11.10.2017

Bericht #1 – Welcome to New Jersey!

Hallo, ich bin Marie-Jo und werde die nächsten 10 Monate in Wall Township (95 km südlich von New York City), an der amerikanischen Ostküste im Bundesstaat New Jersey, leben. Der Staat ist der viertkleinste der USA und zugleich derjenige mit der größten Bevölkerungsdichte. Ich bin jetzt schon einen Monat hier und möchte euch von meinen ersten Erlebnissen berichten.

Abflug und Ankunft

Mein Abenteuer begann am 7. September um 5:00 Uhr morgens am Frankfurter Flughafen. Dort lernte ich die anderen 20 Austauschschüler kennen, die mit mir in einem Airbus A 380 nach New York flogen.

Der Abschied von den Familien war zwar auch traurig, aber die Stimmung vor allem geprägt von Spannung und Vorfreude. Insgesamt flogen wir 8 Stunden. Am Flughafen in New York angekommen, wurden wir von AFS- Betreuern empfangen. Gemeinsam mit den anderen Austauschschülern sind wir mit dem Bus in ein Hotel gefahren, wo wir auf Austauschschüler aus verschiedenen Ländern der Erde trafen.

Noch in derselben Nacht ist meine „New Jersey“-Gruppe weiter nach Princeton gefahren, wo wir dann endlich – erschöpft von der Reise und den vielen Eindrücken - schlafen konnten.

Am Freitag, den 08. September, holte mich meine Gastfamilie ab. Sie haben mich sehr herzlich empfangen und wir sind in mein neues Zuhause gefahren, wo ich mein neues, frisch renoviertes Zimmer beziehen durfte. Abends waren wir gleich einkaufen und Pizza essen. Zu meiner Gastfamilie gehören meine Gasteltern, meine beiden Gastbrüder (acht und zehn Jahre alt) und meine beiden kleinen Gastschwestern (fünf und sechs Jahre alt).

Am nächsten Tag waren wir bei Freunden zum Barbecue eingeladen und sonntags hatte ich schon ein erstes AFS-Treffen am Strand. Viel mehr Zeit zum Umgebung erkunden und Ausschlafen blieb nicht, denn schon am Montag, den 11. September, bin ich zum ersten Mal in meine Schule, die „Wall High School“, gegangen.

Anders als in Deutschland beginnt der Unterricht hier schon um 7:20 Uhr, und da ich mit einem der typisch amerikanischen Schulbusse fahren muss, muss ich jeden Morgen sehr früh aufstehen. Auch nach drei Wochen ist das immer noch eine Herausforderung für mich.

Erste Highlights

Am Sonntag, den 10. September, gab es eine AFS-Beachparty in Long Branch (rund 25 Kilometer nördlich die Küste rauf), wo ich diejenigen Austauschschüler wieder traf, die ich bereits kannte und viele neue kennenlernen durfte, die bereits einen Monat vorher angekommen waren. Gemeinsam haben wir viel erzählt, Beachvolleyball gespielt und den Tag am Strand und im Meer genossen.

Ein typischer Brauch in dieser Jahreszeit ist das gemeinschaftliche „Apple picking“. Die Staaten New York und New Jersey gehören zu den größten Apfelanbaugebieten hierzulande. So bin auch ich gemeinsam mit meiner Gastfamilie zum Apfelpflücken gegangen. Zuhause angekommen, gab es dann natürlich gleich einen leckeren Apple Pie. Da meine Gastfamilie und deren Nachbarn begeisterte Quadfahrer sind, hat mich mein Gastvater auf eine Tour mitgenommen. Das hat sehr viel Spaß gemacht!

Mit der Nachbarstochter, die in meinem Alter ist, habe ich mich von Anfang an gut verstanden. Gleich in der ersten Woche hat sie mich mit in ihre Jugendgruppe genommen. Am 25. September fand in Howell, einer nahegelegenen Stadt, ein Fest statt, wo wir bei einem Stand mithalfen, den ihre Gemeinde organisiert hatte.

Später haben wir dann noch bei „Wawa“ gegessen, einer Art Tankstelle, an der man sich auch verschiedene Sachen zum Essen zusammenstellen kann, und den Abend mit Freunden von der Jugendgruppe ausklingen lassen.

Am Freitag, den 29.09., bin ich dann gemeinsam mit meinen Freunden zu meinem ersten Football Game gegangen. Auch wenn wir, also die Wall High School, verloren haben, hat das Mitfiebern und Anfeuern sehr viel Spaß gemacht.

Im Oktober findet eine Übernachtung mit meiner Organisation AFS statt und außerdem ist Ende des Monats „Homecoming“ an unserer Schule. Was ich da alles erleben werde, erfahrt ihr dann in meinem nächsten Bericht.

Herzliche Grüße, Marie-Jo