3.8.2017

Bericht #7 - Graduation and presentation

Happy Summer liebe MRN, lang lang ist es schon her, seitdem ihr etwas von mir gehört habt, aber nun möchte ich berichten, was in dem letzten Marsch durch die Schule und meinen Präsentationen geschehen ist.

“The last walk”, wahrscheinlich einer meiner traurigsten Tage dieses Jahres. Selbst durch Vorbereitung und Erzählungen ist man nicht gewappnet für diesen Moment. Bei jedem Schritt zieht eine wichtige Erinnerung des Jahres an deinem inneren Auge vorbei. Die vielen Highlights und auch die kleinen Lows. J

Meine kleine Highschool hat es sehr traditionell veranstaltet, mit einem Walk durch den Kindergarten und Middle School den Tag zuvor, und einem Training, was wir wie machen sollen. Kurz darauf mussten wir unsere Schließfächer leeren und unsere Schulbücher einreichen (aber hier muss man keine Gebühren für die Schulbuch-Ausleihe bezahlen?). Man realisierte hier erst wirklich, dass man sein zweites Zuhause irgendwann verlassen muss, um in seine Heimat zurückzukehren.

Der große Tag war da. “Got my robe and my hat, so let´s go”. Nervös warteten wir, dass wir uns in Reih und Glied aufstellen konnten, um in das dekorierte und rausgeputzte Gym einzulaufen. In dem Moment als wir eintraten, fühlte ich die vielen Blicke auf uns gerichtet, von sehr traurigen zu den glücklichen, eine Mischung von beidem konnte ich erspähen. Als wir unsere Plätze erreichten, wurden wir auch schon gebeten uns für die Nationalhymne zu erheben. Danach verlasen unsere Klassensprecher ihre letzten Worte und dann fing auch schon unsere Zeremonie an.

Ein Schüler nach dem anderen stand auf und erklomm das Podium, um das „Diploma“ zu erhalten. Schon war ich der Nächste und mit weichen Knien stolzierte ich die wackligen Stufen hoch und erhielt mein Diploma. Ein echtes Diplom für meine harte Arbeit in dem letzten Jahr. Den Rest des Tages verbrachte ich bei verschiedenen Partys und wünschte meinen Freunden Glück für ihre Zukunft.

Präsentation als Jungbotschafter Rhein-Neckar:

Nun möchte ich noch von meinen Präsentationen über meine Heimat berichten. Insgesamt hatte ich zwei - und eine halbe - Präsentation gehalten. Jetzt fragt Ihr Euch vielleicht, wie kommt es, dass du eine halbe Präsentation gehalten hast? Nun dies passiert, wenn man eine Präsentation vor der Kirche hält. In den Staaten ist die Kirche auf einem viel höherem Prioritäten-Level, als in Deutschland und das respektiere ich auch, da ich hier jede Woche am Gottesdienst der “Baptist Church” von Satanta teilgenommen hatte und nicht zuletzt dabei so viele Kontakte und Freunde fand.

Meine zwei anderen Präsentationen hielt ich vor den Jugendgruppen der Baptisten- und Methodisten-Kirche. Diese habe ich am einfachsten gehalten, da ich mein Publikum von der Schule kannte. Also ein Tipp von mir an spätere Jungbotschafter: erst eine Präsentation vor den Menschen die du kennst und dann vor einem unbekannten Publikum halten…

Mein nächster Bericht wird sich um das gewisse Etwas drehen, das mich hier gehalten hat, und darüber, wie ich wieder in meiner Heimatregion angekommen bin.

Greetings!

PS: mehr Infos zu meinem Auslandsjahr hier auf meinem YouTube-Kanal.