenen Höhen mit verschiedenen Längen und Geschwindigkeiten. Außerdem gab es 2 Seilrutschen mit einer Hängematte wo man drauf sitzt. Es gab auch Flüsse unter der Erde wo man durchschwimmen konnte und ebenso mit einem Boot und Paddles durchfahren konnte. Nachdem wir schon fix und fertig davon waren, gab es dann noch Abendessen, mir war mit den nassen Haaren mega kalt. Um 23 Uhr ging es dann zurück zum Hotel. Ich war einfach nur fertig und durchgefroren und bin direkt ins Bett gegangen.

Den nächsten Tag sollte es mal wieder früh losgehen. Jedoch mal wieder sind alle erst eine halbe Stunde später nach und nach eingetrudelt. An diesem Tag ging es in den Park Xcaret, von welchem auch der Xplor abstammt. Von diesen Parks gibt es noch um einige mehr. Dieser Park war nicht all zu sehr auf Aktivitäten spezialisiert, mehr auf Tiere und Shows. Man konnte jedoch auch viele Attraktionen wie zum Beispiel Speedboot oder mit Delfinen/Haien schwimmen dazu kaufen. Jedoch war mir das dann doch für das Geld nicht wert. Ich bin dann Schnorcheln gegangen und habe kleinere Dinge gemacht. Wir waren den ganzen Tag dort und haben einiges gesehen und hatten eine Menge Spaß. Am Abend war dann das große Highlight und leider auch schon dem Abschluss. Wir gingen alle zusammen in eine riesige Show mit Abendessen. Das war sehr feines Essen mit  kleinen Speisen aber viele Gänge. Einigen, wie auch mir, hat das nicht all zu gut geschmeckt. Es war trotzdem eine super Erfahrung und die Show war auch super schön mit den Kostümen, Tänzen und Bühnenbildern.

Im Hotel angekommen waren wir noch in 2 Zimmern und hatten eine schöne Runde, da es die letzte Nacht war. Es hat kaum jemand geschlafen, da alle dachten, dass wir auf der Rückreise schlafen könnten.

Morgens ging es direkt nach dem Frühstück zum Flughafen. Die Stimmung war gedrückt und alle waren mehr oder weniger erschöpft. Leider konnte ich mit dem kalten im Flugzeug kaum schlafen und war quasi durchgehend wach.... Falsch gedacht mit dem Schlafen. Gegen Mitternacht kamen wir dann wieder zuhause in unseren Familien an, mit denen ich dann noch zum schönen Abschluss Essen gangen bin. Im Bett angekommen, habe ich keine 2 Minuten gebraucht bis ich eingeschlafen bin.

Diese Klassenfahrt war einfach nur der Hammer für mich. Ich war am Anfang erst einmal sehr überfordert, da ich meine Urlaube eigentlich immer in meinem Zelt verbringe und mir das auch vollkommen ausreicht, aber das hier war eine Erfahrung für sich. Ebenso war diese Reise für mich sehr hilfreich um Freunde zu finden und zu wissen, wer wie drauf ist. Ich bin unendlich dankbar, ich kann es gar nicht oft genug sagen. Ich habe es einfach nur genossen, da die Woche auch viel zu schnell vorbei ging und sich dieses Ereignis wahrscheinlich nicht so schnell wiederholt.

