19.3.2018

Bericht #5 – Schneespaß in Spanien

Hallo Metropolregion Rhein-Neckar,

wie schon im letzten Bericht versprochen, erzähle ich euch heute von meiner kleinen Reise zum für mich ersten Schnee des Jahres. Um fünf Uhr morgens ging es für mich und eine Freundin von Agullent per Reisebus ins 2 ½ Stunden entfernte Teruel in der Region Aragonien, denn dort gibt es ein kleines Skigebiet. Eine halbe Stunde vor Ankunft hat man dann auch schon den ersten Schnee liegen sehen. Für meine Freundin (ebenfalls AFS-Austauschschülerin) war das Ganze umso unglaublicher, da sie noch nie Schnee gesehen hatte, da sie aus Indonesien kommt.

Vor unserem Ausflug haben wir uns auch noch überlegt, ob wir nicht doch Skifahren gehen sollten, aber bei den Skipass- und Ausleihpreisen haben wir uns dann doch dagegen entschieden. Wobei wir bei unserer Gruppe von 50 Personen wohl die einzigen waren, die nicht zum Skifahren gekommen waren. Dummerweise habe ich natürlich meine komplette Winterausrüstung zu Hause in Deutschland gelassen, denn ehrlich gesagt, wer nimmt denn bitte Winterschuhe etc. in ein Land mit, in dem es nicht schneit und die Temperaturen nachts nicht unter 0°C fallen? Außerdem gab es ja die 20kg-Beschränkung für Gepäck am Flughafen. Also bin ich am Ende mit geliehener Kleidung aufgebrochen. Das einzige Problem war, dass keiner Winterschuhe für mich hatte, da Schuhgröße 41 in Spanien bei Mädchen irgendwie eine Sensation ist. Welche kaufen war aber auch keine Option, da ich ja nur für einen Tag wegwollte. Also bin ich am Ende mit Gummistiefeln in den Schnee gegangen. Was am Ende natürlich eine totale Schnapsidee war, weil nach einer Weile alles durchnässt war und ich eine Woche später erst einmal mit einer Grippe krank im Bett lag.

Am Zielort angekommen, sind wir erst etwa eine halbe Stunde ziellos um die Anlage gelaufen, weil wir den Wanderweg nicht fanden. Am Ende sind wir dann einfach querbeet in die Richtung gelaufen, von der wir dachten, dass es dahin zur nächsten Raststätte geht. Zwischendrin wurde dann auch noch angehalten und eine kleine Snackpause gemacht, mitten auf dem Berg und umgeben von Schnee. Dabei haben wir uns dann auch einen kleinen Tisch für das Essen und natürlich winzige Schneemänner gebastelt. Irgendwann sind wir dann auch auf den eigentlichen „Gehweg“ gestoßen, der mitten durch die Skipiste verlief. Weshalb wir dann einfach ohne Schlitten oder Skier die Piste am Rand runtergerutscht sind.

Kurz vor Ende des Ausflugs haben wir uns dann natürlich auch noch verirrt und die Abfahrtszeit war schon fast erreicht. Wir malten uns in dem Moment schon aus, was unsere Gasteltern sagen würden, wenn wir sagen würden, dass der Bus ohne uns abgefahren wäre. Zum Glück hat der Bus aber auch auf den allerletzten Schüler gewartet, weshalb es dann abends erschöpft aber glücklich wieder zurückging.

In meiner Stadt Ontinyent gibt es jedes Jahr einen Mittelaltermarkt, in dem ganz viele verschiedene Stände aufbaut werden rund um das Thema Mittelalter und man auch Aktivitäten wie zum Beispiel Bogenschießen aber auch Wahrsagen ausprobieren kann. Außerdem verkleiden sich alle und spielen wie in einem Rollenspiel eine bestimmte Rolle, z.B. Schmied. Auch gab es einen riesigen Essenstand, an dem komischerweise auch Bratwurst angeboten wurde (jedoch unter einem anderen Namen). Da ich sowas noch nie in meinem Leben gesehen habe, war das wirklich einmal schön drüber zu laufen und man hatte öfters mal die Verlockung zu viel einzukaufen. Es gab auch eine Ausstellung, doch da ich abends hingegangen bin, hatte diese leider schon zu.

Das war’s für erste wieder von mir aus Spanien, beim nächsten Mal erzähle ich euch von einem riesigen Fest, das hier in der Comunidad Valenciana gefeiert wird.

Jana