12.7.2017

Bericht #5

Hallo MRN! Am 18 März ging unsere kleine Reise los. Geplant war ein einwöchiger Urlaub in Florida, das bedeutet einmal die gesamte Ostküste bzw. rund 2.400 Kilometer überbrücken. Also ging es an einem Samstag zunächst mit dem Auto nach Portland, das ist die nächstgrößere Stadt hier in Maine die einen Flughafen hat. Die Fahrt dauerte nicht länger als eine Stunde.

Nachdem wir am Flughafen angekommen waren und endlich einen Parkplatz gefunden hatten, ging es auch schon zum Einchecken. Nachdem wir unsere Koffer am Gepäckschalter abgegeben haben, ist Braydon aufgefallen, dass er sein Handy verloren hatte. Also nochmal zurück zum Auto, wo wir es dann zum Glück schnell fanden. Der Check-in verlief schnell und stressfrei. Am Boarding Gate gab’s aber nochmal eine schöne Überraschung: Dawn, die Großmutter meiner Gastgeschwister, hatte sich spontan entschlossen mit uns zu fliegen. Wir haben uns natürlich alle gefreut. Nach einer halben Stunde Wartezeit, wurden wir dann pünktlich in den Flieger gelassen.

Drei Stunden später landeten wir dann in Orlando, Florida. Und was soll man sagen, das Wetter war natürlich ein kleiner Unterschied zu Maine. Während es in Maine noch in den Minusgraden war und es sogar noch Mitte März schneite, waren es hier schon sehr angenehme 25° Celsius. Mit dem Mietwagen ging es also weiter nach Kissimmee, ein kleiner Vorort von Orlando, wo unser Ferienhaus lag. Das Haus lag in einer „neighborhood”, einer kleine umzäunte Siedlung. Hier in Florida gab es fast nur neighborhoods, auf jeden Fall ein weiterer großer Unterschied zu Maine, wo die Häuser mehrere hundert Meter auseinander stehen. Allerdings hat man in Maine aber auch mehr Platz als in Florida.

In der Ferienwohnung also angekommen und eingerichtet, wurde erst einmal der Pool ausprobiert. Einen Pool hat hier so ziemlich jedes Haus, das ist aber auch kein Wunder, da es hier ja fast das ganze Jahr lang Sommer ist. Zum Abschluss des Tages gings dann noch zu Walmart einkaufen. Walmart war nicht wirklich ein Unterschied zu denen in Maine, außer dass dieser hier einen eigene Disney Abteilung mit T-Shirts und Souvenirs hatte. Und das wars auch schon für den ersten Tag.

Am nächsten Morgen hieß es dann früh aufstehen. Wir wollten ja zu Disneyworld. An diesem Tag sind wir zu Epcot, einer der vier Themenparks, gegangen. Die Wartezeit am Eingang war nicht so lange, da wir pünktlich zur Öffnungszeit dort waren. Und was soll ich sagen, auch wenn ich noch nie wirklich ein Disney Fan war, der Park war richtig gut gemacht. Das besondere an der Welt Epcot ist, dass hier 9 Länder nachgebaut wurden. Unter anderen natürlich auch Deutschland. Aber dazu später mehr. Wir sind also erst einmal durch die anderen Länder geschlendert. Die Details und die Art wie diese Länder aufgebaut sind, war schon irgendwie beeindruckend. Naja, jedenfalls sind wir dann also auch nach “Deutschland” gekommen, wo wir auch zu Mittag gegessen habe. Und natürlich haben wir Bratwurst mit Sauerkraut gegessen! Danach haben wir noch ein paar Fahrgeschäfte ausprobiert und dann gings auch schon wieder zur Ferienwohnung. Auch wenn es nicht nach viel klingt, aber durch die ungewohnte Hitze war ich nach diesem Tag fertig.

Die nächsten Tage haben wir in den restlichen Disney-Welten und am Pool verbracht. Im Vergleich zu Maine ist Florida eine ganz andere Nummer. Zuerst einmal natürlich das Wetter: während es in Maine noch in den Minusgraden war und geschneit hatte (Mitte März!), waren es hier in Orlando schon hochsommerliche Temperaturen von bis zu 32°C. Aber auch alles andere ist hier unterschiedlich. Die meisten Menschen leben hier also in neighborhoods, in die man nur mit einem Passcode reinkommt. In Maine habe ich das noch nicht gesehen. Außerhalb dieser Siedlungen besteht Orlando aber fast nur aus Shopping-malls und vielen Souvenirshops. Orlando ist also mehr auf Tourismus zugeschnitten. Aber trotzdem ist es eine wirklich schöne Stadt und anstatt der Pine-Trees wie in Maine gibt’s hier natürlich Palmtrees (Palmen).

Der Rest von unserem Trip galt wie erwähnt den Parks Magic Kingdom, Animal Kindom und Hollywood Studios. Mein Favorit von allen Welten war Animal Kindom. Das Thema war hier natürlich Tiere, bzw. Wildtiere von Afrika und Asien. Der Park war dem entsprechend auch so gestaltet, und ich war echt beeindruckt, wie realistisch die Kulissen wirkten. Das erste was man sah, wenn man den Park betrat, war ein riesiger Baum. Wenn man ihn mit etwas Abstand betrachtete, konnte man meinen, er sei echt. Doch wie sich heraus stellte, war es ein gigantischer Kunstbaum, wie ihr auf dem Bild sehen könnt. Nach dem wir ein paar Bilder gemacht hatten, ging es auch schon weiter zur Safari. Hier wurden wir nach einer guten ¾ Stunde Wartezeit mit einem Geländewagen durch den Regenwald gefahren und man konnte diverse Tiere, darunter Elefanten, Giraffen und Löwen sehen.

Nach dieser kleinen Spritztour ging’s dann noch durch den Rest des Parks. Nach diversen anderen Fahrgeschäften wie in jedem Freizeit Park, kamen wir endlich zu meinem Highlight des Parks, dem Mount Everest. Es war eine Achterbahn, die sich in einer Attrappe vom höchsten Berg der Welt, also der Mount Everest, befand. Das war mit Abstand die beste Achterbahn im gesamten Park. Die außergewöhnliche war hierbei, dass man nicht nur gerade aus fuhr, sondern nach der Hälfte auf einmal rückwärts weiterfuhr.

Am nächsten Samstag, nach dem wir alle Welten besucht haben, ging es dann auch schon wieder zurück nach Maine. Der Flug verlief ruhig und das Ein- und Aus-checken lief auch stressfrei ab. In Maine, Überraschung, gab’s natürlich schon wieder Neuschnee. Also hieß es – mal wieder -- Schneeschaufeln.

Alles in allem war es ein gelungener, kurzer Familienurlaub. Florida erlebte ich als so ziemlich das genaue Gegenteil von meinem Gast-Staat Maine, doch war es schön, damit nicht nur den nördlichsten, sondern auch den südlichsten Ostküstenstaat kennen zu lernen.

Bis zum nächsten Mal!