25.11.2019

Bericht #2 – Mein Alltag

Mein Tag hier beginnt zwischen 9 und 9:30, da mein Unterricht erst Nachmittags beginnt. Aufwachen tu ich meist dadurch ,dass  meine kleine Schwester mich mit den Worten " come to eat " ruft, da das eine der wenigen Worte sind die meine kleine  Schwester im Englischen sprechen kann. Dann gibt es erst mal Frühstück. Frühstück besteht hier meist aus entweder Yuka, Tortilla oder arroz (Reis) mit chosizo (Wurst) oder poillo (Hühnchen) dazu gibt es entweder Kaffe oder chicha (Saft). Kaffe wird hier sehr selten in Kaffemaschinen gemacht da die meisten Familien keine besitzen, der Kaffe wird hier gemahlen verkauft und man kocht ihn einfach in ner Kanne auf.

Der Kaffe hier hat mich ein bisschen entäuscht, da ich mit der Vorstellung hier her kam, dass Kaffe in Mittelamerika besonders gut oder einfach besonders schmeckt aber der Kaffe den ich bis jetzt getrunken habe hat mich noch nicht aus den Socken geheaun. Da meine Familie keinen  Kühlschrank hat und das Essen vor jeder Mahlzeit immer erst gekauft werden muss kommt es vor das ich noch schnell an der Ecke Einkaufen gehe. Kleine Einkaufsläden wie der an unseres Ecke werden hier in Panama Chinos genannt, weil sie eigentlich immer von einer Familie von Chinesen geleitet werden. Nach dem Essen mache ich mich für die Schule fertig, was im Vergleich zu Deutschland echt lange braucht, weil ich mir meine Uniform anziehen muss und nicht einfach Straßen Klamotten zur Schule tragen darf.

Schuluniform und der richtige Haarschnitt sind sehr wichtig in Panamenischen schulen, so dass das Aussehen und die Uniform jedes Schülers morgens am Eingang von einem Lehrer überprüft wird. Um 11:25 werde ich dann von meinem Colegial vor meiner Haustür abgeholt und so beginnt meine 1 stündige Fahrt zur Schule auf der wir noch alle anderen Schüler auflesen. Die Fahrt ist recht anstrengend, da die hügeligen Straßen in meiner Gegenden voller Schlaglöcher sind und der Verkehr auch recht wild sein kann. Wegen der schwierigen Straßensituation kommt es häufig for das mir während der Fahrt schlecht wird. 12:30 geht es dann in die Schule vorbei an den Inspektioren und in den Unterricht, im Unterricht lese ich, lerne Vokabeln oder spreche mit Freunden. Der Schultag ist nicht wirklich spannend aber dafür gibt es in  meiner Schule Schüler, die Schokolade oder Lollis verkaufen, vergleichbar zu Bauchladen-Verkäufern. Einer meiner Klassen Kameraden verkauft auf diese Weise Lollis und macht gut Geld während ich eine endlosen Zufuhr  von Lolis habe, was mir Wort wörtlich den Schultag versüßt.

Nach 5 Stunden Schule geht es dann wieder mit dem Colegial nach Hause, die Rückfahrt dauert zum Glück nur 30 min und ist nicht ganz so wield wie hin. Daheim angekommen schmeiß ich mich aufs Bett und stehe erst wieder auf wenn es Abendessen gibt. Zwischen Frühstück und Abendessen ist kein großer Unterschied was es zum Frühstück giebt wird auch zu Abend gegessen. Nach dem Abendessen um 8 oder 9 geht es meist zur Oma und Karten spielen mit der Familie. Im Familienkreis wird auch meist mit geld gespielt aber nur mit kleinen Beträgen wie 0.10$ oder 0.25$, was das Spiel spannender macht. Unter der Woche die Tage sind meist nicht sehr spannend, da ich durch den Nachmittaguntrricht nicht viel Zeit habe. Am Wochenende treffe ich mich viel mit denn anderen Austauschüler , da es leider sehr schwer ist mit den Einheimischen was auszumachen aber ich habe auch so viel spaß mit den Freunden die ich hier gefunden habe.

Was man so macht wenn man hier mit Freunden unterwegs ist, ist in die Mall gehen oder nach Panama City in die Innenstadt/Altstadt, da es nicht so ratsam ist einfach so durch die Straßen zu bummeln, weil es schon gefährlich ist hier so unterwegs zu sein. Wochendende ist auch die Zeit wo die Gruppe meiner Gastmutter  die meisten Aufführungen hatte, zu denn ich sie begleite. 

Bis bald

Simon