15.4.2018

Bericht #9 – Boyscouting & Passover

Hallo Zusammen!

Ich hoffe ihr hattet alle ein wunderschönes Osterfest mit der Familie oder zumindest erholsame Feiertage. Ich für meinen Teil feierte Passover (Pessach, auch Passah oder Pascha im Deutschen) mit meiner jüdischen Gastfamilie in New York anstatt des gewohnten Osterfests und auch ansonsten war ich diesen Monat viel mit den Boyscouts (Pfadfindern) unterwegs. Aber lange Rede kurzer Sinn, wieder ist ein großartiger Monat vergangen und ich freue mich, ihn mit euch zu teilen.

Boyscouts

Wie einige von euch im letzten Bericht vielleicht mitbekommen habt, gab es gegen Ende letzten Monats zwei große Schneestürme, die unter anderem dafür gesorgt hatten, dass ein Strommast in meiner Nachbarschaft zweimal umgefallen ist. Der Schaden des Schneesturms begrenzte sich jedoch unglücklicherweise nicht nur auf den Strommast in meiner Nachbarschaft, sondern zog sich über ganze Regionen der Ostküste und ließ nicht viele Ortschaften verschont.

So kam es, dass sich die Boyscouts, also die Pfadfinder der Regionen zusammentrommelten und eine riesige Aufräumaktion starteten. Ich persönlich verbrachte meinen ganzen Samstag im „Horseshoe Camp“ und half dabei, die vom Sturm umgestürzten Bäume zu zerstückeln, was letztlich doch schneller ging als erwartet dank der großen Anzahl an Helfern und Freiwilligen, die an dem Tag anwesend waren.

Aber auch während der Osterferien, die kurz darauf folgten, war ich als Pfadfinder sehr aktiv. Mit meinem Gastvater David und ein paar anderen waren wir am ersten Wochenende (oder hatten zumindest geplant) wandern zu gehen. Wie sich aber jedoch herausstellte, war in dem Gebiet, wo wir geplant hatten wandern zu gehen, noch massenhaft Schnee vorhanden, sodass wir stattdessen andere Aktivitäten unternahmen. Wir haben ein Iglu gebaut. Und wir haben es geschafft, innerhalb eines Tages ein Iglu aus Schnee zu bauen, das genug Platz für 2 Personen hatte. Mein Freund Joey und ich waren am nächsten Morgen offiziell die ersten Pfadfinder in unserem Trupp Devon 50, die jemals überhaupt in einem selbstgebauten Iglu geschlafen haben.

Dienstag und Donnerstag der darauffolgenden Woche half ich einem Pfadfinder aus meinem Trupp bei seinem Eagle-Project (ein Projekt zum Wohle der Gemeinde, welches eine Voraussetzung für den „Adler-Rang“ ist). 

„Jenkin´s Arboretum“ ein botanischer Garten hier in der Nähe war gerade im Wechsel zum Frühling und konnte ein paar Helfer ganz gut gebrauchen. Also beseitigten wir den die Überreste des vergangenen Winters und pflanzten dann neue Sträucher, Blumen und andere Gewächse. Es war echte harte Arbeit, aber es tat gut, was Gutes zu tun; oder wie man bekanntlich bei den Pfadfindern sagt: „Jeden Tag `ne gute Tat!“

Passover Fest 

Während die meisten von euch ein wahrscheinlich fabelhaftes Osterfest mit der Familie feierten, hatte ich dieses Jahr das Privileg in einer jüdischen Gastfamilie zu sein. Eine Tradition des Passover-Festes ist das Dinner, zu dem – wenn möglich – die ganze Familie kommt, d.h. Oma, Opa, Onkel, Tante, Cousins und Cousinen und und und… Es war also volle Hütte bei meinem Gastonkel Mitch, der das ganze Fest jedes Jahr organisiert. Das Passover-Dinner war an sich nichts anderes als ein sehr sehr langer Gottesdienst, der sich über 5 Stunden zog... aber es war halb so wild, da man während 4 der 5 Stunden eigentlich nur gegessen hat.

Ich hoffe euch hat auch dieser „etwas andere“ Bericht gefallen. Die letzten Monate nähern sich nun allmählich und mein Kalender platzt schon fast vor Aktivitäten und Plänen, die noch erledigt haben möchte. Seit Beginn April ist jeder Tag für mich vollgepackt mit Plänen mit Freunden, Boyscout-Treffen, Schulaktivitäten, und so weiter und so fort...

FUN FACT: Ich arbeite an diesen Bericht seit Beginn April jeden Tag für ca. 10 Minuten nachdem ich irgendwann um 23 Uhr mit meinen Hausaufgaben durch bin. Wochenenden ausgenommen, da diese meist so voll sind, dass ich halb schlafend nach Hause komme.

Aber ich habe mir diesen Sonntag frei genommen um Schulstoff nachzuholen und natürlich diesen Bericht den letzten Feinschliff zu verpassen.

Kommentare und Fragen sind immer ganz herzlich willkommen!

Bis zum nächsten Bericht,

Euer Nam :)