Die Wochen nach der Reise gingen sehr schnell um. Dann war es soweit und es stand Weihnachten vor der Tür. Ich war absolut nicht in Weihnachtsstimmung, da es einfach viel zu warm war. In den Malls waren überall Weihnachtsmänner gesessen mit welchen man Bilder machen konnte und ebenso große geschmückte Weihnachtsbäume und es lief Weihnachtsmusik. Trotz allem konnte ich es nicht glauben. Selbst an Heilig Abend war ich nicht in Weihnachtsstimmung und konnte es einfach nicht fassen, dass es soweit war. Am Nachmittag kam meine Oma mit meiner Tante und deren Sohn. Es wurde gekocht, gespielt und in den Pool gegangen. Ich habe mich noch ein bisschen ausgeruht und geschlafen bis um ca. 18 Uhr. Danach saßen wir alle zusammen und haben erzählt. Gegen 22 Uhr gab es Chupe (Fisch-/Muscheleintopf) und Fleisch mit Kartoffelbrei. Nach dem Essen musste alles ganz schnell gehen, da es bereits 23:50Uhr war und um 24Uhr ja der Weihnachtsmann kommt (Ich habe eine kleine Schwester, welche noch an ihn glaubt). Es war süß zu sehen wie sie alles für den Weihnachtsmann gerichtet hat und schon ganz aufgeregt war. Wusstet ihr, dass es sogar eine Internetseite gibt, wo man sieht wo der Weihnachtsmann gerade ist und wie viele Geschenke er schon verteilt hat; ich wusste es nicht. Naja, jedenfalls war der Weihnachtsmann dann da und es ging zum Geschenke auspacken. Ich fande es mega lieb von meiner Familie, dass ich auch etwas bekommen habe. Danach ging es ans Karaoke singen, jeder musste, das war ein Spaß. Ich habe die deutsche Kultur näher gebracht und habe meine Mutter „Atemlos“ von Helene Fischer singen lassen. Es war ein sehr amüsanter Abend. Um 4 Uhr ging es dann schlafen. Den ersten Weihnachtsfeiertag haben wir dann zuhause verbracht und erst einmal ausgeschlafen, sind essen gegangen und haben gespielt. Nach dem Spielen gab es eine spontane Badeaktion in unserem Pool, mit Klamotten! Den 2. Weihnachtsfeiertag gibt es hier  nicht. Alles hat geöffnet und jeder muss arbeiten.

Ich glaube es war gut das ich nicht sehr starke Weihnachtsstimmung hatte, da das Heimweh so nicht all zu groß war! Ich hatte aber eine super Zeit und eine Menge Spaß. Danke an meine Familie das sie mich hier so gut aufnimmt.

Keine Woche später ging es dann an die Vorbereitungen für Silvester. Naja, Vorbereitungen ist zu viel gesagt.
Wir wussten lange nicht, was wir machen sollten. Schlussendlich sind wir dann doch ins Strandhaus nach Pichilemu gefahren.
Am 31.12 waren wir morgens noch 3 Stunden surfen. Diesmal sind meine Tante und meine Schwester auch mitgegangen.
Die Wellen waren nicht all zu gut, trotz allem hat es eine Menge Spaß gemacht. Nach der Surfstunde sind wir noch alleine ein bisschen im Meer geblieben.
Im Vergleich zum ersten Mal im August stand ich schon deutlich besser auf dem Board.
Danach ging es heim und da es mir nicht so gut ging, habe ich mich bis zum Abend aufs Ohr gehauen.
Dann hieß es nämlich chic machen für´s Abendessen. Wir gingen Abendessen, das Essen war jetzt nicht so gut, fanden wir alle,
jedoch ist an diesem Abend das Zusammensein doch das Wichtigste.
Wie immer waren wir zu spät, sodass wir vor dem Nachtisch zum Strand rennen mussten um pünktlich zum Jahreswechsel anzukommen.
Denn dort war das große Feuerwerk. In Chile kann man nicht, wie in Deutschland, Feuerwerk im Supermarkt kaufen.
Hier gibt es nur ein von der Stadt aus organisiertes Feuerwerk. Die Leute haben Sprühschlange, wie man sie in Deutschland von Fasching her kennt.
Um Punkt Mitternacht ging das Feuerwerk los und wir haben angestoßen und uns umarmt.
In diesem Moment war das Heimweh da. Aber dank meiner Mutter und generell meiner kompletten Familie ging es sehr schnell wieder vorbei.
Nachdem das Feuerwerk vorbei war ging es zurück ins Restaurant, wo jetzt auch eine Band Musik spielte um zu tanzen.
Meine Tante hat mich aufgefordert, jedoch war ich in diesem Moment überfordert, da ich überhaupt nicht wusste, was zu tun ist.
Zurück im Haus angekommen gab es noch eine Runde Karaoke und es wurde viel erzählt. Um 5Uhr war die Party vorbei und alle gingen schlafen.
Zurückblickend auf Weihnachten und Silvester muss ich sagen, dass sie deutlich anders waren, wie ich es gewohnt bin, auch wegen des Temperaturunterschiedes.
Nichts desto Trotz waren es mega schöne Feste und Erlebnisse.

Bis zum nächsten Mal,

Merle