16.2.2020

Bericht #3 – Meine Ferien in der irischen Weihnachtszeit

Hallo liebe Metropolregion Rhein-Neckar,

Ich kenne einige Austauschschüler, deren Weihnachtszeit eine der schlimmsten in ihrem ganzen Austauschprogramm war. Heute werde ich euch berichten, weshalb sie für mich eine unvergesslich schöne Zeit bleibt.

Am Anfang der Ferien hatte ich mir noch kaum etwas für die nächsten Tage vorgenommen. Dementsprechend war meine Vorfreude auch nicht besonders groß und die Sorge Heimweh zu bekommen und so nebenbei auch noch den 90. Geburtstag meines Großvaters zu verpassen ließ mich nicht los.

Also beschloss ich mir jeden einzelnen Tag etwas Wundervolles vorzunehmen; sei es die Freude auf den Besuch von Freunden, Ereignissen oder besonderen Orten. Das Kajaken, Zelten, Eislaufen und Campen oder der Besuch im Kino und Freizeitpark, Enniskillen und Sligo, all das werde ich immer in Erinnerung behalten.

Aber das Spannendste ist natürlich immer noch das irische Weihnachtsfest. Dieses Jahr fiel es für mich doch ein wenig anders aus, denn bei den Iren werden zum Beispiel die Geschenke erst am Morgen des 25. Dezember ausgepackt.

Alleine in der Vorweihnachtszeit war in allen Städten mit schönen Weihnachtsgesängen und Schmuck eine besondere Atmosphäre. Wir haben dann voller Vorfreude auf Weihnachten den Baum geschmückt, das Haus dekoriert und die Lichterketten um unser Haus verteilt.

Am Abend des 24. genossen wir dann endlich unsere Weihnachtsmahlzeit. Danach haben wir unsere Kräcker und unsere Wichtelgeschenke ausgepackt. Zum Geschenk wurde jeweils eine Karte mit einem Witz gelegt. Meine Gastmutter, mein Wichtel, beschrieb wie gut ich mich mittlerweile eingelebt habe und wie glücklich sie mit mir sind. Das hat mich sehr gefreut.

Nach ein paar Runden Monopoly ging es dann ins Bett. Am nächsten Morgen haben wir im Wohnzimmer gemeinsam unsere Geschenke ausgepackt. Während ich mich über meinen Rugby Rucksack gefreut habe und einen Einblick in mein vegetarisches Kochbuch hatte, hat sich meine Gastfamilie über den frischen Wein der Metropolregion Rhein Neckar hergemacht. Am Mittag haben wir uns dann gemeinsam uns die Übernachtung bei meiner gesamten Gastfamilie in Dublin vorbereitet. Als meine Gastmutter und ich schließlich auch mit dem Obstkuchen fertig waren, haben wir uns auch schon auf den Weg gemacht. Ich habe mich wirklich ziemlich wohl gefühlt, denn jeder einzelne meiner Familie hat mich sehr willkommen geheißen.

Auch mein Silvester hätte ich nicht besser verbringen können. Da meine gesamten Gastgeschwister den Tag mit Freunden verbracht haben und selbst meine Gasteltern in Dublin waren, hat mir meine Gastmutter vorgeschlagen eine Freundin einzuladen. Also ist meine australische Freundin zu mir gekommen und wir haben uns mit Filmen, Backen und kleinen Spielen sehr amüsiert.

Das war es jetzt erstmal mit diesem Bericht.

Alles Liebe aus Irland,

Anna