24.12.2017

Bericht #5 – Vorweihnachtszeit und iFly

Hallo zusammen!

Es ist wieder die Zeit des Jahres, in der Weihnachtslieder gesungen, Plätzchen gebacken und Lichter aufgehängt werden. Die Tage werden kürzer, Temperaturen fallen auf die Minusgrade und wenn man Glück hat, dann kann es auch schon mal schneien. Weihnachten steht vor der Tür!

Der erste Schnee

Es war ein Samstag, als der erste Schnee hier gefallen ist. Ein wundervolles Gefühl! Endlich Schnee! Ich war über das Wochenende auf einem Campingausflug mit den Pfadfindern in Camp Horseshoe, wo mein Pfadfindertrupp jeden Sommer hingeht, um ihre Abzeichen zu verdienen. Im Winter jedoch ist Entspannung angesagt. Wir hatten einen Kochwettbewerb (demnach tolles Essen), ein bisschen Holzhacken, einen Filmabend und am Samstag den ersten Schnee des Jahres. Und es war gar nicht mal so wenig Schnee, denn wir hatten am Nachmittag des gleichen Tages eine riesige Schneeballschlacht mit einem anderen Pfadfindertrupp. Das Wochenende war einfach nur großartig.

Die Vorweihnachtszeit

Wie auch in Deutschland wird hier in der Vorweihnachtszeit geschmückt, verziert und beleuchtet – nur viel mehr! Häuser sind meilenweit im Dunkeln zu sehen und es scheint eine Art Wettbewerb zu sein, wer das schönste Haus in der Nachbarschaft hat. Lichter lassen nicht nur jedes Haus sondern auch jeden Busch und Baum in der Einfahrt Rot, Grün, Gelb und Blau erstrahlen und ein Weihnachtskranz verziert die Eingangstür (an manchen Häusern sogar jedes Fenster!). Ein atemberaubender Anblick!

Aber auch in der Schule ist Weihnachten im vollem Gange. Weihnachtsmusik läuft zwischen den Unterrichtsstunden und Klassenräume werden dekoriert. Und da Weihnachten ein Fest des Gebens ist, werden hier Jacken, Decken, Essen und Spielzeug für die gesammelt, die es am meisten brauchen. Die Beteiligung ist enorm, was unter anderem daran liegt, dass kreative Schülerinnen und Schüler in den Morgenansagen für diese Aktionen werben, um dafür zu sorgen, dass „jede einsame Jacke einen Besitzer findet“ (so der Slogan).

iFly

Wer wollte nicht immer schon mal fliegen? Es war schon immer mein größter Traum und am Freitag, den 22.12.2017 wurde er wahr. Mit Hilfe von iFly – dem Indoor Skydiving Simulator; eine Freizeitattraktion, die sich derzeit großer Beliebtheit in vielen Städten der USA erfreut. Für insgesamt $60 sind Maria, Jules, Gonzalo und ich jeweils zweieinhalb Minuten im Freiflug gewesen und wir waren uns alle einig, dass das eine der besten Erfahrungen unseres Lebens war. Vor allem war es nicht einmal allzu schwer. Es gab lediglich 4 Zeichen, die man zu lernen hatte: Beine ausstrecken, Beine einknicken, Kopf hoch und beruhigen. Beruhigen war von allen Anweisungen die wichtigste und schwerste zugleich. Wie will man sich beruhigen, wenn ein riesiger Ventilator einem die Beine vom Boden pustet und man keinen Halt hat? Natürlich hatte jeder von uns einen erfahrenen Mitarbeiter zugewiesen bekommen, aber es ist schon eine Kunst an sich, nichts zu tun und still zu halten. Es war einfach ein wortwörtlich atemberaubendes Gefühl zu fliegen und ich bin schon gespannt auf das nächste Mal, wenn wir wieder hingehen werden! Wie man sich das Ganze vorstellen muss, seht Ihr hier in diesem Video. In Deutschland gibt es solche Anlagen bisher nur in Berlin, Bottrop und München. 

Wie es aussieht, habe ich es leider nicht mehr geschafft, den Bericht vor Weihnachten fertigzustellen, aber ich hoffe er gefällt euch trotzdem, und dass alle ein wundervolles Weihnachtsfest mit der Familie hatten. Ansonsten steht für mich Weihnachten vor der Tür und meine Familie plant eine Reise nach New York! Dieser Bericht wird dann wahrscheinlich im nächsten Jahr erscheinen.

Einen guten Jahresauftakt!

Nam Nguyen