21.6.2017

Bericht #8 - Botschafterpräsentation und mehr

Wie schon im letzten Blog versprochen, werde ich euch dieses Mal von meiner Botschafterpräsentation berichten. Ich hatte meine Lieblingslehrerin, welche uns in Sozialkunde und Erdkunde unterrichtet gefragt, ob ich in einer ihrer Stunden eine Präsentation über meine Region und auch über Deutschland insgesamt halten dürfte. Diese nahm das Angebot sofort an und eine Woche später war es dann so weit. Wir, die jungen Botschafter, haben Vorlagen für ihre Präsentationen bekommen, wir haben jedoch die Freiheit zu wählen, wie wir unsere Präsentation aufbauen. Ich habe grundsätzlich erklärt, was die Metropolregion Rhein-Neckar ist und wo diese denn überhaupt liegt. Danach ging es an ihre Funktionen und später zeigte ich mit Bildern und einem Video, was wir so zu bieten haben.

Nach 15 Folien über die Metropolregion Rhein-Neckar ging es danach noch frei heraus um Deutschland an sich und vor allem über das deutsche Schulsystem und wie dieses funktioniert. Nach einer knappen halben Stunde mit einer Fragerunde eingeschlossen, war es dann auch vorbei :D Was mir persönlich bei der Präsentation geholfen hatte, war, dass ich mir ein paar „Hilfsmittel“ mitgenommen hatte. Eine Karte von Europa, einen Reiseführer mit vielen Bildern und ein Portfolio mit noch mehr Bildern. Man kann dann beispielsweise die Bilder herumgehen lassen, um dem Vorgetragenem noch mehr Eindruck zu verleihen. An dieser Stelle muss ich noch einmal DANKE sagen an die MRN GmbH und an SAP für die ganze Hilfe und die Hilfsmittel, die wir zu Verfügung gestellt bekommen haben. Die Präsentation kam super an und unsere Lehrerin hatte darauf einfach mit der EU als Thema bis zu den Ferien angefangen.

2 Wochen später ging es dann in die letzte Woche für Micah Rice, einen amerikanischem Austauschschüler der uns allen sehr ans Herz gewachsen ist. Wir hatten uns bei AFS und unseren Gasteltern eine „Genehmigung“ geholt, sodass wir dienstags, donnerstags und freitags nicht in die Schule mussten und gingen an allen drei Tagen an den Strand und ließen die letzten Tage von Micah entspannt bis verrückt ausklingen.

Sonntags hatte ich dann meinen 17. Geburtstag und hatte nichts geplant, weil ich einfach keine Lust hatte was zu machen. Samstag abends jedoch fragte mich mein Vater ob ich ihm nicht noch helfen könnte Getränke für morgen kaufen zu gehen. Also ging es Samstag abends mit meinem Vater Getränke kaufen, danach noch einfach so in ein Sushi Restaurant und noch in zwei andere Geschäfte… was ich jedoch nicht wusste: Mein Vater schindete nur Zeit.

Nunja, Zuhause angekommen, Tür auf , und booom. Überraschung ! Meine Gastfamilie und ein paar andere Austauschschüler hatten eine Überraschungsparty organisiert. Samstag nachts wurde dann mit Kuchen, Pizza und natürlich nur Wasser, Säften und Spirituosen in meinen Geburtstag reingefeiert. Sonntags ging es dann um 5 Uhr morgens wieder schlafen und um 11 Uhr mittags an den Strand. Hierbei noch ein Dankeschön an alle die mir gratuliert haben. <3

Dienstags ging es dann noch an den Flughafen um Micah zu verabschieden, wo einem (mal wieder) vor Augen geführt wurde, wie schnell doch alles vorbei geht in einem Auslandsjahr...

Am Wochenende stand dann das letzte AFS Camp an. Dieses Mal war das Camp in Feira de Santana, eine Stadt eineinhalb Stunden von Salvador entfernt mit circa 650.000 Einwohnern. Die Austauschschüler aus Salvador und Lauro de Freitas wurden morgens alle zusammen mit 3 Taxis abgeholt und in ein Hotel in Feira de Santana gefahren. Dort ging es dann auch sofort los.

Größtenteils haben wir uns darüber unterhalten, wie wir uns während unserem Auslandsjahr verändert und welche Erfahrungen wir gemacht haben, was später dann mit mehreren AFS-Spielen verdeutlicht wurde. Bei einem Spielt z.B. sollten wir eine Blume malen. An die Blüte schrieben wir, was sich, für jede Person sichtbar, an uns verändert hatte. An den Stängel oder die Blüten die Veränderungen die nur für Menschen sichtbar sind die uns sehr nahe stehen. Zu den Wurzeln gehörten dann die Veränderungen die nur wir selbst sehen konnten.

Abends ging es dann auf ein kleines Fest auf dem ich zum ersten Mal die Gelegenheit hatte Forro zu tanzen, was einfach extrem Spaß gemacht hat!

Nach einer mehr oder weniger erholsamen Nacht im Hotel ging es dann am nächsten Tag mit der Vorbereitung für unsere Rückkehr los. Der Hauptteil bestand darin, Situationen die uns nach unserer Rückkehr widerfahren könnten zu besprechen, und uns darauf bestmöglich vorzubereiten. Später ging es dann gemeinsam Mittagessen, wobei die ersten sich schon langsam wieder auf den Rückweg begeben musste. Nach 1000 oder mehr Umarmungen und Unterschriften auf brasilianischen Flaggen als Erinnerung ging es dann auch schon wieder zurück nach Salvador.

Eine Woche darauf hatte ich dann schon meinen letzten Schultag, der mir dann doch leichter gefallen ist als gedacht. Ich ließ alle meine Freunde auf meiner Flagge unterschreiben und verabschiedete mich von jedem. Auf dem Heimweg war ich zwar traurig aber dennoch sehr erleichtert nicht mehr jeden Morgen um fünf Uhr aufstehen zu müssen.

In den Ferien werde ich meine letzte Zeit so gut wie eben möglich genießen und die Tage entspannt ausklingen lassen. 

Bis bald!