3.12.2018

Bericht #3 – Irland wird mir vertrauter…

Hey ihr Lieben,

heute möchte ich euch mal ein bisschen von meine letzten Wochen berichten, und was ich schon alles erleben durfte. Meine erste Schulwoche verging wie im Flug und jeder Tag war noch besser und aufregender als der vorherige. Jeden Tag hatte ich neue Fächer, habe noch ein bisschen mehr im Unterricht verstanden, habe neue Mitschüler kennen gelernt und habe mich langsam in der Schule eingelebt. Wie ich in meinem letzten Bericht schon erwähnt habe, bin ich im Transition Year, in dem viel unabhängig vom eigentlichen Unterricht unternommen wird, und von ein paar dieser Aktivitäten möchte ich euch heute erzählen. Gleich in der ersten Woche hatten wir einen „Inductionday“, wo wir gruppenbildende Spiele gespielt haben, und einige Übungen zu dem Thema „Artikulation und Präsentationen“ gemacht haben. Außerdem hatten wir eine Menge Spaß mit Parcours durch den Schlamm, Paddeln und Geschicklichkeits-Spielen.

Einige Wochen später sind wir auf die „National Ploughing Championship“ gefahren und durften dort einen super Tag erleben. Das ist ein Event, das für einige Tage im Jahr veranstaltet wird, auf dem Traktoren und andere Maschinen für Farmer ausgestellt werden. Wir haben aber auch viele Stände zum Thema Essen und gesunde Ernährung gesehen und in einem Zelt gab es sogar eine Fashionshow. Ganz besonders für mich als Austauschschüler war das eine unglaubliche Erfahrung und Möglichkeit, denn dieses Event ist sehr bekannt in Irland und durch diesen Ausflug habe ich die irische Kultur nochmal besser kennengelernt. 

Ich merke, wie der Tagesablauf so langsam zum ganz normalen Alltag wird, denn ich weiß nun, wie es in der Schule funktioniert, also zum Beispiel wann die Stunden beginnen und enden, wo die verschiedenen Räume sind und wie streng die einzelnen Lehrer sind. Und genau so ist es auch mit dem Tagesablauf der Gastfamilie, ich weiß wann zu Abend gegessen wird, wer wo am Tisch sitz und welche Regeln gelten.

Hier in Irland ist Sport ein riesen Thema und Fußball-, Football-, Basketball- oder Rugby Spiele laufen häufig neben her im Fernsehen. Doch ganz besonders bei Gaelic Football konnte ich am Anfang so gar nicht mitreden, weil ich weder die Regeln, noch irgendwelche bekannten Spieler kannte. Also habe ich irgendwann meinen kleinen Gastbruder gefragt, der mir daraufhin die Regeln erklärt hat und mir dann das Spielen beigebracht hat. Dadurch war ich so viel schneller integriert in die Familie, weil wir dadurch gemeinsame Interessen und Gesprächsthemen hatten.

Was ich hier in Irland für mich entdeckt habe sind Spaziergänge. Ich wohnen hier auf der Country Seite und es ist so still und unglaublich schöne Natur, sodass ich, wenn ich gestresst oder schlecht gelaunt bin, einfach rausgehe und mit meinen Gedanken komplett alleine bin, und die Zeit draußen genießen kann.

Das war’s jetzt erstmal mit dem Bericht über meinen letzten Wochen in Irland und meinen langsam einkehrenden Alltag. Alles Liebe und bis zum nächsten Mal.

Johanna