5.5.2020

Bericht #4 – Let’s go Bulldogs! KHS Cheerleading

Hallo Metropolregion Rhein-Neckar! Herzlich willkommen zu einem neuen Blog, als Jung Botschafter in den USA! 

Das Abenteuer begann, wie auch schon das Tennis, mit den Tryouts. An den Tryouts, welche im November stattfanden, nahmen mit mir zusammen nur drei Mädchen teil. Zwei davon waren Austauschülerinnen und eine war neu an der Schule. An den ersten beiden Tagen wurden uns Sprünge, Anfeuerrufe und ein Tanz beigebracht, am dritten und letzten Tag mussten wir das Gelernte vor den Coaches aufführen die unser Vorgeführtes mit einem Ausfüllbogen bewerteten. Das Ganze lief sehr streng ab, da sich die Eltern zu diesem Zeitpunkt nicht im Schulgebäude aufhalten durften, damit alles  fair abläuft. Niemand durfte zuschauen und Handys waren für die Zeit der Tryouts verboten. Diese Erfahrung hat mich schon ziemlich an ein Casting aus dem Fernsehen erinnert, es war aber natürlich super spannend so etwas Neues zu erleben. Einen Tag später hatte jeder einzelne ein Gespräch mit Coaches und uns wurde mitgeteilt, ob wir es ins Team geschafft hatten oder nicht. Ich war davor sehr aufgeregt, da ich schon immer den Traum hatte ein Cheerleader an einer amerikanischen Highschool zu sein, so wie ich es in Filmen gesehen habe und nun hatte ich endlich die Chance dazu. Die Coaches bereiteten mir eine große Freude, indem sie mir mitteilten, dass sie mich gerne in das Cheerleading Team für die Basketball Season aufnehmen würden. Meine Freundin aus Spanien schaffte es erfreulicherweise auch in den Squad und da wir uns beide so darüber freuten, schlossen wir den besonderen Tag mit einem gemeinsamen Abendessen ab.

 

In der darauffolgenden Woche fing das Training schon an. Die schon bestehenden Cheerleader nahmen uns alle sehr nett in das Team auf und brachten uns in den ersten zwei Wochen, in welchen wir fünfmal die Woche Training hatten, die restlichen Cheers bei. Außerdem wurden nach ein paar Tagen Kennenlernen, die Stuntgruppen vom Coach festgelegt. Eine Stuntgruppe besteht aus einem Flyer,  welcher oben steht und von zwei Bases an den Füßen gehalten wird und einem Backspot, welcher den Flyer von hinten stützt. Mir wurde die Position als Flyer zugeteilt, ich hatte sehr Respekt davor, freute mich gleichzeitig aber auch riesig darüber. Somit übten wir die nächsten Wochen fleißig um uns auf die zukünftigen Basketballspiele vorzubereiten. Mir wurde die ersten Schritte beigebracht wie ich in die Luft komme und dann dort stehe. Bald schon arbeiteten wir dann schon an den ersten Pyramiden, das hat sehr viel Spaß gemacht.

Ende Dezember hatten wir schon unsere ersten Basketballspiele, vor welchen ich sehr aufgeregt war, da wir dort dann zum ersten Mal unsere erlernten Cheers, Stunts und Pyramiden vor Publikum aufführten und das Ganze auch zum ersten Mal auf Hallenboden, ohne eine Turnmatte, die wir sonst immer für das Training nutzten. Die ersten Spiele verliefen noch etwas unsicher, da ich mir nicht alle Cheers von vorne he merken konnte und ich es dann etwas an meinem Vordermann abschauen musste, jedoch ging es nach ein bisschen Übung recht schnell ganz gut. AM Abend des ersten Spiels hatten wir noch zusammen eine Cheerleading Christmas Party mit Übernachtung, indem Haus einer Freundin, das war ein unvergesslicher Abend, wir trugen alle den selben Schlafanzug und machten darin Bilder. Außerdem wichtelten wir und tanzten sehr viel zur Musik. Nach den Weihnachtsferien hatten wir von Januar bis März jede Woche circa zwei Spiele, bei welchen wir das Mädchen Basketballteam der Kearney Bulldogs unterstützen und anfeuern mussten. Ubgefähr 40 Minuten riefen wir Rufe wie „Let’s go Bulldogs!“, „Come on Kearney”, oder “We are here to beat the Pirates/...” (Wir sind hier um die Piraten/... zu besiegen). Getragen wurde während den Spielen eine Uniform, die aus einem Rock und Top bestand, sowie spezielle Cheerleading Schuhe. Die Farben der Kleidung waren Schwarz, Weiß, Gold und Lila, da Gold und Lila die Schulfarben sind. Außerdem mussten wir auf dem Kopf eine sehr große Schleife, welche voller Glitzer war, tragen. Das Outfit war typisch amerikanisch, das sieht man vielleicht nicht so häufig in Deutschland. Diese Erfahrung brachte mich ein Stück näher an mein Ziel als Austauschschülerin, einen neuen Lebensstil, sowie eine neue Kultur kennenzulernen.

Der Tagesablauf an Spieltagen war etwas stressiger als sonst, da ich ein bis zwei Stunden nach der Schule Training hatte, danach das Basketballspiel und anschließend ging es gegen 20 Uhr für mich nach Hause, wo ich dann noch zu Abend essen und lernen musste. Trotz der etwas vollgepackten Tage habe ich, die Zeit sehr genossen, da es für mich immer etwas zu tun gab und es einfach ein schönes Gefühl war so ein Teil der Schule zu sein und andere Schüler meiner Schule so zu unterstützen. Ich werde die Erfahrung als Cheerleader nie vergessen!

Ich bedanke mich herzlich fürs Lesen und hoffe es hat euch gefallen!

Bis bald!

Eure Fiona