30.11.2020

Bericht #3 – Remembrance Sunday & The poppy Appeal

Dabei geht es darum alle gefallenen Soldaten des ersten und zweiten Weltkriegs zu ehren und in Gedenken an sie Klatschmohn, also ein „Poppy“ zu tragen, dabei geht es nicht um die englischen Soldaten, sondern um die aller Länder. Die Blume kann in Form einer Brosche, Papierblume oder Stickerei sein und wird gewöhnlich am Rever getragen.

Am zweiten Sonntag im November wird sich um 11 Uhr vor die Haustür gestellt und zwei Schweigeminuten abgehalten, darauf folgt eine Minute Applaus. Die königliche Familie hält dem zu Ehren eine große Zeremonie, begleitet von dem Premierminister, in London. Dieses Jahr musste das natürlich von Zuhause verfolgt werden, da die gewöhnliche Versammlung aufgrund von Corona Bedingungen untersagt war.

Aber woher kommt eigentlich die Mohnblume als Gedenkssymbol? Als im Ersten Weltkrieg die ersten britischen Gefallenen in provisorischen Grabhügeln in Flandern beigesetzt wurden, begannen darauf Mohnblumen zu wachsen. Außerdem sollen die blühenden Mohnfelder zwischen den Grabkreuzen der Soldaten auch an die vom Blut getränkten Schlachtfelder erinnern. Poppys werden aber nicht nur in rot getragen, es gibt sie auch in lila, schwarz und weiß.

Die lilane Mohnblume wird zu ehren der Tiere getragen, um ihre Dienste und Opfer zu ehren, schwarz steht speziell für dunkelhäutige, afrikanische und karibische Bevölkerung und deren Beitrag und Leistung zu den Kriegen als Soldaten oder Mitbürger. Die weiße Mohnblume würdigt diejenigen, die den Konflikten zum Opfer gefallen sind, betont jedoch die ultimative Verpflichtung, Frieden zu erreichen und unsere Sicht auf den Krieg in Frage zu stellen.

Parallel dazu gibt es das „Poppy Appeal“, dies ist eine Art Wohltätigkeitsorganisation, welche Poppys in allerlei Varianten verkauft. Die Poppys werden von Kriegsversehrten oder Kriegsveteranen im Vereinigten Königreich von Hand hergestellt. Das soll auch ein Leben und einen Arbeitsplatz nach dem Krieg ermöglichen. Deren Erlös dient in erster Linie der Versorgung und der Rehabilitation von Kriegsversehrten und deren Familien.

Ich habe das persönlich mitbekommen und gesehen, wie nah das den Menschen hier geht und wie sehr dieser Feiertag hier geehrt wird, den folgenden Montag in der Schule, wurden ebenfalls zwei Schweigeminuten abgehalten und das Thema ausführlich diskutiert, um das alles ja nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Ich habe sehr großen Respekt davor und würde mir wünschen, dass dies in mehreren Nationen der Fall wäre, deswegen habe ich mich entschieden dies zu thematisieren und einen kleinen Schritt in die richtige Richtung zu gehen.