7.4.2018

Bericht #7 – Field Trips und Ostern…

Liebe Metropolregion Rhein-Neckar,

endlich sind die langersehnten Ferien da. „Endlich“, denn anders als in Deutschland gibt es hier in den USA zwar drei Monate Sommerferien, aber deshalb keine Herbstferien und nur jeweils eine Woche Winterferien und Osterferien.

Der Winter hat sich Mitte März mit einem heftigen Schneesturm und zwei Tagen schulfrei verabschiedet. Unsere High School hat insgesamt ein Kontingent von drei beweglichen freien Tagen, die bei Schnee genommen werden können. Durch den heftigen Schneesturm im März haben wir unser Kontingent um einen Tag überschritten und so bekommen wir diese Woche von unseren Ferien einen Tag abgezogen und müssen schon am Freitag wieder in die Schule. Das habe ich aus Deutschland bisher auch noch nicht gekannt.

„Field Trips“ sind an amerikanischen Schulen sehr beliebt. Sie sind sozusagen mehr eine Art Exkursion als der „Wandertag“ an deutschen Schulen. Mit meiner Kunstklasse haben wir das nahegelegene „Brookdale Community College“ besucht. Dort wurden unterschiedliche Workshops für uns angeboten. Gemeinsam mit einer Freundin habe ich getöpfert. Wir haben eine Schüssel selbstgestaltet, die nun für einen guten Zweck verkauft wird. Gegen Ende des Ausflugs durften wir uns auf dem Campus umschauen und den Sonnenschein genießen.

In meiner Jugendgruppe findet einmal im Jahr, im März ein „Battle“ zwischen Jungs und Mädchen statt. Wir haben Wettspiele gespielt und eifrig Punkte gesammelt. Jede Gruppe hatte natürlich den Ehrgeiz zu gewinnen. Wir hatten sehr viel Spaß. Am Ende haben wir Mädchen dann tatsächlich gewonnen. Als Preis haben wir ein Eisessen am darauffolgenden Freitag bekommen.

Eine der ältesten Universitäten der Vereinigten Staaten liegt in der Stadt Princeton in New Jersey. Sie zählt unter den acht amerikanischen Elite-Universitäten (sog. Ivy League) mit Harvard und Yale zu den „großen Drei“. Von diesen ist Princeton mit „nur“ rund 7.500 Studierenden die kleinste Uni. In Princeton haben bekannte Persönlichkeiten wie zum Beispiel der ehemalige amerikanische Präsident John F. Kennedy, die frühere Präsidentengattin Michelle Obama oder auch die jordanische Königin Nür studiert. 

Zu dieser von mir nur 45 Minuten entfernten weltberühmten Bildungsstätte bin ich mit Freunden gefahren. Wir hatten viel Glück mit dem Wetter an dem Tag und konnten den ganzen Campus ablaufen. Außerdem durften wir kostenlos in das dortige Kunstmuseum.

An meinem ersten Ferientag (Karfreitag) bin ich mit meiner Gastfamilie am Morgen zu unserer Gemeinde gefahren. Dort hat eine Ostereiersuche für die kleinen Kinder stattgefunden. Gegen Mittag bin ich mit meinen Freunden in deren Gemeinde gegangen und dort haben wir dann den Karfreitagsgottesdient besucht. Am Oster-Samstag haben wir als Familie zu Hause aufgeräumt und viel Zeit miteinander verbracht. Meine Gastmutter hat griechisches Osterbrot gebacken.

Der Ostersonntag begann mit einem schönen Gottesdient. Danach waren wir in unserem Garten und haben die Sonne genossen. Gegen Abend gab es ein sehr leckeres Essen: Lamm, Reis, grüne Bohnen, Tomaten und Gurkensalat und Osterbrot. Nach dem Abendessen haben wir noch ein paar Ostereierspiele gespielt und anschließend durfte jeder mit einer Art „Schnitzeljagd“ seinen Osterkorb suchen. Zum Nachtisch gab es dann noch Zitronenkuchen und natürlich die ganzen Süßigkeiten, die im Osterkorb waren.

Ostern hier in den USA mit meiner Gastfamilie war echt ein sehr schönes Familienerlebnis, an welches ich mich gerne zurückerinnere.

Ganz liebe Grüße aus den USA,

Marie-Jo Bierweiler